त्याग और आज्ञापालन का सोपान: राजधर्म के शिखर से वनगमन का अवरोह, जहाँ ‘लोक-मान्यता’ (जन-प्रेम) और ‘आत्म-निवेदन’ (ईश्वर-इच्छा) एक हो जाते हैं। यह चरण साधक को सिखाता है कि प्रियतम-धर्म (राम) का अनुसरण बाह्य सुख-सुविधा से ऊपर है; करुणा, शील और मर्यादा ही मुक्ति-पथ की पहली वास्तविक सीढ़ी है।
Der vorherrschende Rasa des Ayodhyā-Kāṇḍa ist Karuṇā, doch bleibt er nicht im bloßen Kummer zentriert, sondern wandelt sich in Maryādā-Dharma, in die gelebte Ordnung des rechten Maßes. Im vorliegenden Abschnitt (Dohā 120–129) wird der Gang in den Wald zur Weltschau des Volkes: Männer und Frauen aus Stadt und Dorf erkennen in Rāma–Sītā–Lakṣmaṇa „leibhaftige Schönheit“ und „leibhaftiges Verdienst (Puṇya)“. Diese Volksliebe ist ein Zeichen von Tulsīs Bhakti-„Demokratie“: Die Inkarnation Gottes gehört nicht nur dem Königspalast, sondern ist auch Herr des Weges. Im anschließenden Geschehen um Vālmīkis Āśram wendet sich Karuṇā dem Śānta-Rasa zu: die Reinheit des Tapovana, die Gastfreundschaft und die Wesensunterweisung des Ṛṣi erschließen dem Übenden die Bedeutung „Wald = Innenschau“. Hier wird der nirguṇa, dem Zugriff entzogenene Rāma durch das saguṇa-Charit unmittelbar erfahrbar; Ziel der Sādhana ist nicht die äußere Reise, sondern Rāmas Wohnstatt im „Herzens-Āśram“—dies ist das Dharma-Prinzip dieser Stufe.
Chaupai 120.1-4
जौं ए कंद मूल फल खाहीं।बादि सुधादि असन जग माहीं।।
एक कहहिं ए सहज सुहाए।आपु प्रगट भए बिधि न बनाए।।
जहँ लगि बेद कही बिधि करनी।श्रवन नयन मन गोचर बरनी।।
देखहु खोजि भुअन दस चारी।कहँ अस पुरुष कहाँ असि नारी।।
इन्हहि देखि बिधि मनु अनुरागा।पटतर जोग बनावै लागा।।
कीन्ह बहुत श्रम ऐक न आए।तेहिं इरिषा बन आनि दुराए।।
एक कहहिं हम बहुत न जानहिं।आपुहि परम धन्य करि मानहिं।।
ते पुनि पुन्यपुंज हम लेखे।जे देखहिं देखिहहिं जिन्ह देखे।।
jauṁ e kaṁda mūla phala khāhīṁ |bādi sudhādi asana jaga māhīṁ ||
eka kahahiṁ e sahaja suhāe |āpu pragaṭa bhae bidhi na banāe ||
jahã lagi beda kahī bidhi karanī |śravana nayana mana gocara baranī ||
dekhahu khoji bhuana dasa cārī |kahã asa puruṣa kahā̃ asi nārī ||
inhahi dekhi bidhi manu anurāgā |paṭatara joga banāvai lāgā ||
kīnha bahuta śrama aika na āe |tehiṁ iriṣā bana āni durāe ||
eka kahahiṁ hama bahuta na jānahiṁ |āpuhi parama dhanya kari mānahiṁ ||
te puni punyapuṁja hama lekhe |je dekhahiṁ dekhihahiṁ jinha dekhe ||
Wenn diese beiden von Knollen, Wurzeln und Früchten leben sollen, dann wurden aller Nektar und die anderen köstlichen Speisen der Welt umsonst erschaffen. Einige sagen: «Diese beiden sind von Natur aus schön; sie erschienen von selbst und wurden nicht von Brahma geschaffen». Alle Werke des Schöpfers, die die Veden beschrieben haben, alles, was als erreichbar für Ohr, Auge oder Geist geschildert wurde, sucht und durchforscht die vierzehn Welten: wo gibt es einen solchen Mann, und wo eine solche Frau? Beim Anblick der beiden erfüllte sich Brahmas Herz mit Verlangen, und er machte sich daran, ein Paar zu schaffen, das ihnen entspräche. Er mühte sich sehr, aber keiner kam ihnen gleich; so brachte er sie aus Neid in den Wald und versteckte sie dort. Andere sagen: «Wir wissen nicht viel, aber wir halten uns für überaus gesegnet». Und nach unserer Rechnung sind auch sie Anhäufungen von Verdienst: diejenigen, die sie sehen, diejenigen, die sie sehen werden, und diejenigen, die sie gesehen haben.
Doha 120
एहि बिधि कहि कहि बचन प्रिय लेहिं नयन भरि नीर।किमि चलिहहि मारग अगम सुठि सुकुमार सरीर।।120।।
ehi bidhi kahi kahi bacana priya lehiṁ nayana bhari nīra |kimi calihahi māraga agama suṭhi sukumāra sarīra ||120||
So sprachen sie Worte, die sie liebevoll annehmen, ihre Augen voll Tränen. Wie sollen sie den unzugänglichen Weg beschreiten mit so zarten Körpern?
Chaupai 121.1-4
नारि सनेह बिकल बस होहीं।चकई साँझ समय जनु सोहीं।।
मृदु पद कमल कठिन मगु जानी।गहबरि हृदयँ कहहिं बर बानी।।
परसत मृदुल चरन अरुनारे।सकुचति महि जिमि हृदय हमारे।।
जौं जगदीस इन्हहि बनु दीन्हा।कस न सुमनमय मारगु कीन्हा।।
जौं मागा पाइअ बिधि पाहीं।ए रखिअहिं सखि आँखिन्ह माहीं।।
जे नर नारि न अवसर आए।तिन्ह सिय रामु न देखन पाए।।
सुनि सुरुप बूझहिं अकुलाई।अब लगि गए कहाँ लगि भाई।।
समरथ धाइ बिलोकहिं जाई।प्रमुदित फिरहिं जनमफलु पाई।।
nāri saneha bikala basa hohīṁ |cakaī sā̃jha samaya janu sohīṁ ||
mṛdu pada kamala kaṭhina magu jānī |gahabari hṛdayã kahahiṁ bara bānī ||
parasata mṛdula carana arunāre |sakucati mahi jimi hṛdaya hamāre ||
jauṁ jagadīsa inhahi banu dīnhā |kasa na sumanamaya māragu kīnhā ||
jauṁ māgā pāia bidhi pāhīṁ |e rakhiahiṁ sakhi ā̃khinha māhīṁ ||
je nara nāri na avasara āe |tinha siya rāmu na dekhana pāe ||
suni surupa būjhahiṁ akulāī |aba lagi gae kahā̃ lagi bhāī ||
samaratha dhāi bilokahiṁ jāī |pramudita phirahiṁ janamaphalu pāī ||
Die Frauen, von Liebe überwältigt, waren verzweifelt wie der Chakwi-Vogel zur Abendstunde. Da sie wussten, dass ihre Lotusfüße zart und der Weg hart war, sprachen sie mit beklemmtem Herzen diese schönen Worte. «Wenn diese weichen, rosigen Füße den Boden berühren, schaudert die Erde zurück, ebenso wie unsere Herzen. Wenn der Herr der Welt ihnen den Wald gegeben hat, warum hat er ihren Weg nicht ganz aus Blumen gemacht? Wenn das, was wir erbitten, von Brahma erlangt werden könnte, dann, Freundin, lasst uns sie in unseren Augen bewahren.» Jene Männer und Frauen, die nicht zur rechten Zeit gekommen waren, hatten Sita und Rama nicht sehen können. Als sie von ihren schönen Gestalten hörten, fragten sie voller Unruhe: «Bruder, wie weit sind sie bis jetzt gegangen?» Die es vermochten, liefen hin, sahen sie und kehrten voller Freude zurück, nachdem sie die Frucht ihres Lebens erlangt hatten.
Doha 121
अबला बालक बृद्ध जन कर मीजहिं पछिताहिं।होहिं प्रेमबस लोग इमि रामु जहाँ जहँ जाहिं।।121।।
abalā bālaka bṛddha jana kara mījahiṁ pachitāhiṁ |hohiṁ premabasa loga imi rāmu jahā̃ jahã jāhiṁ ||121||
Hilflose Frauen, Kinder und alte Menschen schlagen sich an die Brust und bereuen. So, von Liebe überwältigt, folgen die Menschen Rama, wohin er auch geht.
Chaupai 122.1-4
गाँव गाँव अस होइ अनंदू।देखि भानुकुल कैरव चंदू।।
जे कछु समाचार सुनि पावहिं।ते नृप रानिहि दोसु लगावहिं।।
कहहिं एक अति भल नरनाहू।दीन्ह हमहि जोइ लोचन लाहू।।
कहहिं परस्पर लोग लोगाईं।बातें सरल सनेह सुहाईं।।
ते पितु मातु धन्य जिन्ह जाए।धन्य सो नगरु जहाँ तें आए।।
धन्य सो देसु सैलु बन गाऊँ।जहँ जहँ जाहिं धन्य सोइ ठाऊँ।।
सुख पायउ बिरंचि रचि तेही।ए जेहि के सब भाँति सनेही।।
राम लखन पथि कथा सुहाई।रही सकल मग कानन छाई।।
gā̃va gā̃va asa hoi anaṁdū |dekhi bhānukula kairava caṁdū ||
je kachu samācāra suni pāvahiṁ |te nṛpa rānihi dosu lagāvahiṁ ||
kahahiṁ eka ati bhala naranāhū |dīnha hamahi joi locana lāhū ||
kahahiṁ paraspara loga logāīṁ |bāteṁ sarala saneha suhāīṁ ||
te pitu mātu dhanya jinha jāe |dhanya so nagaru jahā̃ teṁ āe ||
dhanya so desu sailu bana gāū̃ |jahã jahã jāhiṁ dhanya soi ṭhāū̃ ||
sukha pāyau biraṁci raci tehī |e jehi ke saba bhā̃ti sanehī ||
rāma lakhana pathi kathā suhāī |rahī sakala maga kānana chāī ||
In jedem Dorf herrschte solche Freude beim Anblick Ramas, des Mondes der Lilie des Sonnengeschlechts. Diejenigen, die etwas von der Nachricht gehört hatten, machten dem König und der Königin Vorwürfe. Einige sagten: «Der König war sehr gut, denn er hat unseren Augen diesen großen Gewinn gegeben.» Die Männer und Frauen sagten einander Worte, die einfach, liebevoll und bezaubernd waren: «Gesegnet sind der Vater und die Mutter, die sie zeugten, und gesegnet ist die Stadt, aus der sie kamen.» «Gesegnet sind das Land, die Berge, die Wälder und die Dörfer, und gesegnet ist jeder Ort, wohin sie gehen.» «Brahma empfand Freude daran, die erschaffen zu haben, denen diese beiden auf jede Weise lieb sind.» Die bezaubernde Erzählung von Rama und Lakshmana auf dem Weg verbreitete sich über alle Pfade und Wälder.
Doha 122
एहि बिधि रघुकुल कमल रबि मग लोगन्ह सुख देत।जाहिं चले देखत बिपिन सिय सौमित्रि समेत।।122।।
ehi bidhi raghukula kamala rabi maga loganha sukha deta |jāhiṁ cale dekhata bipina siya saumitri sameta ||122||
Auf diese Weise brachte die Sonne des Raghu-Geschlechts den Menschen auf dem Weg Freude. Er schritt voran, mit Sita und dem Sohn der Sumitra an seiner Seite, den Wald betrachtend.
Chaupai 123.1-4
आगे रामु लखनु बने पाछें।तापस बेष बिराजत काछें।।
उभय बीच सिय सोहति कैसे।ब्रह्म जीव बिच माया जैसे।।
बहुरि कहउँ छबि जसि मन बसई।जनु मधु मदन मध्य रति लसई।।
उपमा बहुरि कहउँ जियँ जोही।जनु बुध बिधु बिच रोहिनि सोही।।
प्रभु पद रेख बीच बिच सीता।धरति चरन मग चलति सभीता।।
सीय राम पद अंक बराएँ।लखन चलहिं मगु दाहिन लाएँ।।
राम लखन सिय प्रीति सुहाई।बचन अगोचर किमि कहि जाई।।
खग मृग मगन देखि छबि होहीं।लिए चोरि चित राम बटोहीं।।
āge rāmu lakhanu bane pācheṁ |tāpasa beṣa birājata kācheṁ ||
ubhaya bīca siya sohati kaise |brahma jīva bica māyā jaise ||
bahuri kahaũ chabi jasi mana basaī |janu madhu madana madhya rati lasaī ||
upamā bahuri kahaũ jiyã johī |janu budha bidhu bica rohini sohī ||
prabhu pada rekha bīca bica sītā |dharati carana maga calati sabhītā ||
sīya rāma pada aṁka barāẽ |lakhana calahiṁ magu dāhina lāẽ ||
rāma lakhana siya prīti suhāī |bacana agocara kimi kahi jāī ||
khaga mṛga magana dekhi chabi hohīṁ |lie cori cita rāma baṭohīṁ ||
Rama schritt voran und Lakshmana folgte hinterher, beide erstrahlend im Gewand der Asketen. Wie schön Sita zwischen den beiden erstrahlte, wie Maya zwischen Brahma und der Einzelseele! Wieder erzähle ich von ihrer Anmut, wie sie in meinem Sinn wohnt: sie schien wie Rati erstrahlend zwischen dem Frühling und dem Gott der Liebe. Noch einmal biete ich einen Vergleich dar, den ich in meinem Herzen gesucht habe: sie schien wie Rohini erstrahlend zwischen Merkur und dem Mond. Sita schritt in Furchen voran und setzte ihre Füße auf den Weg, in die Zwischenräume zwischen den Fußspuren ihres Herrn. Die Fußspuren von Sita und Rama meidend, ging Lakshmana auf dem Weg und hielt sich dabei zu ihrer Rechten. Die liebliche Zuneigung von Rama, Lakshmana und Sita ist jenseits der Reichweite der Worte; wie kann sie beschrieben werden? Vögel und Hirsche waren entzückt beim Anblick ihrer Schönheit, denn Rama, der Wanderer, hatte ihnen das Herz gestohlen.
Doha 123
जिन्ह जिन्ह देखे पथिक प्रिय सिय समेत दोउ भाइ।भव मगु अगमु अनंदु तेइ बिनु श्रम रहे सिराइ।।123।।
jinha jinha dekhe pathika priya siya sameta dou bhāi |bhava magu agamu anaṁdu tei binu śrama rahe sirāi ||123||
Alle, die die beiden geliebten Brüder, die Wanderer, zusammen mit Sita sahen, fanden, dass der Pfad der weltlichen Existenz, so schwer zu durchschreiten, ohne Mühe sein Ende erreichte, und sie wurden mit Freude erfüllt.
Chaupai 124.1-4
अजहुँ जासु उर सपनेहुँ काऊ।बसहुँ लखनु सिय रामु बटाऊ।।
राम धाम पथ पाइहि सोई।जो पथ पाव कबहुँ मुनि कोई।।
तब रघुबीर श्रमित सिय जानी।देखि निकट बटु सीतल पानी।।
तहँ बसि कंद मूल फल खाई।प्रात नहाइ चले रघुराई।।
देखत बन सर सैल सुहाए।बालमीकि आश्रम प्रभु आए।।
राम दीख मुनि बासु सुहावन।सुंदर गिरि काननु जलु पावन।।
सरनि सरोज बिटप बन फूले।गुंजत मंजु मधुप रस भूले।।
खग मृग बिपुल कोलाहल करहीं।बिरहित बैर मुदित मन चरहीं।।
ajahũ jāsu ura sapanehũ kāū |basahũ lakhanu siya rāmu baṭāū ||
rāma dhāma patha pāihi soī |jo patha pāva kabahũ muni koī ||
taba raghubīra śramita siya jānī |dekhi nikaṭa baṭu sītala pānī ||
tahã basi kaṁda mūla phala khāī |prāta nahāi cale raghurāī ||
dekhata bana sara saila suhāe |bālamīki āśrama prabhu āe ||
rāma dīkha muni bāsu suhāvana |suṁdara giri kānanu jalu pāvana ||
sarani saroja biṭapa bana phūle |guṁjata maṁju madhupa rasa bhūle ||
khaga mṛga bipula kolāhala karahīṁ |birahita baira mudita mana carahīṁ ||
Noch jetzt, wenn in jemandes Herzen, selbst im Traum, Lakshmana, Sita und Rama der Wanderer wohnen, der wird den Pfad zu Ramas Wohnstatt finden, einen Pfad, den kaum ein Weiser je findet. Da erkannte der Held der Raghus, dass Sita erschöpft war, und sah einen Banyan-Baum in der Nähe und kühles Wasser, hielt dort inne und aß Wurzeln, Knollen und Früchte; im Morgengrauen badete er, und der Herr der Raghus zog weiter. Betrachtend die schönen Wälder, Seen und Hügel, kam der Herr zur Einsiedelei von Valmiki. Rama erblickte die reizvolle Wohnstätte des Weisen, mit ihrem schönen Berg und Wald und ihrem reinen Wasser. Lotosblüten blühten in den Teichen und die Bäume des Waldes standen in Blüte, und die Bienen, im Nektar sich verlierend, summten süß. Vögel und Tiere machten großen Lärm, frei von Feindschaft, und wandelten und weideten mit freudigem Herzen.
Doha 124
सुचि सुंदर आश्रमु निरखि हरषे राजिवनेन।सुनि रघुबर आगमनु मुनि आगें आयउ लेन।।124।।
suci suṁdara āśramu nirakhi haraṣe rājivanena |suni raghubara āgamanu muni āgeṁ āyau lena ||124||
Als er die reine und schöne Einsiedelei erblickte, freute sich der Lotosäugige. Als er von Ramas Kommen hörte, trat der Weise hervor, um ihn zu empfangen.
Chaupai 125.1-4
मुनि कहुँ राम दंडवत कीन्हा।आसिरबादु बिप्रबर दीन्हा।।
देखि राम छबि नयन जुड़ाने।करि सनमानु आश्रमहिं आने।।
मुनिबर अतिथि प्रानप्रिय पाए।कंद मूल फल मधुर मगाए।।
सिय सौमित्रि राम फल खाए।तब मुनि आश्रम दिए सुहाए।।
बालमीकि मन आनँदु भारी।मंगल मूरति नयन निहारी।।
तब कर कमल जोरि रघुराई।बोले बचन श्रवन सुखदाई।।
तुम्ह त्रिकाल दरसी मुनिनाथा।बिस्व बदर जिमि तुम्हरें हाथा।।
अस कहि प्रभु सब कथा बखानी।जेहि जेहि भाँति दीन्ह बनु रानी।।
muni kahũ rāma daṁḍavata kīnhā |āsirabādu biprabara dīnhā ||
dekhi rāma chabi nayana juṛāne |kari sanamānu āśramahiṁ āne ||
munibara atithi prānapriya pāe |kaṁda mūla phala madhura magāe ||
siya saumitri rāma phala khāe |taba muni āśrama die suhāe ||
bālamīki mana ānãdu bhārī |maṁgala mūrati nayana nihārī ||
taba kara kamala jori raghurāī |bole bacana śravana sukhadāī ||
tumha trikāla darasī munināthā |bisva badara jimi tumhareṁ hāthā ||
asa kahi prabhu saba kathā bakhānī |jehi jehi bhā̃ti dīnha banu rānī ||
Rama warf sich vor dem Weisen nieder, und der beste der Brahmanen gab ihm seinen Segen. Als er Ramas Schönheit sah, wurden seine Augen gekühlt und erfreut; er empfing ihn mit Ehre und brachte ihn in die Einsiedelei. Der große Weise, der Gäste gewonnen hatte, die ihm so lieb waren wie sein eigenes Leben, ließ Wurzeln, Knollen und süße Früchte bringen. Sita, Lakshmana und Rama aßen die Früchte; dann wies der Weise ihnen die angenehmen Orte in der Einsiedelei zu. Valmikis Herz war erfüllt von großer Freude, als seine Augen jene Verkörperung allen Glücks schauten. Da faltete Rama, der Herr der Raghus, seine Lotushände und sprach Worte, die dem Ohr Wonne bereiten. "O Herr der Weisen, du siehst die drei Zeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; das ganze Universum liegt in deiner Hand wie eine Jujubefrucht." So sprechend erzählte der Herr die ganze Geschichte, und wie auf jede Weise die Königin ihn in den Wald geschickt hatte.
Doha 125
तात बचन पुनि मातु हित भाइ भरत अस राउ।मो कहुँ दरस तुम्हार प्रभु सबु मम पुन्य प्रभाउ।।125।।
tāta bacana puni mātu hita bhāi bharata asa rāu |mo kahũ darasa tumhāra prabhu sabu mama punya prabhāu ||125||
Um meines Vaters Worte willen, ferner um meiner Mutter Wohlergehen und meines Bruders Bharata willen, o Herr, ist der Anblick eurer selbst die ganze Frucht meines Verdienstes und meiner Kraft.
Chaupai 126.1-4
देखि पाय मुनिराय तुम्हारे।भए सुकृत सब सुफल हमारे।।
अब जहँ राउर आयसु होई।मुनि उदबेगु न पावै कोई।।
मुनि तापस जिन्ह तें दुखु लहहीं।ते नरेस बिनु पावक दहहीं।।
मंगल मूल बिप्र परितोषू।दहइ कोटि कुल भूसुर रोषू।।
अस जियँ जानि कहिअ सोइ ठाऊँ।सिय सौमित्रि सहित जहँ जाऊँ।।
तहँ रचि रुचिर परन तृन साला।बासु करौ कछु काल कृपाला।।
सहज सरल सुनि रघुबर बानी।साधु साधु बोले मुनि ग्यानी।।
कस न कहहु अस रघुकुलकेतू।तुम्ह पालक संतत श्रुति सेतू।।
dekhi pāya munirāya tumhāre |bhae sukṛta saba suphala hamāre ||
aba jahã rāura āyasu hoī |muni udabegu na pāvai koī ||
muni tāpasa jinha teṁ dukhu lahahīṁ |te naresa binu pāvaka dahahīṁ ||
maṁgala mūla bipra paritoṣū |dahai koṭi kula bhūsura roṣū ||
asa jiyã jāni kahia soi ṭhāū̃ |siya saumitri sahita jahã jāū̃ ||
tahã raci rucira parana tṛna sālā |bāsu karau kachu kāla kṛpālā ||
sahaja sarala suni raghubara bānī |sādhu sādhu bole muni gyānī ||
kasa na kahahu asa raghukulaketū |tumha pālaka saṁtata śruti setū ||
O König der Weisen, nachdem wir deine Füße gesehen haben, haben all unsere guten Taten Frucht getragen. Nun, wohin auch immer du befiehlst, möge es ein Ort sein, an dem kein Weiser irgendeine Störung erleidet. Die Könige, durch die Weise und Asketen leiden, verbrennen ohne jedes Feuer. Die Zufriedenheit eines Brahminen ist die Wurzel allen Segens, während der Zorn der Götter auf Erden Millionen von Generationen verbrennt. Wenn du dies in deinem Herzen weißt, nenne mir jenen Ort, wohin ich mit Sita und Lakshmana, dem Sohn Sumitras, gehen kann. Dort werde ich eine liebliche Hütte aus Blättern und Gras errichten und einige Zeit verweilen, o Barmherziger. Als der weise Muni die natürlichen und einfachen Worte Ramas, des besten der Raghus, hörte, sprach er: «Wohl gesagt, wohl gesagt!» «Warum solltest du nicht so sprechen, o Banner der Raghu-Dynastie? Du bist stets der Beschützer der Brücke der Veden.»
Chhand 126
श्रुति सेतु पालक राम तुम्ह जगदीस माया जानकी।जो सृजति जगु पालति हरति रूख पाइ कृपानिधान की।।
जो सहससीसु अहीसु महिधरु लखनु सचराचर धनी।सुर काज धरि नरराज तनु चले दलन खल निसिचर अनी।।
śruti setu pālaka rāma tumha jagadīsa māyā jānakī |jo sṛjati jagu pālati harati rūkha pāi kṛpānidhāna kī ||
jo sahasasīsu ahīsu mahidharu lakhanu sacarācara dhanī |sura kāja dhari nararāja tanu cale dalana khala nisicara anī ||
Du, Rama, bist der Hüter der Brücke der Veden, der Herr der Welt; und Janaki ist Maya, die, die gnädige Willensmeinung der Schatzkammer der Barmherzigkeit als Richtschnur nehmend, die Welt erschafft, erhält und vernichtet. Der, der der tausendköpfige Shesha ist, der Herr der Schlangen und Träger der Erde, der Meister alles Bewegten und Unbewegten, ist Lakshmana. Um der Götter willen hat er die Gestalt eines Königs unter den Menschen angenommen und zieht aus, um die Schar der Dämonen zu vernichten.
Soratha 126
राम सरुप तुम्हार बचन अगोचर बुद्धिपर।अबिगत अकथ अपार नेति नित निगम कह।।126।।
rāma sarupa tumhāra bacana agocara buddhipara |abigata akatha apāra neti nita nigama kaha ||126||
Deine Gestalt, o Rama, ist jenseits der Worte und jenseits des Verstandes; sie ist unmanifest, unaussprechlich, unendlich, und die Veden verkünden sie ewig als: Nicht dies, nicht dies.
Chaupai 127.1-4
जगु पेखन तुम्ह देखनिहारे।बिधि हरि संभु नचावनिहारे।।
तेउ न जानहिं मरमु तुम्हारा।औरु तुम्हहि को जाननिहारा।।
सोइ जानइ जेहि देहु जनाई।जानत तुम्हहि तुम्हइ होइ जाई।।
तुम्हरिहि कृपाँ तुम्हहि रघुनंदन।जानहिं भगत भगत उर चंदन।।
चिदानंदमय देह तुम्हारी।बिगत बिकार जान अधिकारी।।
नर तनु धरेहु संत सुर काजा।कहहु करहु जस प्राकृत राजा।।
राम देखि सुनि चरित तुम्हारे।जड़ मोहहिं बुध होहिं सुखारे।।
तुम्ह जो कहहु करहु सबु साँचा।जस काछिअ तस चाहिअ नाचा।।
jagu pekhana tumha dekhanihāre |bidhi hari saṁbhu nacāvanihāre ||
teu na jānahiṁ maramu tumhārā |auru tumhahi ko jānanihārā ||
soi jānai jehi dehu janāī |jānata tumhahi tumhai hoi jāī ||
tumharihi kṛpā̃ tumhahi raghunaṁdana |jānahiṁ bhagata bhagata ura caṁdana ||
cidānaṁdamaya deha tumhārī |bigata bikāra jāna adhikārī ||
nara tanu dharehu saṁta sura kājā |kahahu karahu jasa prākṛta rājā ||
rāma dekhi suni carita tumhāre |jaṛa mohahiṁ budha hohiṁ sukhāre ||
tumha jo kahahu karahu sabu sā̃cā |jasa kāchia tasa cāhia nācā ||
Die Welt ist ein Schauspiel und du bist ihr Betrachter; Brahma, Vishnu und Shambhu sind es, die sie tanzen lassen. Sogar sie kennen dein Geheimnis nicht; wer sonst könnte dich erkennen? Nur der erkennt dich, dem du dieses Wissen gewährst; und indem er dich erkennt, wird er eins mit dir. Nur durch deine Gnade, o Freude der Raghus, erkennen dich die Devotees, o Sandelholz für die Herzen der Devotees. Dein Körper besteht aus reinem Bewusstsein und Seligkeit, frei von allem Wandel; nur diejenigen, die dazu befähigt sind, wissen dies. Du hast einen menschlichen Körper angenommen um der Heiligen und der Götter willen, und du sprichst und handelst wie ein gewöhnlicher König. O Rama, beim Sehen und Hören deiner Taten werden die Unverständigen verwirrt, während die Weisen glücklich gemacht werden. Alles, was du sagst und tust, ist ganz und gar wahr; denn wie die Rolle gekleidet ist, so muss der Tanz sein.
Doha 127
पूँछेहु मोहि कि रहौं कहँ मैं पूँछत सकुचाउँ।जहँ न होहु तहँ देहु कहि तुम्हहि देखावौं ठाउँ।।127।।
pū̃chehu mohi ki rahauṁ kahã maiṁ pū̃chata sakucāũ |jahã na hohu tahã dehu kahi tumhahi dekhāvauṁ ṭhāũ ||127||
Du fragst mich, wo du weilen sollst, und ich scheue mich, dich im Gegenzug zu fragen. Nenne mir den Ort, wo du nicht bist, und ich werde dir dort einen Ort zeigen.
Chaupai 128.1-4
सुनि मुनि बचन प्रेम रस साने।सकुचि राम मन महुँ मुसुकाने।।
बालमीकि हँसि कहहिं बहोरी।बानी मधुर अमिअ रस बोरी।।
सुनहु राम अब कहउँ निकेता।जहाँ बसहु सिय लखन समेता।।
जिन्ह के श्रवन समुद्र समाना।कथा तुम्हारि सुभग सरि नाना।।
भरहिं निरंतर होहिं न पूरे।तिन्ह के हिय तुम्ह कहुँ गृह रूरे।।
लोचन चातक जिन्ह करि राखे।रहहिं दरस जलधर अभिलाषे।।
निदरहिं सरित सिंधु सर भारी।रूप बिंदु जल होहिं सुखारी।।
तिन्ह के हृदय सदन सुखदायक।बसहु बंधु सिय सह रघुनायक।।
suni muni bacana prema rasa sāne |sakuci rāma mana mahũ musukāne ||
bālamīki hãsi kahahiṁ bahorī |bānī madhura amia rasa borī ||
sunahu rāma aba kahaũ niketā |jahā̃ basahu siya lakhana sametā ||
jinha ke śravana samudra samānā |kathā tumhāri subhaga sari nānā ||
bharahiṁ niraṁtara hohiṁ na pūre |tinha ke hiya tumha kahũ gṛha rūre ||
locana cātaka jinha kari rākhe |rahahiṁ darasa jaladhara abhilāṣe ||
nidarahiṁ sarita siṁdhu sara bhārī |rūpa biṁdu jala hohiṁ sukhārī ||
tinha ke hṛdaya sadana sukhadāyaka |basahu baṁdhu siya saha raghunāyaka ||
Die Worte des Weisen hörend, durchdrungen von der Süße der Liebe, fühlte Rama sich beschämt und lächelte in seinem Herzen. Valmiki sprach dann wieder mit einem Lächeln, in Worten, süß und durchtränkt vom Nektar der Unsterblichkeit. Höre, Rama; nun will ich dir die Wohnstätten nennen, wo du mit Sita und Lakshmana weilen kannst. Jene, deren Ohren wie der Ozean sind, und deine Geschichten wie die vielen lieblichen Flüsse, die in ihn fließen, die ihn ohne Unterlass füllen und doch nie voll werden: in ihren Herzen ist ein schönes Heim für dich. Jene, die ihre Augen wie den Chataka-Vogel gemacht haben, stets verlangend nach dem Anblick von dir wie nach der Regenwolke, die die Flüsse, das Meer und die großen Seen verachten und durch einen einzigen Tropfen des Wassers deiner Schönheit glücklich werden: in ihren Herzen, die Wohnstätten sind, die Freude schenken, weile, o Herr der Raghus, mit deinem Bruder und Sita.
Doha 128
जसु तुम्हार मानस बिमल हंसिनि जीहा जासु।मुकुताहल गुन गन चुनइ राम बसहु हियँ तासु।।128।।
jasu tumhāra mānasa bimala haṁsini jīhā jāsu |mukutāhala guna gana cunai rāma basahu hiyã tāsu ||128||
Dein Ruhm ist der reine Manasa-See, und der, dessen Zunge der Schwanenweib ist, das daraus die Perlen deiner vielen Tugenden sammelt: in seinem Herzen, Rama, nimm Wohnung.
Chaupai 129.1-4
प्रभु प्रसाद सुचि सुभग सुबासा।सादर जासु लहइ नित नासा।।
तुम्हहि निबेदित भोजन करहीं।प्रभु प्रसाद पट भूषन धरहीं।।
सीस नवहिं सुर गुरु द्विज देखी।प्रीति सहित करि बिनय बिसेषी।।
कर नित करहिं राम पद पूजा।राम भरोस हृदयँ नहि दूजा।।
चरन राम तीरथ चलि जाहीं।राम बसहु तिन्ह के मन माहीं।।
मंत्रराजु नित जपहिं तुम्हारा।पूजहिं तुम्हहि सहित परिवारा।।
तरपन होम करहिं बिधि नाना।बिप्र जेवाँइ देहिं बहु दाना।।
तुम्ह तें अधिक गुरहि जियँ जानी।सकल भायँ सेवहिं सनमानी।।
prabhu prasāda suci subhaga subāsā |sādara jāsu lahai nita nāsā ||
tumhahi nibedita bhojana karahīṁ |prabhu prasāda paṭa bhūṣana dharahīṁ ||
sīsa navahiṁ sura guru dvija dekhī |prīti sahita kari binaya biseṣī ||
kara nita karahiṁ rāma pada pūjā |rāma bharosa hṛdayã nahi dūjā ||
carana rāma tīratha cali jāhīṁ |rāma basahu tinha ke mana māhīṁ ||
maṁtrarāju nita japahiṁ tumhārā |pūjahiṁ tumhahi sahita parivārā ||
tarapana homa karahiṁ bidhi nānā |bipra jevā̃i dehiṁ bahu dānā ||
tumha teṁ adhika gurahi jiyã jānī |sakala bhāyã sevahiṁ sanamānī ||
Deren Nasen stets ehrfürchtig den reinen, schönen Duft des Prasada des Herrn aufnehmen. Die nur Speise essen, die dir zuvor dargebracht wurde, und Kleider und Schmuck tragen, die das Prasada des Herrn sind. Die den Kopf neigen, wenn sie einen Gott, einen Guru oder einen Brahmanen sehen, und ihnen mit Liebe besondere Demut erweisen. Deren Hände stets Anbetung an den Füßen Ramas verrichten, und die in ihren Herzen kein anderes Vertrauen haben als Rama. Deren Füße zu den heiligen Stätten Ramas wandern: Rama, wohne in den Gemütern dieser. Die stets deinen Namen, den König der Mantras, wiederholen, und dich verehren zusammen mit ihren Familien. Die Libationen und Feueropfer auf vielerlei Weise vollziehen, und die Brahmanen speisen und ihnen viele Gaben geben. Die den Guru in ihren Herzen als größer als dich erachten, und ihn auf jede Weise ehrend dienen.
Doha 129
सबु करि मागहिं एक फलु राम चरन रति होउ।तिन्ह कें मन मंदिर बसहु सिय रघुनंदन दोउ।।129।।
sabu kari māgahiṁ eka phalu rāma carana rati hou |tinha keṁ mana maṁdira basahu siya raghunaṁdana dou ||129||
Nachdem sie alles getan haben, erbitten sie nur eine Frucht: Möge Hingabe zu den Füßen Ramas entstehen. Im Tempel ihrer Herzen mögt ihr beide weilen, Sita und der Sohn des Raghu.
परंपरा में इसे ‘दर्शन-माहात्म्य’ खंड माना जाता है: राम-सीता-लक्ष्मण के वन-पथ-दर्शन का वर्णन सुनने/पढ़ने से मन में प्रेम-वैराग्य जागता है, तीर्थ-भाव (चरन-तीरथ) और साधु-संग की रुचि बढ़ती है, तथा ‘हृदय-आश्रम’ में राम-निवास की आकांक्षा दृढ़ होती है—यही इसका मुख्य पुण्य-फल कहा जाता है।
अनेक रामानंदी/मानस-परंपराओं में सामान्य राम-नाम समपुट लिया जाता है—‘श्रीराम जय राम जय जय राम’—विशेषकर दोहा 126–129 (राम की अगोचरता और भक्त-हृदय-निवास) के साथ। कुछ पाठ-परंपराएँ ‘राम’ नाम का एक-एक समपुट प्रत्येक दोहा के आरंभ/अंत में जोड़कर जप-लय बनाती हैं।
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
A free sign-in with Google or Apple keeps your chat saved across web and the app.