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सोपान-आरम्भ: ‘भक्ति का जन्म’—जहाँ रामकथा को गृह-आनन्द, मंगलाचार, गुरु-आज्ञा और लोक-रीति के माध्यम से साधक के मन में ‘श्रद्धा’ का स्थिर आसन मिलता है। इस खण्ड में विवाहोत्तर गृह-प्रवेश, पूजन, दान, आशीष, और रात्रि-विश्राम जैसे दृश्य ‘धर्म-समाज’ की स्थापना करते हैं: भक्ति केवल अंतःभाव नहीं, बल्कि संस्कार-रूप जीवन-यज्ञ है।
Dieser Abschnitt ist ein dichtes Bild des nach der Hochzeit aufstrahlenden „Avadh-maṅgal“ im Bālakāṇḍa. Die Rasa-Dominanz ruht auf Śṛṅgāra (Ehebund) und Vātsalya (Mutterherz), doch sein innerer Ton ist śānta-bhakti—denn jede Handlung (Füße waschen, Āratī, Gabe, Guru-Verehrung, Deva- und Pitṛ-Tarpaṇ) wird zur veredelten Form der Sādhana. Tulsī verachtet die loka-rīti nicht; er heiligt sie durch die Beziehung zu Rāma. Die „janu“-Vergleiche (dem Yogi das höchste Tattva, dem Kranken Amṛta, dem Blinden Augenlicht) verwandeln das Hausfest in ein Symbol geistlicher Befreiung—die Frucht der Bhakti ist nicht nur Jenseits, sondern unmittelbar erfahrte Wonne. Das Kommen von Guru Vasiṣṭha und Kauśika und der Gesang von Ruhm und Erzählung in der Königshalle bilden eine Brücke zwischen Śāstra und Līlā: Die süße Gestalt des saguṇa Rāma wird zum leicht zugänglichen Tor zum nirguṇa Brahman.
Verse 736 (चौपाई)
चारि सिंघासन सहज सुहाए। जनु मनोज निज हाथ बनाए।। तिन्ह पर कुअँरि कुअँर बैठारे। सादर पाय पुनित पखारे।। धूप दीप नैबेद बेद बिधि। पूजे बर दुलहिनि मंगलनिधि।। बारहिं बार आरती करहीं। ब्यजन चारु चामर सिर ढरहीं।। बस्तु अनेक निछावर होहीं। भरीं प्रमोद मातु सब सोहीं।। पावा परम तत्व जनु जोगीं। अमृत लहेउ जनु संतत रोगीं।। जनम रंक जनु पारस पावा। अंधहि लोचन लाभु सुहावा।। मूक बदन जनु सारद छाई। मानहुँ समर सूर जय पाई।।
Vier Throne, lieblich anzusehen, standen dort, als hätte Kamadeva sie selbst mit seinen eigenen Händen gefertigt. Darauf wurden die Prinzen und Prinzessinnen platziert; mit Ehrfurcht wurden ihre Füße gewaschen und geheiligt. Mit Weihrauch, Lampen, Speiseopfern und vedischen Riten wurden die Bräutigame und die Bräute, die Schatzhäuser des Segens sind, verehrt. Zwölfmal führten sie die Arati-Zeremonie durch; schöne Fächer und Yak-Schweifwedel wurden über ihren Häuptern geschwenkt. Unzählige Gaben wurden dargebracht; die Mütter, von Freude erfüllt, blickten entzückt zu. Es war, als hätte ein Yogi die höchste Wahrheit erlangt, oder als hätte ein ewig Kranker den Nektar der Unsterblichkeit erhalten. Es war, als hätte ein als Bettler Geborener den Stein der Weisen gefunden, oder als hätte ein Blinder den Segen des Augenlichts erlangt. Es war, als hätte der Stumme die Gabe der Beredsamkeit von Saraswati erhalten, oder als hätte ein Krieger den Sieg in der Schlacht errungen.
Verse 737 (दोहा/सोरठा)
एहि सुख ते सत कोटि गुन पावहिं मातु अनंदु। भाइन्ह सहित बिआहि घर आए रघुकुलचंदु।।350(क)।। लोक रीत जननी करहिं बर दुलहिनि सकुचाहिं। मोदु बिनोदु बिलोकि बड़ रामु मनहिं मुसकाहिं।।350(ख)।।
Aus dieser Freude erlangten die Mütter hundert Millionen Mal größere Seligkeit. Zusammen mit ihren Brüdern kehrte der Mond des Raghu-Geschlechts mit seiner Braut nach Hause zurück. Nach weltlicher Sitte neckten die Mütter die neuen Bräute, die sich schämten. Beim Anblick des großen Rama freuten sie sich und waren ausgelassen, während Rama in seinem Herzen lächelte.
Verse 738 (चौपाई)
देव पितर पूजे बिधि नीकी। पूजीं सकल बासना जी की।। सबहिं बंदि मागहिं बरदाना। भाइन्ह सहित राम कल्याना।। अंतरहित सुर आसिष देहीं। मुदित मातु अंचल भरि लेंहीं।। भूपति बोलि बराती लीन्हे। जान बसन मनि भूषन दीन्हे।। आयसु पाइ राखि उर रामहि। मुदित गए सब निज निज धामहि।। पुर नर नारि सकल पहिराए। घर घर बाजन लगे बधाए।। जाचक जन जाचहि जोइ जोई। प्रमुदित राउ देहिं सोइ सोई।। सेवक सकल बजनिआ नाना। पूरन किए दान सनमाना।।
Sie verehrten die Götter und die Ahnen mit den rechten Riten; sie erfüllten jeden Wunsch ihrer Herzen. Nachdem sie sich vor allen verneigt hatten, erbaten sie Segen: Mögen Rama und seine Brüder immer gedeihen. Die Götter, obwohl unsichtbar, gaben ihren Segen; die freudigen Mütter empfingen ihn mit gefalteten Händen. Der König rief die Hochzeitsgäste und nahm sie auf; ihre Bedürfnisse erkennend, gab er ihnen Kleider, Edelsteine und Schmuck. Nachdem sie den Befehl empfangen und Rama in ihren Herzen bewahrt hatten, kehrten alle freudig in ihre eigenen Heimstätten zurück. Die Männer und Frauen der Stadt legten alle feine Kleider an; in jedem Haus begannen die Instrumente des Festes zu spielen. Was die Bittsteller auch erbaten, genau das gab ihnen der freudige König. Alle Diener empfingen verschiedene Gaben; der König vollendete seine Geschenke und erwies ihnen Ehre.
Verse 739 (दोहा/सोरठा)
देंहिं असीस जोहारि सब गावहिं गुन गन गाथ। तब गुर भूसुर सहित गृहँ गवनु कीन्ह नरनाथ।।351।।
Alle boten Segen und Ehrerbietungen dar und sangen Lieder von unzähligen Tugenden. Dann nahm der Herr der Menschen, mit seinem Lehrer und den Brahmanen, Abschied vom Haus.
Verse 740 (चौपाई)
जो बसिष्ठ अनुसासन दीन्ही। लोक बेद बिधि सादर कीन्ही।। भूसुर भीर देखि सब रानी। सादर उठीं भाग्य बड़ जानी।। पाय पखारि सकल अन्हवाए। पूजि भली बिधि भूप जेवाँए।। आदर दान प्रेम परिपोषे। देत असीस चले मन तोषे।। बहु बिधि कीन्हि गाधिसुत पूजा। नाथ मोहि सम धन्य न दूजा।। कीन्हि प्रसंसा भूपति भूरी। रानिन्ह सहित लीन्हि पग धूरी।। भीतर भवन दीन्ह बर बासु। मन जोगवत रह नृप रनिवासू।। पूजे गुर पद कमल बहोरी। कीन्हि बिनय उर प्रीति न थोरी।।
Welche Unterweisung Vashishtha auch gegeben hatte, der König führte sie mit Ehrfurcht aus, gemäß den Veden und der rechten Ordnung. Als alle Königinnen voller Freude sahen, erhoben sich die Brahmanen mit Respekt und erkannten ihr großes Glück. Sie wuschen ihre Füße und beseitigten alle Ermüdung; sie ehrten sie gut und der König bewirtete sie. Mit Ehre, Gaben und liebevoller Fürsorge gaben sie Segen und gingen fort, ihre Herzen zufrieden. Auf vielerlei Weise erwies der Sohn von Gadhi Verehrung; "O Herr, es gibt keinen anderen so Gesegneten wie mich." Der König lobte ihn reichlich; zusammen mit den Königinnen nahm er den Staub seiner Füße. Er gab ihnen schöne Unterkünfte im Palast; der König blieb in seinem Herzen dem Weisen zugewandt. Wieder verehrte er die Lotusfüße des Guru und brachte Bitten vor, mit nicht geringer Liebe in seinem Herzen.
Verse 741 (दोहा/सोरठा)
बधुन्ह समेत कुमार सब रानिन्ह सहित महीसु। पुनि पुनि बंदत गुर चरन देत असीस मुनीसु।।352।।
Zusammen mit den Bräuten, allen Prinzen und den Königinnen verneigt sich der König immer wieder vor den Füßen des Gurus, während der Herr der Weisen Segen spendet.
Verse 742 (चौपाई)
बिनय कीन्हि उर अति अनुरागें। सुत संपदा राखि सब आगें।। नेगु मागि मुनिनायक लीन्हा। आसिरबादु बहुत बिधि दीन्हा।। उर धरि रामहि सीय समेता। हरषि कीन्ह गुर गवनु निकेता।। बिप्रबधू सब भूप बोलाई। चैल चारु भूषन पहिराई।। बहुरि बोलाइ सुआसिनि लीन्हीं। रुचि बिचारि पहिरावनि दीन्हीं।। नेगी नेग जोग सब लेहीं। रुचि अनुरुप भूपमनि देहीं।। प्रिय पाहुने पूज्य जे जाने। भूपति भली भाँति सनमाने।। देव देखि रघुबीर बिबाहू। बरषि प्रसून प्रसंसि उछाहू।।
Er flehte mit großer Liebe in seinem Herzen an, indem er seine Söhne und seinen Reichtum vor sich darbot. Er bat um ein Hochzeitsgeschenk und nahm es vom Herrn der Weisen entgegen; er empfing Segen auf vielfältige Weise. Rama und Sita im Herzen tragend, freute er sich und nahm Abschied von seinem Guru, um nach Hause zurückzukehren. Er rief alle Brahminenfrauen herbei und kleidete sie in feine Gewänder und schönen Schmuck. Wiederum rief er die verheirateten Frauen und nahm sie auf; er gab ihnen Gewänder, die ihnen gefielen. Die Hochzeitsgäste empfingen alle angemessenen Geschenke; der König gab, was ihrem Gefallen entsprach. Diejenigen, die die lieben Gäste als ehrwürdig erkannten, ehrte der König auf treffliche Weise. Als die Götter die Hochzeit des Herrn der Raghus sahen, regneten sie Blumen herab und priesen ihn mit Jubel.
Verse 743 (दोहा/सोरठा)
चले निसान बजाइ सुर निज निज पुर सुख पाइ। कहत परसपर राम जसु प्रेम न हृदयँ समाइ।।353।।
Die Götter zogen fort, indem sie ihre Instrumente spielten, und jeder kehrte mit Freude in seine eigene Stadt zurück. Sie sprachen miteinander vom Ruhm Ramas, ihre Herzen konnten ihre Liebe nicht fassen.
Verse 744 (चौपाई)
सब बिधि सबहि समदि नरनाहू। रहा हृदयँ भरि पूरि उछाहू।। जहँ रनिवासु तहाँ पगु धारे। सहित बहूटिन्ह कुअँर निहारे।। लिए गोद करि मोद समेता। को कहि सकइ भयउ सुखु जेता।। बधू सप्रेम गोद बैठारीं। बार बार हियँ हरषि दुलारीं।। देखि समाजु मुदित रनिवासू। सब कें उर अनंद कियो बासू।। कहेउ भूप जिमि भयउ बिबाहू। सुनि हरषु होत सब काहू।। जनक राज गुन सीलु बड़ाई। प्रीति रीति संपदा सुहाई।। बहुबिधि भूप भाट जिमि बरनी। रानीं सब प्रमुदित सुनि करनी।।
Auf jede Weise erwies der Herr der Menschen allen Ehre; sein Herz blieb erfüllt von überströmender Freude. Wo immer die Frauen Gemächer waren, dahin richtete er seine Schritte; zusammen mit den Bräuten schaute er die Prinzen an. Er nahm sie mit Freude in seine Arme; wer kann sagen, wie groß das Glück war? Die Bräute ließen sie liebevoll auf ihrem Schoß Platz nehmen; immer wieder drückten sie sie voll Freude an ihr Herz. Als die Versammlung die Frauen des Palastes sah, waren sie erfreut; Freude nahm in jedermanns Herzen Wohnung. Der König erzählte, wie die Hochzeit stattgefunden hatte; als sie es hörten, entstand Freude bei allen. König Janakas Tugenden, Charakter und Größe, seine Liebe, seine Bräuche und sein Reichtum waren alle wunderschön. Auf vielfältige Weise beschrieb der König es, wie Barden es singen mögen; alle Königinnen hörten es und freuten sich über die Erzählung.
Verse 745 (दोहा/सोरठा)
सुतन्ह समेत नहाइ नृप बोलि बिप्र गुर ग्याति। भोजन कीन्ह अनेक बिधि घरी पंच गइ राति।।354।।
Der König badete zusammen mit seinen Söhnen, und nachdem er die Brahminen, die Lehrer und die Verwandten gerufen hatte, speiste er sie auf vielfältige Weise; die Nacht verging in fünf Wachen.
Verse 746 (चौपाई)
मंगलगान करहिं बर भामिनि। भै सुखमूल मनोहर जामिनि।। अँचइ पान सब काहूँ पाए। स्त्रग सुगंध भूषित छबि छाए।। रामहि देखि रजायसु पाई। निज निज भवन चले सिर नाई।। प्रेम प्रमोद बिनोदु बढ़ाई। समउ समाजु मनोहरताई।। कहि न सकहि सत सारद सेसू। बेद बिरंचि महेस गनेसू।। सो मै कहौं कवन बिधि बरनी। भूमिनागु सिर धरइ कि धरनी।। नृप सब भाँति सबहि सनमानी। कहि मृदु बचन बोलाई रानी।। बधू लरिकनीं पर घर आईं। राखेहु नयन पलक की नाई।।
Schöne Brahminenfrauen sangen heilige Lieder, und die entzückende Nacht wurde zur Wurzel der Freude. Betelblätter wurden an alle verteilt; der ganze Ort war erfüllt von Duft und geschmückt mit überragender Schönheit. Nachdem sie Rama geschaut hatten, waren alle zufrieden; sie neigten ihre Häupter und gingen in ihre eigenen Häuser. Liebe, Freude und Heiterkeit wuchsen; die Stunde und die Versammlung wurden immer bezaubernder. Shesha mit seinen tausend Köpfen, Brahma, Shiva, Ganesha, die Veden und die Göttin des Lernens können es nicht vollständig erzählen. Wie soll ich es dann beschreiben? Trägt die Schlange der Erde die Welt auf ihrem Haupt, oder trägt die Erde sie? Der König ehrte alle auf jede Weise, und mit sanften Worten rief er die Königinnen. Die Bräute waren als junge Mädchen in ihr neues Heim gekommen; er hütete sie wie die Pupillen seiner eigenen Augen.
Verse 747 (दोहा/सोरठा)
लरिका श्रमित उनीद बस सयन करावहु जाइ। अस कहि गे बिश्रामगृहँ राम चरन चितु लाइ।।355।।
Die Kinder sind müde und schläfrig; geht und bettet sie schlafen. So sprechend ging er in seine Ruhekammern, sein Geist auf Ramas Füße gerichtet.
Verse 748 (चौपाई)
भूप बचन सुनि सहज सुहाए। जरित कनक मनि पलँग डसाए।। सुभग सुरभि पय फेन समाना। कोमल कलित सुपेतीं नाना।। उपबरहन बर बरनि न जाहीं। स्त्रग सुगंध मनिमंदिर माहीं।। रतनदीप सुठि चारु चँदोवा। कहत न बनइ जान जेहिं जोवा।। सेज रुचिर रचि रामु उठाए। प्रेम समेत पलँग पौढ़ाए।। अग्या पुनि पुनि भाइन्ह दीन्ही। निज निज सेज सयन तिन्ह कीन्ही।। देखि स्याम मृदु मंजुल गाता। कहहिं सप्रेम बचन सब माता।। मारग जात भयावनि भारी। केहि बिधि तात ताड़का मारी।।
Als sie die Worte des Königs hörten, waren sie von Natur an erfreut; goldene Betten wurden ausgebreitet und mit Juwelen besetzt. Sie waren lieblich und duftend, weiß wie Milchschaum, weich und wohlgestaltet in verschiedenen Mustern. Ihre Decken waren von feinster Qualität, jenseits aller Beschreibung; die juwelenbesetzten Kammern waren von Duft erfüllt. Juwelene Laternen und schöne Baldachine waren dort; es kann nicht erzählt werden, denn wer hat die Macht, es ganz zu wissen? Rama wurde gehoben und auf ein prächtiges Bett gelegt; mit Liebe wurde er auf das Lager gebettet. Immer wieder wurde den Brüdern Erlaubnis gegeben; dann zogen sie sich auf ihre eigenen Betten zurück. Als sie Ramas dunklen, zarten und lieblichen Körper sahen, sprachen alle Mütter Worte voller Liebe. Als du den Weg gingst, war der Wald schrecklich; auf welche Weise, liebes Kind, hast du Tadaka erschlagen?
Verse 749 (दोहा/सोरठा)
घोर निसाचर बिकट भट समर गनहिं नहिं काहु। मारे सहित सहाय किमि खल मारीच सुबाहु।।356।।
Die Nachtwandler waren grimmig und der Wald wild; die Scharen in der Schlacht konnten von niemandem gestellt werden. Wie hast du die Bösen Maricha und Subahu zusammen mit ihren Helfern erschlagen?
Verse 750 (चौपाई)
मुनि प्रसाद बलि तात तुम्हारी। ईस अनेक करवरें टारी।। मख रखवारी करि दुहुँ भाई। गुरु प्रसाद सब बिद्या पाई।। मुनितय तरी लगत पग धूरी। कीरति रही भुवन भरि पूरी।। कमठ पीठि पबि कूट कठोरा। नृप समाज महुँ सिव धनु तोरा।। बिस्व बिजय जसु जानकि पाई। आए भवन ब्याहि सब भाई।। सकल अमानुष करम तुम्हारे। केवल कौसिक कृपाँ सुधारे।। आजु सुफल जग जनमु हमारा। देखि तात बिधुबदन तुम्हारा।। जे दिन गए तुम्हहि बिनु देखें। ते बिरंचि जनि पारहिं लेखें।।
Durch die Gnade des Weisen, o Vater, hast du viele Ishvaras besiegt und niedergeworfen. Das Opfer beschützend, führten die beiden Brüder ihre Aufgabe aus; durch die Gnade des Gurus erlangten sie alles Wissen. Sie hingen immer am Staub der Füße des Weisen; ihr Ruhm erfüllte die ganze Welt. Sie brachen Shivas mächtigen Bogen in der Versammlung der Könige, wie man ein Rohr oder eine harte Schale zerbricht. Weltweiten Ruhm gewinnend, kehrten sie nach Hause zurück; alle Brüder wurden vermählt. Alle deine Taten sind übermenschlich; nur durch Kushikas Gnade wurden sie vollbracht. Heute ist unsere Geburt in dieser Welt erfüllt, da wir dein mondgleiches Gesicht schauen, o Vater. Die Tage, die vergingen, ohne dich zu sehen, möge Brahma als so viele Zeitalter zählen.
Verse 751 (दोहा/सोरठा)
राम प्रतोषीं मातु सब कहि बिनीत बर बैन। सुमिरि संभु गुर बिप्र पद किए नीदबस नैन।।357।।
Rama erfreute seine Mütter mit aller Demut und gnädigen Worten, und indem er sich vor den Füßen Shivas, seines Guru, und der Brahmanen verneigte, schloss er die Augen zum Schlaf.
Verse 752 (चौपाई)
नीदउँ बदन सोह सुठि लोना। मनहुँ साँझ सरसीरुह सोना।। घर घर करहिं जागरन नारीं। देहिं परसपर मंगल गारीं।। पुरी बिराजति राजति रजनी। रानीं कहहिं बिलोकहु सजनी।। सुंदर बधुन्ह सासु लै सोई। फनिकन्ह जनु सिरमनि उर गोई।। प्रात पुनीत काल प्रभु जागे। अरुनचूड़ बर बोलन लागे।। बंदि मागधन्हि गुनगन गाए। पुरजन द्वार जोहारन आए।। बंदि बिप्र सुर गुर पितु माता। पाइ असीस मुदित सब भ्राता।। जननिन्ह सादर बदन निहारे। भूपति संग द्वार पगु धारे।।
Sein Antlitz strahlte wunderbar im Schlaf, wie ein Lotus am Abend, der seine Blütenblätter schließt. In jedem Haus hielten die Frauen Wache und sangen einander glückverheißende Lieder. Die Stadt erstrahlte in der Nacht; die Königinnen sprachen: "Seht, ihr lieben Freundinnen, den schönen Bräutigam." Die Schwiegermutter nahm den schönen Bräutigam an ihr Herz, wie die Schlange Shesha das Juwel auf ihrem Haupt umschließt. Zur heiligen Stunde der Morgenröte erwachte der Herr, und die schön gekämmten Papageien begannen zu sprechen. Die Barden sangen sein Lob; die Bürger kamen zur Tür, um ihre Huldigung darzubringen. Nachdem sie sich vor den Brahmanen, den Göttern, dem Guru, Vater und Mutter verneigt und Segen empfangen hatten, freuten sich alle Brüder. Die Mütter blickten liebevoll auf sein Angesicht; mit dem König stand er an der Tür.
Verse 753 (दोहा/सोरठा)
कीन्ह सौच सब सहज सुचि सरित पुनीत नहाइ। प्रातक्रिया करि तात पहिं आए चारिउ भाइ।।358।।
Er verrichtete seine Waschungen mit natürlicher Reinheit, badete im heiligen Fluss, und nachdem er seine Morgenrituale vollzogen hatte, traten die vier Brüder vor ihren Vater.
Verse 754 (चौपाई)
भूप बिलोकि लिए उर लाई। बैठै हरषि रजायसु पाई।। देखि रामु सब सभा जुड़ानी। लोचन लाभ अवधि अनुमानी।। पुनि बसिष्टु मुनि कौसिक आए। सुभग आसनन्हि मुनि बैठाए।। सुतन्ह समेत पूजि पद लागे। निरखि रामु दोउ गुर अनुरागे।। कहहिं बसिष्टु धरम इतिहासा। सुनहिं महीसु सहित रनिवासा।। मुनि मन अगम गाधिसुत करनी। मुदित बसिष्ट बिपुल बिधि बरनी।। बोले बामदेउ सब साँची। कीरति कलित लोक तिहुँ माची।। सुनि आनंदु भयउ सब काहू। राम लखन उर अधिक उछाहू।।
Der König nahm sie beim Anblick an sein Herz und saß voller Freude, nachdem er seines Herzens Wunsch erlangt hatte. Beim Anblick Ramas wurde die ganze Versammlung von Freude erfüllt und erachtete den Anblick als grenzenlosen Gewinn. Dann kamen Vashishtha und der Weise Kushika; die Weisen wurden auf schönen Sitzen platziert. Mit ihren Söhnen verehrten sie die Füße der Weisen; beide Gurus blickten mit Liebe auf Rama. Vashishtha erzählte die Geschichte der Rechtschaffenheit; der König und die Königinnen hörten zu. Die Taten des Sohnes von Gadhi waren jenseits der Gedanken der Weisen; der freudige Vashishtha beschrieb sie ausführlich. Vamadeva sprach: "All dies ist wahr; sein Ruhm hat sich durch alle drei Welten verbreitet." Als sie dies hörten, wurden alle von Freude erfüllt; in den Herzen Ramas und Lakshmanas war große Begeisterung.
Verse 755 (दोहा/सोरठा)
मंगल मोद उछाह नित जाहिं दिवस एहि भाँति। उमगी अवध अनंद भरि अधिक अधिक अधिकाति।।359।।
Tag für Tag verging in glückverheißender Freude und Fröhlichkeit auf diese Weise. Ayodhya war von Seligkeit erfüllt, und die Wonne wuchs immer größer und größer.
परम्परा में यह खण्ड ‘गृह-मंगल’ और ‘दाम्पत्य-संस्कार’ को राम-सम्बन्ध से पवित्र करने वाला माना जाता है—श्रवण/पाठ से घर में सौहार्द, दान-प्रवृत्ति, गुरु-भक्ति और ‘वात्सल्य-रस’ की वृद्धि होती है; विशेषतः विवाह, गृह-प्रवेश, या कुल-देवता पूजन के अवसर पर मंगल-पाठ के रूप में फलदायक कहा जाता है।
मंगल-सम्पुट के रूप में अनेक परम्पराएँ ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’ या ‘सियाराममय सब जग जानी’ का जप-सम्पुट जोड़ती हैं; गृह-मंगल प्रसंगों में ‘राम’ नाम-सम्पुट (प्रत्येक दोहा/चौपाई के बाद ‘राम राम’) भी लोक-प्रचलित है।
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