
Rishi: Rigvedic provenance (Indra-soma liturgical tradition); in AV 20 typically attributed to the RV seers of the source hymn (needs padapāṭha-anukramaṇī confirmation).
Devata: Indra (contextual), with Soma-pressing apparatus as ritual agents
Chandas: Triṣṭubh/Jagati-type RV liturgical cadence (exact meter requires syllable count by pada; AV 20 often preserves RV meters)
AV 20.23 ist ein śrauta-liturgischer Indra–Soma-Hymnus (rigvedischen Ursprungs), der den morgendlichen Soma-Dienst durch korrekte rituelle Abfolge eröffnen und festigen soll: Einladung, Bereitung von Sitz und Barhis sowie das Ingangsetzen der Presssteine. Seine Wirkkraft liegt in der Ausrichtung von Rede (stotra), Handlung (Pressen/Opfergaben) und göttlicher Annahme: Indra wird herbeigerufen, Soma zu trinken, rādhas (Gabenfülle) zu verleihen und den preisenden Priester vor nindā (Tadel/Schmach) zu schützen, die auf ein misslungenes Ritual folgt.
Mantra 1
आ तू न॑ इन्द्र म॒द्र्यऽग्घुवा॒नः सोम॑पीतये । हरि॑भ्यां याह्यद्रिवः
Komm nun zu uns, o Indra, frohlockend, angerufen zum Soma-Trank; mit deinen zwei falben Rossen fahre herbei, o Steinschwinger.
Mantra 2
स॒त्तो होता॑ न ऋ॒त्विय॑स्तिस्ति॒रे ब॒र्हिरा॑नु॒षक्। अयु॑ज्रन् प्रा॒तरद्र॑यः
Sitzend hat der Hotar, gleich den Priestern zur rechten Zeit, der Reihe nach das Barhis ausgestreut; und am Morgen wurden die Presssteine an ihr Werk angeschirrt.
Mantra 3
इ॒मा ब्रह्म॑ ब्रह्मवाहः क्रि॒यन्त॒ आ ब॒र्हिः सी॑द । वी॒हि शू॑र पुरो॒लाश॑म्
Diese heiligen Sprüche, o Träger des heiligen Wortes (brahmavāhaḥ), werden bereitet: setz dich auf das Barhis; komm, o Held, zum Opferkuchen puroḷāśa.
Mantra 4
रा॒र॒न्धि सव॑नेषु ण ए॒षु स्तोमे॑षु वृत्रहन्। उ॒क्थेष्वि॑न्द्र गिर्वणः
Gewähre uns, in diesen Pressungen (savana), in diesen Lobgesängen, o Vṛtra-Schlächter; ja, in diesen Ukthas (uktha), o Indra, du Freund des Gesangs (girvaṇas).
Mantra 5
म॒तयः॑ सोम॒पामु॒रुं रि॒हन्ति॒ शव॑स॒स्पति॑म्। इन्द्रं॑ व॒त्सं न मा॒तरः॑
Die inspirierten Gedanken, die Soma-Trinker, liebkosen den Weiten, den Herrn der Kraft; Indra, wie Mütter ihr Kalb lecken.
Mantra 6
स म॑न्दस्वा॒ ह्यन्ध॑सो॒ राध॑से त॒न्वा म॒हे। न स्तो॒तारं॑ नि॒दे क॑रः
Freue dich wahrlich am Soma-Trank, um der Gabe willen, in deiner eigenen Kraft, zu unserem großen Heil; mache den Lobpreisenden nicht zum Ziel des Tadels.
Mantra 7
व॒यमि॑न्द्र त्वा॒यवो॑ ह॒विष्म॑न्तो जरामहे । उ॒त त्वम॑स्म॒युर्व॑सो
Wir, Indra, die Deinen, mit Opfergabe (havis) versehen, preisen und rufen dich an; und du auch, o Freigebiger, sei uns wohlgesinnt.
Mantra 8
मारे अ॒स्मद् वि मु॑मुचो॒ हरि॑प्रिया॒र्वाङ् या॑हि । इन्द्र॑ स्वधावो॒ मत्स्वे॒ह
O Töter, löse von uns gänzlich (das Unheil); du Freund der falben Rosse, komm herbei. Indra, Herr der angeborenen Kraft, trink hier inmitten der Soma‑Rausche.
Mantra 9
अ॒र्वाञ्चं॑ त्वा सु॒खे रथे॒ वह॑तामिन्द्र के॒शिना॑ । घृ॒तस्नू॑ ब॒र्हिरा॒सदे॑
Herwärts sollen dich, Indra, die langmähnigen (Rosse) in deinem leichten Wagen tragen, damit du dich auf das heilige, von Ghee triefende Barhis setzest.
It is used in a Śrauta Soma context to invite Indra to the morning pressing, align the rite’s actions (barhis spread, stones set to work), and secure success and bounty.
Because the hymn is tied to the actual mechanics of Soma worship: barhis is the divine seat/ritual ground-cover, and adri are the stones that press Soma—signs that the rite is correctly underway.
It asks that the ritualist not be blamed or shamed if something goes wrong; in liturgical terms it seeks faultlessness, public acceptance of the rite, and protection of the priest’s standing.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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