Opening the text

Rishi: Atharvanic tradition
Devata: Aśvinau (the Aśvins)
Chandas: Likely Anuṣṭubh (imperative-rich, compact; requires full pada-count confirmation)
Dieser kurze atharvanische Zauberspruch schützt eingelagertes Getreide — besonders Gerste — indem er die Aśvins anruft, wühlendes Ungeziefer (tarda/Ratte und verwandte Schädlinge) zu töten, zu vertreiben und unschädlich zu machen. Er verbindet direkte, gewaltsame Imperative (den Kopf abschlagen, den Rücken zerschmettern, das Maul binden) mit einer sakralen Rahmung der Gerste als havis, „fest gegründet wie brahman“, wodurch das Vorratshaus zu einem rituell verteidigten Raum wird. Die Wirkkraft des Hymnus liegt im Benennen der Verderber, im Befehl zu ihrem Abzug und in der rituellen Aufhebung ihrer Beißkraft.
Mantra 1
अभययाचना। ह॒तं त॒र्दं स॑म॒ङ्कमा॒खुमश्वि॑ना छि॒न्तं शिरो॒ अपि॑ पृ॒ष्टीः शृ॑णीतम्। यवा॒न्नेददा॒नपि॑ नह्यतं॒ मुख॒मथाभ॑यं कृणुतं धा॒न्याऽय
Erschlagt den Tarda, den Gräber, die Ratte, o Aśvins; schneidet den Kopf ab und zerschmettert auch den Rücken. Nicht einmal Gerste soll er fressen; bindet ihm das Maul fest zu: dann schafft uns Unversehrtheit (abhaya) für unser Korn.
Mantra 2
तर्द॒ है पत॑ङ्ग॒ है जभ्य॒ हा उप॑क्वस । ब्र॒ह्मेवासं॑स्थितं ह॒विरन॑दन्त इ॒मान् यवा॒नहिं॑सन्तो अ॒पोदि॑त
Tarda — fort! Pataṅga — fort! Jabhya — weiche! Upakvasa — hinweg! Wie Brahman fest gegründet steht das Opfer (havis): beisst diese Gersten nicht an, schädigt sie nicht; geht von hier fort.
Mantra 3
तर्दा॑पते॒ वघा॑पते॒ तृष्ट॑जम्भा॒ आ शृ॑णोत मे । य आ॑र॒ण्या व्यऽद्व॒रा ये के च॒ स्थ व्यऽद्वरास्तान्त्सर्वा॑न् जम्भयामसि
O Herr von Tarda, Herr der Vernichtung, ihr scharfzähnigen, höret mich hierher. Welche waldbewohnenden Graber es auch gebe, was immer ihr für Graber seid, alle jene zermalmen wir, wir brechen ihre Kiefer.
It is a storehouse-protection charm against rats and other burrowing, grain-eating pests, aimed especially at safeguarding barley and stored cereals.
The Aśvins are swift helpers who remove immediate dangers; here they are asked to create “abhaya” (safety) for the household’s food supply by destroying and disabling the pests.
Traditionally, one recites the three mantras at the granary/threshold while touching a small amount of barley, performing expulsion gestures outward and a symbolic ‘binding’ to prevent the pests from biting the grain.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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