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Rishi: Ṛgvedic provenance (adopted into AV20).
Devata: Indra
Chandas: Triṣṭubh/Jagatī-type (RV-style).
AV 20.62 ist eine rigvedische Indra-stuti, in die Atharvaveda übernommen, die Indras glänzende Hilfe im vāja sichern soll — Wettkampferfolg, Preisgewinn und den Schutz der anrufenden Schar. Der Hymnus preist Indra als unvergleichlich und weltordnend (Lichtbringer, Überwinder) und lenkt diese Übermacht auf den praktischen Sieg: das Beseitigen der Hindernisse (vṛtrāṇi) und das Voranschreiten mit Ruhm.
Mantra 1
व॒यमु॒ त्वाम॑पूर्व्य स्थू॒रं न कच्चि॒द् भर॑न्तोऽव॒स्यवः॑ । वाजे॑ चि॒त्रं ह॑वामहे
Wir, nach Beistand verlangend, unsere Gaben tragend, rufen dich wahrlich an, o Unvergleichlicher, der Starke—wie keiner irgendwo—um herrliche Hilfe beim Erringen des Preises.
Mantra 2
उप॑ त्वा॒ कर्म॑न्नू॒तये॑ स नो॒ युवो॒ग्रश्च॑क्राम॒ यो धृ॒षत्। त्वामिद्ध्य॑वि॒तारं॑ ववृ॒महे॒ सखा॑य इन्द्र सान॒सिम्
Zu dir sind wir im Ritus um Hilfe herangetreten—zum Jungen, zum Grimmigen, der es wagt. Dich wahrlich haben wir, als Gefährten, zum Schützer erwählt, o Indra, du Sieger und Spender des Gewinns.
Mantra 3
यो न॑ इ॒दमि॑दं पु॒रा प्र वस्य॑ आनि॒नाय॒ तमु॑ व स्तुषे । सखा॑य॒ इन्द्र॑मू॒तये॑
Den, der uns von alters her dieses und jenes Gut hierher brachte — die bessere Gabe —, den preise ich wahrlich für euch, o Gefährten: Indra zu unserem Beistand.
Mantra 4
हर्य॑श्वं॒ सत्प॑तिं चर्षणी॒सहं॒ स हि ष्मा॒ यो अम॑न्दत । आ तु नः॒ स व॑यति॒ गव्य॒मश्व्यं॑ स्तो॒तृभ्यो॑ म॒घवा॑ श॒तम्
Den fahlrossigen, den Herrn der Tüchtigkeit, den Bezwinger der Völker — denn er ist wahrlich der, der sich berauscht. So teile uns jener Freigebige, den Lobpreisern, hundert zu: an Rinderreichtum und an Pferdereichtum.
Mantra 5
इन्द्रा॑य॒ साम॑ गायत॒ विप्रा॑य बृह॒ते बृ॒हत्। ध॒र्म॒कृते॑ विप॒श्चिते॑ पन॒स्यवे॑
Singt Indra ein Sāman — dem Begeisterten, dem Großen, einen erhabenen Gesang; dem Schöpfer des Dharma, dem Weitblickenden, dem Preiswürdigen.
Mantra 6
त्वमि॑न्द्राभि॒भूर॑सि॒ त्वं सूर्य॑मरोचयः । वि॒श्वक॑र्मा वि॒श्वदे॑वो म॒हाँ अ॑सि
Du, o Indra, bist der Überwinder; du ließest die Sonne leuchten. Du bist Viśvakarman, der Allgott; du bist der Große.
Mantra 7
वि॒भ्राजं॒ ज्योति॑षा॒ स्व॑१रग॑च्छो रोच॒नं दि॒वः । दे॒वास्त॑ इन्द्र स॒ख्याय॑ येमिरे
Im Glanz des Lichtes gingst du nach Svar, in den leuchtenden Raum des Himmels. Die Götter, o Indra, haben sich dir zum Freundschaftsbund verbunden.
Mantra 8
तम्व॒भि प्र गा॑यत पुरुहू॒तं पु॑रुष्टु॒तम्। इन्द्रं॑ गी॒र्भिस्त॑वि॒षमा वि॑वासत
Ihm singt zu, ja, singt zu ihm hin—Indra, dem Vielangerufenen, dem Vielgepriesenen. Lasst mit Hymnen den mächtigen Indra aufleuchten und zieht ihn hierher.
Mantra 9
यस्य॑ द्वि॒बर्ह॑सो बृ॒हत् सहो॑ दा॒धार॒ रोद॑सी । गि॒रींरज्रां॑ अ॒पः स्वऽर्वृषत्व॒ना
Wessen große Macht, hoch und doppelt erhaben, die beiden Welten getragen hat; der mit stierhafter Kraft den festen Berg, die Wasser und den lichten Himmel (Svar) gefügt hat.
Mantra 10
स रा॑जसि पुरुष्टुतं॒ एको॑ वृ॒त्राणि॑ जिघ्नसे । इन्द्र॒ जैत्रा॑ श्रव॒स्याऽ च॒ यन्त॑वे
Du, in den weiten Räumen, o Vielgepriesener, erschlägst allein die Vṛtras, die Hemmnisse. O Indra, sieghaft und Ruhm verleihend, sei für unser Voranschreiten.
It is primarily a victory-and-prosperity (paustika) Indra hymn used to gain success in contests or undertakings—winning the prize (vāja), removing hindrances, and securing protection and renown.
The line frames Indra as the power that restores light, clarity, and order—symbolically dispelling hostile forces and confusion so the patron’s path and outcome become ‘bright’ and successful.
The hymn itself implies offerings (havis). A simple oblation such as ghee or food, plus water for purification, is sufficient; the focus is praise that calls Indra’s conquering power into the situation.
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