Opening the text

Rishi: Atharvanic tradition (hymn-unit attribution varies; commonly treated as Atharvan/Bṛghu-Aṅgiras milieu)
Devata: Viśvakarman (with the Seven Ṛṣis as protective associates)
Chandas: Mixed/prose-like Atharvanic cadence (often treated as anuṣṭubh-like in parts, but not strictly metrical)
AV 19.17 ist ein Richtungs-Schutzlied (kavaca), das eine Mantra-Festung (pur) errichtet und den Praktizierenden unter die Obhut von Gottheiten stellt, die in den Himmelsrichtungen postiert sind. Durch die Wiederholung des Refrains «tasmin krame… tāṃ puraṃ praimi» „tritt“ man rituell in einen geschützten Bezirk ein, während «tasmai ātmānaṃ pari dade svāhā» die vollständige Selbstübergabe an die schützende Macht besiegelt. Seine Kraft liegt darin, die kosmische Ordnung auf den Raum um den Rezitierenden abzubilden, sodass feindliche Einflüsse (rakṣas, Furcht, Unheilszeichen) an den Grenzen der Himmelsrichtungen zurückgewiesen werden.
Mantra 1
सुरक्षा। अ॒ग्निर्मा॑ पातु॒ वसु॑भिः पु॒रस्ता॒त् तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Schutz. Agni möge mich, mit den Vasus, von vorn behüten. In jenen Schritt trete ich; darin nehme ich Zuflucht; zu jener Burg schreite ich hinaus. Er möge mich schützen, er möge über mich wachen; ihm übergebe ich mich ganz — svāhā.
Mantra 2
वा॒युर्मा॒न्तरि॑क्षेणै॒तस्या॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Vāyu, mit dem Luftraum (antarikṣa), mich aus dieser Himmelsrichtung behüten. In sie schreite ich; in ihr nehme ich Zuflucht; zu jener Burg gehe ich hinaus. Er möge mich schützen; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich mein ganzes Selbst — svāhā.
Mantra 3
सोमो॑ मा रु॒द्रैर्दक्षि॑णाया दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Soma, mit den Rudras, mich aus der südlichen Himmelsrichtung behüten. In sie schreite ich; in ihr nehme ich Zuflucht; zu jener Burg gehe ich hinaus. Er möge mich schützen; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich mein ganzes Selbst — svāhā.
Mantra 4
वरु॑णो मादि॒त्यैरे॒तस्या॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Varuṇa mit den Ādityas mich vor dieser Himmelsrichtung behüten. In sie schreite ich; in ihr suche ich Zuflucht; zu jener Feste ziehe ich hinaus. Möge er mich schützen; möge er über mich wachen: ihm übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
Mantra 5
सूर्यो॑ मा॒ द्यावा॑पृथि॒वीभ्यां॑ प्र॒तीच्या॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Sūrya mit Himmel und Erde mich vor der westlichen Himmelsrichtung behüten. In sie schreite ich; in ihr suche ich Zuflucht; zu jener Feste ziehe ich hinaus. Möge er mich schützen; möge er über mich wachen: ihm übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
Mantra 6
आपो॒ मौष॑धीमतीरे॒तस्या॑ दि॒शः पा॑न्तु॒ तासु॑ क्रमे॒ तासु॑ श्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । ता मा॑ रक्षन्तु॒ ता मा॑ गोपायन्तु॒ ताभ्य॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Mögen die Wasser, kräuterbegabt, mich vor dieser Himmelsrichtung behüten. In sie schreite ich; in ihnen suche ich Zuflucht; zu jener Feste ziehe ich hinaus. Mögen sie mich schützen; mögen sie über mich wachen: ihnen übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
Mantra 7
वि॒श्वक॑र्मा मा सप्तऋ॒षिभि॒रुदी॑च्या दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॑ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Viśvakarman mich zusammen mit den Sieben Ṛṣi aus der nördlichen Himmelsgegend schützen. Darin setze ich meinen Schritt; darin nehme ich Zuflucht; in jene Burg trete ich ein. Er möge mich behüten; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich mein ganzes Selbst — svāhā.
Mantra 8
इन्द्रो॑ मा म॒रुत्वा॑ने॒तस्या॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Indra, von den Maruts begleitet, aus dieser Himmelsrichtung mich schützen. In sie setze ich meinen Schritt; in ihr nehme ich Zuflucht; in jene Burg trete ich ein. Er möge mich behüten; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
Mantra 9
प्र॒जाप॑तिर्मा प्र॒जन॑नवान्त्स॒ह प्र॒तिष्ठा॑या ध्रु॒वाया॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Prajāpati, reich an zeugender Kraft, zusammen mit dem festen Fundament, aus der unbeweglichen Himmelsrichtung mich schützen. In sie setze ich meinen Schritt; in ihr nehme ich Zuflucht; in jene Burg trete ich ein. Er möge mich behüten; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
Mantra 10
बृह॒स्पति॑र्मा॒ विश्वै॑र्दे॒वैरू॒र्ध्वाया॑ दि॒शः पा॑तु॒ तस्मि॑न् क्रमे॒ तस्मिं॑छ्रये॒ तां पुरं॒ प्रैमि॑ । स मा॑ रक्षतु॒ स मा॑ गोपायतु॒ तस्मा॑ आ॒त्मानं॒ परि॑ ददे॒ स्वाहा॑
Möge Bṛhaspati mit allen Göttern aus der oberen Himmelsrichtung mich schützen. In sie setze ich meinen Schritt; in ihr nehme ich Zuflucht; in jene Burg trete ich ein. Er möge mich behüten; er möge über mich wachen: ihm übergebe ich ganz mein eigenes Selbst — svāhā.
It is a ritually constructed safe enclosure—formed by mantra and intention—into which the reciter ‘steps’ and ‘takes refuge,’ so harmful forces are kept outside its boundary.
Each quarter is guarded by a deity and an allied host; naming them installs a complete protective perimeter so threats linked to any direction are checked by the appropriate guardian power.
Not strictly. Svāhā functions as a sealing formula of commitment; if a lamp/fire and ghee are available, it may be paired with a small offering, but the hymn also works as a spoken kavaca with mental oblation.
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