Opening the text

Rishi: Atharvanic tradition (edition-dependent).
Devata: Agni (Jātavedas); Viśve Devāḥ as collective sanction.
Chandas: Triṣṭubh-like (edition-dependent).
Dieser dreistrophige Hymnus aus der atharvanischen Überlieferung verbindet königlichen Wohlstand (rāṣṭra-paustika) mit apotropäischer Kraft: Agni Jātavedas wird aufgefordert, rivalisierende Anspruchsteller zu vertreiben und das Reich unter dem Beistand der Viśve Devāḥ zu festigen. Danach wendet sich der Text einer „Versiegelungstechnik“ zu—ein Stein dient als apidhāna (Pfropfen/Abdeckung), um schädliche Ausgänge zu verschließen; dies lässt sich als Stillung des Verlusts lebenswichtiger Säfte oder als Kontrolle der Fruchtbarkeit lesen. Die Wirkmacht des Hymnus liegt darin, öffentliche Ordnung (Vertreibung der Feinde) mit körperlicher/sexueller Eindämmung (Schließen von Öffnungen) durch dieselbe Logik gewaltsamer Ausschließung und sicherer Verschließung zu koppeln.
Mantra 1
सपत्नीनाशनम्। प्रान्यान्त्स॒पत्ना॒न्त्सह॑सा॒ सह॑स्व॒ प्रत्यजा॑तान् जातवेदो नुदस्व । इ॒दं रा॒ष्ट्रं पि॑पृ॒हि सौभ॑गाय॒ विश्व॑ एन॒मनु॑ मदन्तु दे॒वाः
Vernichtung der Rivalen. Treibe die anderen Rivalen fort; mit Kraft sei überwältigend. Die entgegen Geborenen, o Jātavedas, vertreibe. Dieses Reich erfülle zum Glück; alle Götter mögen sich daran erfreuen und ihm mit Gunst folgen.
Mantra 2
इ॒मा यास्ते॑ श॒तं हि॒राः स॒हस्रं॑ ध॒मनी॑रु॒त। तासां॑ ते॒ सर्वा॑साम॒हमश्म॑ना॒ बिल॒मप्य॑धाम्
Dies sind die Deinen: deine hundert Adern und dazu deine tausend Gänge; über die Öffnung von ihnen allen habe ich dir mit einem Stein eine Bedeckung gelegt.
Mantra 3
परं॒ योने॒रव॑रं ते कृणोमि॒ मा त्वा॑ प्र॒जाभि भू॒न्मोत सूनुः॑ । अ॒स्वं॑१ त्वाप्र॑जसं कृणो॒म्यश्मा॑नं ते अपि॒धानं कृणोमि
Das Obere und das Untere deines Schoßes ordne ich: Nicht sollen Nachkommen dich bedrängen, noch auch ein Sohn. Unfruchtbar, ohne Nachkommenschaft mache ich dich; einen Stein mache ich dir als deckenden Verschluss.
It aims to drive away rivals and hostile forces while making the realm ‘full’ of good fortune under the approval of all the gods, and it adds a protective technique of ‘sealing’ vulnerability with a stone.
In Atharvanic ritual logic, a stone embodies firmness and closure; placing it as an apidhāna symbolically blocks harmful flow or entry, making protection tangible and durable.
Both readings exist in Atharvavedic usage: in a protective frame it can mean securing the womb against danger (e.g., loss, intrusion), while in an adversarial or contraceptive frame it can be used to inhibit conception—context and ritual intention decide the sense.
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