
Rishi: Atharvanic tradition (late book; specific r̥ṣi not securely fixed without Anukramaṇī consultation).
Devata: Abstract powers (Ūrj, Bala, Ojas, Sahas, Abhibhūti) oriented toward rāṣṭra (realm).
Chandas: Mixed/late Atharvanic cadence; functionally treated as anuṣṭubh-like in ritual recitation.
AV 19.37 ist ein spätes atharvanisches Ermächtigungslied, das einer Person (meist einem Herrscher oder königlichen Beauftragten) und/oder einem königlichen Gerät varcas (Glanz), bala (Stärke), ojas (Lebenskraft), sahas (Wucht) und abhibhūti (überwindende Überlegenheit) «einsetzt». Von Agni als Spender heroischer Kräfte ausgehend, führt es zur Verinnerlichung durch den Ausübenden und zum rituellen «Umhertragen» (paryūhana) und besiegelt die Weihe mit der Langlebigkeitsformel «für hundert Herbste», mit dem Ziel stabiler Herrschaft und reichstragender Befähigung.
Mantra 1
बलप्राप्तिः। इ॒दं वर्चो॑ अ॒ग्निना॑ द॒त्तमाग॒न् भर्गो॒ यशः॒ सह॒ ओजो॒ वयो॒ बल॑म्। त्रय॑स्त्रिंश॒द् यानि॑ च वी॒र्याणि॒ तान्य॒ग्निः प्र द॑दातु मे
Erlangung von Kraft. Diese Ausstrahlung, von Agni gegeben, ist gekommen: Glanz, Ruhm, Macht, Lebenskraft, Lebensfülle, Stärke. Welche Heldenkräfte es auch gibt, selbst die dreiunddreißig — die möge Agni mir verleihen.
Mantra 2
वर्च॒ आ धे॑हि मे त॒न्वां॒३ सह॒ ओजो॒ वयो॒ बल॑म्। इ॒न्द्रि॒याय॑ त्वा॒ कर्म॑णे वी॒र्याय॒ प्रति॑ गृह्णामि श॒तशा॑रदाय
Lege Glanz in meinen Leib — Macht, Lebenskraft, Lebensfülle, Stärke. Dich nehme ich mir zu eigen für Herrschaft der Indriyas, für das Werk, für heldische Wirkkraft — für hundert Herbste.
Mantra 3
ऊ॒र्जे त्वा॒ बला॑य॒ त्वौज॑से॒ सह॑से त्वा । अ॒भि॒भूया॑य त्वा रा॒ष्ट्रभृ॑त्याय॒ पर्यू॑हामि श॒तशा॑रदाय
Für Saft und Nahrung lege ich dich an; für Kraft lege ich dich an; für Stärke lege ich dich an; für sieghafte Übermacht lege ich dich an. Zur Stütze des Reiches trage ich dich ringsum, damit du hundert Herbste währst.
Mantra 4
ऋ॒तुभ्य॑ष्ट्वार्त॒वेभ्यो॑ मा॒द्भ्यः सं॑वत्स॒रेभ्यः॑ । धा॒त्रे वि॑धा॒त्रे स॒मृधे॑ भू॒तस्य॒ पत॑ये यजे
Aus den Jahreszeiten nehme ich dich, aus den geordneten Zeiten, aus den Monaten, aus den Jahren. Dhātṛ und Vidhātṛ, dem Gedeihen, dem Herrn des Seienden bringe ich Verehrung dar.
It is used to confer splendour (varcas), strength (bala), vigor (ojas), force (sahas), and conquering dominance (abhibhūti), especially for royal or leadership contexts, sealing the blessing for long life and stable authority.
Agni is treated as the transmitter of divine energies into the human sphere. The hymn first receives these powers from Agni, then installs them into the body or a consecrated object through ‘taking’ and circumambulation.
It is a standard Vedic longevity seal meaning a full, complete lifespan. In this hymn it also implies enduring rule and sustained capacity to uphold the realm over many years.
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