यह सोपान ‘धर्म-संकट’ से ‘शरणागति’ की ओर चढ़ने का द्वार है: राज्य-व्यवस्था (राजधर्म) टूटती दिखती है, पर भक्त-हृदय में राम-नाम का राज्य (रामराज्य-तत्त्व) स्थापित होता है। यहाँ वियोग, लोक-लज्जा, और अपजस के बीच ‘राम-पद-संमुखता’ ही मुक्ति-सीढ़ी का अगला पायदान बनती है।
Die Rasa‑Fügung des Ayodhyā‑Kāṇḍa schwingt zwischen Karuṇa und Śānta: auf der einen Seite Trauer in der Weltordnung durch Kaikeyīs Zerstörung, auf der anderen Seite läutert Bharatas Rāma‑Liebe sie und wandelt sie in „Śaraṇāgati‑Rasa“ um. Im vorliegenden Abschnitt wendet Bharata selbst inmitten von Kaikeyīs grausamen Vorwürfen den Geist den Füßen Rāmas zu—dies ist der Gipfel der Dāsya‑Bhakti. Tulsī zeigt hier die Königsmacht dem „pariṇāma‑dharma“ (Dharma der Folgen/Früchte) unterstellt: Besitz, Stadt, Heer—alles gehört Raghu‑pati; die Pflicht des Dieners ist das Wohl des Herrn. Zugleich ist der Zweifel des Niṣāda‑Königs Guha Volkswirklichkeit—auch auf dem Bhakti‑Pfad sind Viveka und Vorsicht nötig. Der Platz dieses Kāṇḍa im „Sopāna“ ist entscheidend: In äußerem Verlust geschieht der Sieg des Inneren—allein das Gehen zu Rāma wird zur festen Stufe der Befreiungsleiter.
Chaupai 180.1-4
कैकेई भव तनु अनुरागे।पाँवर प्रान अघाइ अभागे।।
जौं प्रिय बिरहँ प्रान प्रिय लागे।देखब सुनब बहुत अब आगे।।
लखन राम सिय कहुँ बनु दीन्हा।पठइ अमरपुर पति हित कीन्हा।।
लीन्ह बिधवपन अपजसु आपू।दीन्हेउ प्रजहि सोकु संतापू।।
मोहि दीन्ह सुखु सुजसु सुराजू।कीन्ह कैकेईं सब कर काजू।।
एहि तें मोर काह अब नीका।तेहि पर देन कहहु तुम्ह टीका।।
कैकई जठर जनमि जग माहीं।यह मोहि कहँ कछु अनुचित नाहीं।।
मोरि बात सब बिधिहिं बनाई।प्रजा पाँच कत करहु सहाई।।
kaikeī bhava tanu anurāge |pā̃vara prāna aghāi abhāge ||
jauṁ priya birahã prāna priya lāge |dekhaba sunaba bahuta aba āge ||
lakhana rāma siya kahũ banu dīnhā |paṭhai amarapura pati hita kīnhā ||
līnha bidhavapana apajasu āpū |dīnheu prajahi soku saṁtāpū ||
mohi dīnha sukhu sujasu surājū |kīnha kaikeīṁ saba kara kājū ||
ehi teṁ mora kāha aba nīkā |tehi para dena kahahu tumha ṭīkā ||
kaikaī jaṭhara janami jaga māhīṁ |yaha mohi kahã kachu anucita nāhīṁ ||
mori bāta saba bidhihiṁ banāī |prajā pā̃ca kata karahu sahāī ||
Mein elendes und unglückliches Leben hat sich an den von Kaikeyi geborenen Körper geklammert und ist satt geworden. Wenn mir selbst in der Trennung von meinem Geliebten das Leben noch teuer ist, dann werde ich weiterhin vieles zu sehen und zu hören haben. Sie gab Rama, Sita und Lakshmana den Wald, und indem sie ihren Gatten in die Stadt der Unsterblichen schickte, erwies sie ihm einen Gefallen. Sie nahm Witwenschaft und Schande auf sich und gab dem Volk Kummer und Qual. Mir gab sie Glück, guten Ruf und ein Königreich. Kaikeyi hat wahrlich jedermanns Zweck gedient. Was ist daran alles, was mir jetzt frommt? Und obendrein sagt ihr mir, ich solle das Zeichen der Königsherrschaft annehmen. Da ich in der Welt aus Kaikeyis Schoß geboren wurde, ist nichts, was mir widerfährt, unpassend. Das Schicksal hat bereits alle meine Angelegenheiten geordnet. Warum also, ihr guten Leute des Rates, bietet ihr eure Hilfe an?
Doha 180
ग्रह ग्रहीत पुनि बात बस तेहि पुनि बीछी मार।तेहि पिआइअ बारुनी कहहु काह उपचार।।180।।
graha grahīta puni bāta basa tehi puni bīchī māra |tehi piāia bārunī kahahu kāha upacāra ||180||
Ein Mann, bereits von einem bösen Geist ergriffen, dann von der Windkrankheit befallen und dann von einem Skorpion gestochen: wenn man ihm Schnaps zu trinken gibt, sagt mir, was für ein Heilmittel ist das?
Chaupai 181.1-4
कैकइ सुअन जोगु जग जोई।चतुर बिरंचि दीन्ह मोहि सोई।।
दसरथ तनय राम लघु भाई।दीन्हि मोहि बिधि बादि बड़ाई।।
तुम्ह सब कहहु कढ़ावन टीका।राय रजायसु सब कहँ नीका।।
उतरु देउँ केहि बिधि केहि केही।कहहु सुखेन जथा रुचि जेही।।
मोहि कुमातु समेत बिहाई।कहहु कहिहि के कीन्ह भलाई।।
मो बिनु को सचराचर माहीं।जेहि सिय रामु प्रानप्रिय नाहीं।।
परम हानि सब कहँ बड़ लाहू।अदिनु मोर नहि दूषन काहू।।
संसय सील प्रेम बस अहहू।सबुइ उचित सब जो कछु कहहू।।
kaikai suana jogu jaga joī |catura biraṁci dīnha mohi soī ||
dasaratha tanaya rāma laghu bhāī |dīnhi mohi bidhi bādi baṛāī ||
tumha saba kahahu kaṛhāvana ṭīkā |rāya rajāyasu saba kahã nīkā ||
utaru deũ kehi bidhi kehi kehī |kahahu sukhena jathā ruci jehī ||
mohi kumātu sameta bihāī |kahahu kahihi ke kīnha bhalāī ||
mo binu ko sacarācara māhīṁ |jehi siya rāmu prānapriya nāhīṁ ||
parama hāni saba kahã baṛa lāhū |adinu mora nahi dūṣana kāhū ||
saṁsaya sīla prema basa ahahū |sabui ucita saba jo kachu kahahū ||
Welches Glück in dieser Welt dem Sohn Kaikeyis gebührt, das hat mir der kluge Brahma genau gegeben. Der Sohn Dasharathas und der jüngere Bruder Ramas zu sein: diese Größe hat mir der Schöpfer ebenfalls vergebens gegeben. Ihr alle sagt mir, ich solle mir das königliche Zeichen der Salbung aufsetzen lassen; und der Befehl des Königs ist gut in den Augen aller. Auf welche Weise und wem von euch soll ich eine Antwort geben? Ein jeder von euch, sprecht frei, wie es euch beliebt. Abgesehen von mir und meiner bösen Mutter, sagt mir, wer wird sagen, dass jemand eine gute Tat getan hat? Außer mir, wer gibt es in der ganzen Welt, dem Beweglichen und Unbeweglichen, dem Sita und Rama nicht so lieb sind wie das Leben? Was für alle der größte Verlust ist, ist für mich ein großer Gewinn. Das ist mein eigenes Missgeschick; an niemand sonst ist ein Fehler. Ihr sprecht aus Zweifel, Höflichkeit und Liebe; alles, was ihr sagt, ist angemessen.
Doha 181
राम मातु सुठि सरलचित मो पर प्रेमु बिसेषि।कहइ सुभाय सनेह बस मोरि दीनता देखि।।181।।
rāma mātu suṭhi saralacita mo para premu biseṣi |kahai subhāya saneha basa mori dīnatā dekhi ||181||
Ramas Mutter ist von überaus einfachem Herzen, mit besonderer Liebe für mich. Sie spricht auf natürliche Weise, überwältigt von Zuneigung, als sie meine Niedrigkeit sieht.
Chaupai 182.1-4
गुर बिबेक सागर जगु जाना।जिन्हहि बिस्व कर बदर समाना।।
मो कहँ तिलक साज सज सोऊ।भएँ बिधि बिमुख बिमुख सबु कोऊ।।
परिहरि रामु सीय जग माहीं।कोउ न कहिहि मोर मत नाहीं।।
सो मैं सुनब सहब सुखु मानी।अंतहुँ कीच तहाँ जहँ पानी।।
डरु न मोहि जग कहिहि कि पोचू।परलोकहु कर नाहिन सोचू।।
एकइ उर बस दुसह दवारी।मोहि लगि भे सिय रामु दुखारी।।
जीवन लाहु लखन भल पावा।सबु तजि राम चरन मनु लावा।।
मोर जनम रघुबर बन लागी।झूठ काह पछिताउँ अभागी।।
gura bibeka sāgara jagu jānā |jinhahi bisva kara badara samānā ||
mo kahã tilaka sāja saja soū |bhaẽ bidhi bimukha bimukha sabu koū ||
parihari rāmu sīya jaga māhīṁ |kou na kahihi mora mata nāhīṁ ||
so maiṁ sunaba sahaba sukhu mānī |aṁtahũ kīca tahā̃ jahã pānī ||
ḍaru na mohi jaga kahihi ki pocū |paralokahu kara nāhina socū ||
ekai ura basa dusaha davārī |mohi lagi bhe siya rāmu dukhārī ||
jīvana lāhu lakhana bhala pāvā |sabu taji rāma carana manu lāvā ||
mora janama raghubara bana lāgī |jhūṭha kāha pachitāũ abhāgī ||
Die Welt kennt meinen Guru als einen Ozean der Weisheit, einen, für den das ganze Universum nicht mehr ist als eine Jujube-Frucht in der Handfläche. Selbst er hat die Vorbereitungen für meine Krönung getroffen. Wenn das Schicksal sich abwendet, wenden sich alle ab. Abgesehen von Rama und Sita gibt es niemanden in der Welt, der nicht sagen wird, dass dies mein eigener Plan war. Ich werde es hören und ertragen, es als eine Freude betrachtend; denn am Ende gibt es Schlamm, wo immer es Wasser gibt. Ich habe keine Angst, dass die Welt mich schimpflich nennen wird, noch habe ich irgendeine Sorge um das Jenseits. Nur ein einziges unerträgliches Waldfeuer wohnt in meinem Herzen: dass meinetwegen Sita und Rama ins Elend gestoßen wurden. Lakshmana hat den wahren Lohn des Lebens gewonnen, denn er gab alles auf und richtete seinen Sinn auf Ramas Füße. Meine Geburt war um Ramas Exil im Wald willen. Unglückseliger, der ich bin, warum bereue ich vergeblich?
Doha 182
आपनि दारुन दीनता कहउँ सबहि सिरु नाइ।देखें बिनु रघुनाथ पद जिय कै जरनि न जाइ।।182।।
āpani dāruna dīnatā kahaũ sabahi siru nāi |dekheṁ binu raghunātha pada jiya kai jarani na jāi ||182||
Indem ich mein Haupt vor allen neige, erkläre ich meine eigene schreckliche Elendigkeit: ohne die Füße Raghunaths zu sehen, wird das Brennen in meinem Herzen nicht vergehen.
Chaupai 183.1-4
आन उपाउ मोहि नहि सूझा।को जिय कै रघुबर बिनु बूझा।।
एकहिं आँक इहइ मन माहीं।प्रातकाल चलिहउँ प्रभु पाहीं।।
जद्यपि मैं अनभल अपराधी।भै मोहि कारन सकल उपाधी।।
तदपि सरन सनमुख मोहि देखी।छमि सब करिहहिं कृपा बिसेषी।।
सील सकुच सुठि सरल सुभाऊ।कृपा सनेह सदन रघुराऊ।।
अरिहुक अनभल कीन्ह न रामा।मैं सिसु सेवक जद्यपि बामा।।
तुम्ह पै पाँच मोर भल मानी।आयसु आसिष देहु सुबानी।।
जेहिं सुनि बिनय मोहि जनु जानी।आवहिं बहुरि रामु रजधानी।।
āna upāu mohi nahi sūjhā |ko jiya kai raghubara binu būjhā ||
ekahiṁ ā̃ka ihai mana māhīṁ |prātakāla calihaũ prabhu pāhīṁ ||
jadyapi maiṁ anabhala aparādhī |bhai mohi kārana sakala upādhī ||
tadapi sarana sanamukha mohi dekhī |chami saba karihahiṁ kṛpā biseṣī ||
sīla sakuca suṭhi sarala subhāū |kṛpā saneha sadana raghurāū ||
arihuka anabhala kīnha na rāmā |maiṁ sisu sevaka jadyapi bāmā ||
tumha pai pā̃ca mora bhala mānī |āyasu āsiṣa dehu subānī ||
jehiṁ suni binaya mohi janu jānī |āvahiṁ bahuri rāmu rajadhānī ||
Mir fällt kein anderes Mittel ein. Wer kennt das Herz ohne den Herrn der Raghus? Nur dieser eine Entschluss steht in meinem Sinn fest: im Morgengrauen werde ich zum Herrn gehen. Obwohl ich ein böser Sünder bin und all dieses Unheil meinetwegen entstanden ist, wird er mich dennoch, wenn er mich vor sich Zuflucht suchen sieht, alles vergeben und mir besondere Gnade erweisen. Der König der Raghus ist sanft und bescheiden, von vollkommen einfacher Natur, eine Stätte des Erbarmens und der Liebe. Rama hat nie auch nur einem Feind Schaden zugefügt; und ich bin sein Kind und Diener, wenn auch verkehrt. Ihr alle, haltet dies für mein Bestes, gebt mir eure Erlaubnis und euren Segen mit freundlichen Worten. Damit Rama, meine Bitte hörend und mich als den seinen erkennend, in seine Hauptstadt zurückkehre.
Doha 183
जद्यपि जनमु कुमातु तें मैं सठु सदा सदोस।आपन जानि न त्यागिहहिं मोहि रघुबीर भरोस।।183।।
jadyapi janamu kumātu teṁ maiṁ saṭhu sadā sadosa |āpana jāni na tyāgihahiṁ mohi raghubīra bharosa ||183||
Obwohl ich von einer bösen Mutter geboren wurde und ein Nichtsnutz bin, stets voller Fehler, vertraue ich dennoch auf den Helden der Raghus: er wird mich als den seinen erkennen und mich nicht aufgeben.
Chaupai 184.1-4
भरत बचन सब कहँ प्रिय लागे।राम सनेह सुधाँ जनु पागे।।
लोग बियोग बिषम बिष दागे।मंत्र सबीज सुनत जनु जागे।।
मातु सचिव गुर पुर नर नारी।सकल सनेहँ बिकल भए भारी।।
भरतहि कहहि सराहि सराही।राम प्रेम मूरति तनु आही।।
तात भरत अस काहे न कहहू।प्रान समान राम प्रिय अहहू।।
जो पावँरु अपनी जड़ताई।तुम्हहि सुगाइ मातु कुटिलाई।।
सो सठु कोटिक पुरुष समेता।बसिहि कलप सत नरक निकेता।।
अहि अघ अवगुन नहि मनि गहई।हरइ गरल दुख दारिद दहई।।
bharata bacana saba kahã priya lāge |rāma saneha sudhā̃ janu pāge ||
loga biyoga biṣama biṣa dāge |maṁtra sabīja sunata janu jāge ||
mātu saciva gura pura nara nārī |sakala sanehã bikala bhae bhārī ||
bharatahi kahahi sarāhi sarāhī |rāma prema mūrati tanu āhī ||
tāta bharata asa kāhe na kahahū |prāna samāna rāma priya ahahū ||
jo pāvãru apanī jaṛatāī |tumhahi sugāi mātu kuṭilāī ||
so saṭhu koṭika puruṣa sametā |basihi kalapa sata naraka niketā ||
ahi agha avaguna nahi mani gahaī |harai garala dukha dārida dahaī ||
Bharatas Worte gefielen allen; sie schienen durchtränkt vom Nektar der Liebe zu Rama. Die Menschen, versengt vom schrecklichen Gift der Trennung, schienen beim Hören dieser Worte wieder aufzuleben, als sei ein Zauber mit seinem Keimsilbe gesprochen worden. Die Königinnenmütter, die Minister, der Guru und alle Männer und Frauen der Stadt waren zutiefst überwältigt von Zuneigung. Sie sprachen und priesen Bharata immer wieder: «Dein Körper ist das eigentliche Abbild der Liebe zu Rama.» «Lieber Bharata, warum solltest du nicht so sprechen? Du bist Rama so lieb wie sein eigenes Leben.» «Welcher Schuft auch immer aus eigener Beschränktheit behauptet, du teilest die Bosheit deiner Mutter, der Tor, zusammen mit zehn Millionen Generationen seiner Linie, wird hundert Zeitalter lang in der Wohnstätte der Hölle weilen.» Das Juwel nimmt nicht die Sünde und die schlechten Eigenschaften der Schlange an; es beseitigt Gift und verbrennt Leid und Armut.
Doha 184
अवसि चलिअ बन रामु जहँ भरत मंत्रु भल कीन्ह।सोक सिंधु बूड़त सबहि तुम्ह अवलंबनु दीन्ह।।184।।
avasi calia bana rāmu jahã bharata maṁtru bhala kīnha |soka siṁdhu būṛata sabahi tumha avalaṁbanu dīnha ||184||
Wir müssen gewiss in den Wald gehen, wo Rama ist. Bharata hat einen guten Rat gegeben. Wir alle versanken in einem Ozean der Trauer, und du hast uns einen Halt gegeben, an den wir uns klammern können.
Chaupai 185.1-4
भा सब कें मन मोदु न थोरा।जनु घन धुनि सुनि चातक मोरा।।
चलत प्रात लखि निरनउ नीके।भरतु प्रानप्रिय भे सबही के।।
मुनिहि बंदि भरतहि सिरु नाई।चले सकल घर बिदा कराई।।
धन्य भरत जीवनु जग माहीं।सीलु सनेहु सराहत जाहीं।।
कहहि परसपर भा बड़ काजू।सकल चलै कर साजहिं साजू।।
जेहि राखहिं रहु घर रखवारी।सो जानइ जनु गरदनि मारी।।
कोउ कह रहन कहिअ नहिं काहू।को न चहइ जग जीवन लाहू।।
bhā saba keṁ mana modu na thorā |janu ghana dhuni suni cātaka morā ||
calata prāta lakhi niranau nīke |bharatu prānapriya bhe sabahī ke ||
munihi baṁdi bharatahi siru nāī |cale sakala ghara bidā karāī ||
dhanya bharata jīvanu jaga māhīṁ |sīlu sanehu sarāhata jāhīṁ ||
kahahi parasapara bhā baṛa kājū |sakala calai kara sājahiṁ sājū ||
jehi rākhahiṁ rahu ghara rakhavārī |so jānai janu garadani mārī ||
kou kaha rahana kahia nahiṁ kāhū |ko na cahai jaga jīvana lāhū ||
Die Freude im Herzen aller war nicht gering, wie die der Chataka-Vögel und der Pfauen, wenn sie das Donnern der Wolken hören. Als sie sahen, dass der Aufbruch am Morgen ein guter Entschluss war, wurde Bharata allen teurer als das Leben. Vor dem Weisen sich verbeugend und vor Bharata das Haupt neigend, nahmen alle Abschied und gingen nach Hause. «Gesegnet ist Bharatas Leben in der Welt!» sprachen sie, und lobten seine Güte und seine Zuneigung auf dem Weg. Sie sagten zueinander: «Eine große Aufgabe ist entstanden», und alle begannen, ihre Ausrüstung für den Marsch zuzurüsten. Wer zurückgelassen wurde, um das Haus zu bewachen, fühlte sich, als würde ihm der Hals abgeschnitten. Jemand sagte: «Niemandem sollte gesagt werden, er solle bleiben; wer in der Welt will nicht den Lohn des Lebens?»
Doha 185
जरउ सो संपति सदन सुखु सुहद मातु पितु भाइ।सनमुख होत जो राम पद करै न सहस सहाइ।।185।।
jarau so saṁpati sadana sukhu suhada mātu pitu bhāi |sanamukha hota jo rāma pada karai na sahasa sahāi ||185||
Es möge verbrennen, dieser Reichtum, dieses Heim und dieser Wohlstand, diese Freunde, Mutter, Vater und Bruder, die nicht mit tausend Bemühungen helfen, sich den Füßen Ramas zuzuwenden.
Chaupai 186.1-4
घर घर साजहिं बाहन नाना।हरषु हृदयँ परभात पयाना।।
भरत जाइ घर कीन्ह बिचारू।नगरु बाजि गज भवन भँडारू।।
संपति सब रघुपति कै आही।जौ बिनु जतन चलौं तजि ताही।।
तौ परिनाम न मोरि भलाई।पाप सिरोमनि साइँ दोहाई।।
करइ स्वामि हित सेवकु सोई।दूषन कोटि देइ किन कोई।।
अस बिचारि सुचि सेवक बोले।जे सपनेहुँ निज धरम न डोले।।
कहि सबु मरमु धरमु भल भाषा।जो जेहि लायक सो तेहिं राखा।।
करि सबु जतनु राखि रखवारे।राम मातु पहिं भरतु सिधारे।।
ghara ghara sājahiṁ bāhana nānā |haraṣu hṛdayã parabhāta payānā ||
bharata jāi ghara kīnha bicārū |nagaru bāji gaja bhavana bhãḍārū ||
saṁpati saba raghupati kai āhī |jau binu jatana calauṁ taji tāhī ||
tau parināma na mori bhalāī |pāpa siromani sāĩ dohāī ||
karai svāmi hita sevaku soī |dūṣana koṭi dei kina koī ||
asa bicāri suci sevaka bole |je sapanehũ nija dharama na ḍole ||
kahi sabu maramu dharamu bhala bhāṣā |jo jehi lāyaka so tehiṁ rākhā ||
kari sabu jatanu rākhi rakhavāre |rāma mātu pahiṁ bharatu sidhāre ||
In jedem Haus bereitete man Wagen aller Art vor, und Freude erfüllte ihre Herzen, denn die Abreise sollte im Morgengrauen stattfinden. Bharata ging nach Hause und dachte nach: die Stadt, die Pferde und Elefanten, die Paläste und die Schatzkammern, dieser ganze Reichtum gehört dem Herrn der Raghus. Wenn ich ihn zurücklasse und fortgehe, ohne irgendeine Vorsorge zu treffen, dann wird es am Ende nicht gut für mich sein; seinen Herrn zu verraten ist die Krönung der Sünden. Ein wahrer Diener ist nur, wer für das Wohl seines Herrn wirkt, auch wenn ihm jemand Millionen Vorwürfe macht. So denkend, rief er vertrauenswürdige Diener, Männer, die selbst im Traum nie von ihrer Pflicht abgewichen waren. Er teilte ihnen seinen ganzen Plan mit und sprach gut zu ihnen über die Pflicht, und er stellte jeden dorthin, wo er tauglich war zu dienen. Nachdem er alle Vorkehrungen getroffen und die Wachen aufgestellt hatte, machte sich Bharata auf den Weg zum Haus von Ramas Mutter.
Doha 186
आरत जननी जानि सब भरत सनेह सुजान।कहेउ बनावन पालकीं सजन सुखासन जान।।186।।
ārata jananī jāni saba bharata saneha sujāna |kaheu banāvana pālakīṁ sajana sukhāsana jāna ||186||
Da er wusste, dass seine Mütter in großer Angst waren, und voller Liebe, befahl der weise Bharata, Sänften bereitstellen zu lassen und bequeme Sitze vorzubereiten.
Chaupai 187.1-4
चक्क चक्कि जिमि पुर नर नारी।चहत प्रात उर आरत भारी।।
जागत सब निसि भयउ बिहाना।भरत बोलाए सचिव सुजाना।।
कहेउ लेहु सबु तिलक समाजू।बनहिं देब मुनि रामहिं राजू।।
बेगि चलहु सुनि सचिव जोहारे।तुरत तुरग रथ नाग सँवारे।।
अरुंधती अरु अगिनि समाऊ।रथ चढ़ि चले प्रथम मुनिराऊ।।
बिप्र बृंद चढ़ि बाहन नाना।चले सकल तप तेज निधाना।।
नगर लोग सब सजि सजि जाना।चित्रकूट कहँ कीन्ह पयाना।।
सिबिका सुभग न जाहिं बखानी।चढ़ि चढ़ि चलत भई सब रानी।।
cakka cakki jimi pura nara nārī |cahata prāta ura ārata bhārī ||
jāgata saba nisi bhayau bihānā |bharata bolāe saciva sujānā ||
kaheu lehu sabu tilaka samājū |banahiṁ deba muni rāmahiṁ rājū ||
begi calahu suni saciva johāre |turata turaga ratha nāga sãvāre ||
aruṁdhatī aru agini samāū |ratha caṛhi cale prathama munirāū ||
bipra bṛṁda caṛhi bāhana nānā |cale sakala tapa teja nidhānā ||
nagara loga saba saji saji jānā |citrakūṭa kahã kīnha payānā ||
sibikā subhaga na jāhiṁ bakhānī |caṛhi caṛhi calata bhaī saba rānī ||
Die Männer und Frauen der Stadt, wie der Chakwa und die Chakwi, sehnten sich nach dem Morgen, das Herz schwer vor tiefem Kummer. Die ganze Nacht verging im Wachen, und der Tag brach an. Bharata rief seine weisen Ratgeber zusammen. Er sprach: «Nehmt alle Materialien für die Salbung mit euch. Im Wald werden wir dem Weisen Rama die Königsherrschaft geben.» «Geht schnell.» Als die Ratgeber dies hörten, erwiesen sie ihm ihre Ehrerbietung und machten sogleich Pferde, Wagen und Elefanten bereit. Arundhati und die heiligen Feuer mit sich führend, stieg der Fürst der Weisen, Vasishtha, als Erster auf seinen Wagen und brach auf. Scharen von Brahmanen, alle Speicherhäuser der Buße und geistlichen Kraft, bestiegen mannigfache Fahrzeuge und brachen auf. Alle Einwohner der Stadt machten ihre Wagen bereit und brachen nach Chitrakuta auf. Die Schönheit der Sänften lässt sich nicht beschreiben. Alle Königinnen stiegen eine nach der anderen in sie ein und brachen auf.
Doha 187
सौंपि नगर सुचि सेवकनि सादर सकल चलाइ।सुमिरि राम सिय चरन तब चले भरत दोउ भाइ।।187।।
sauṁpi nagara suci sevakani sādara sakala calāi |sumiri rāma siya carana taba cale bharata dou bhāi ||187||
Die Stadt den treuen Dienern anvertrauend und sie alle mit Ehren entlassend, und der Füße von Rama und Sita gedenkend, brachen Bharata und sein Bruder auf.
Chaupai 188.1-4
राम दरस बस सब नर नारी।जनु करि करिनि चले तकि बारी।।
बन सिय रामु समुझि मन माहीं।सानुज भरत पयादेहिं जाहीं।।
देखि सनेहु लोग अनुरागे।उतरि चले हय गय रथ त्यागे।।
जाइ समीप राखि निज डोली।राम मातु मृदु बानी बोली।।
तात चढ़हु रथ बलि महतारी।होइहि प्रिय परिवारु दुखारी।।
तुम्हरें चलत चलिहि सबु लोगू।सकल सोक कृस नहिं मग जोगू।।
सिर धरि बचन चरन सिरु नाई।रथ चढ़ि चलत भए दोउ भाई।।
तमसा प्रथम दिवस करि बासू।दूसर गोमति तीर निवासू।।
rāma darasa basa saba nara nārī |janu kari karini cale taki bārī ||
bana siya rāmu samujhi mana māhīṁ |sānuja bharata payādehiṁ jāhīṁ ||
dekhi sanehu loga anurāge |utari cale haya gaya ratha tyāge ||
jāi samīpa rākhi nija ḍolī |rāma mātu mṛdu bānī bolī ||
tāta caṛhahu ratha bali mahatārī |hoihi priya parivāru dukhārī ||
tumhareṁ calata calihi sabu logū |sakala soka kṛsa nahiṁ maga jogū ||
sira dhari bacana carana siru nāī |ratha caṛhi calata bhae dou bhāī ||
tamasā prathama divasa kari bāsū |dūsara gomati tīra nivāsū ||
Alle Männer und Frauen, in der Sehnsucht, Rama zu sehen, machten sich auf den Weg wie Elefanten und ihre Weibchen, die ein Wasserloch entdeckt haben. In ihren Herzen bedenkend, dass Sita und Rama im Wald waren, gingen Bharata und sein Bruder Shatrughna zu Fuß. Als sie deren Liebe sahen, waren die Menschen von Hingabe bewegt; sie stiegen ab, ließen Pferde, Elefanten und Wagen zurück und zogen weiter. Ramas Mutter trat heran, hielt ihre eigene Sänfte an und sprach mit sanfter Stimme. Mein Sohn, ich bitte dich, besteige deinen Wagen; sonst wird deine liebe Familie in Not geraten. Wenn du gehst, werden alle Leute auch gehen, und sie sind vor Kummer erschöpft und für den Weg ungeeignet. Ihre Worte auf sein Haupt nehmend und sein Haupt zu ihren Füßen beugend, bestiegen die beiden Brüder den Wagen und zogen weiter. Am ersten Tag hielten sie am Ufer der Tamasa, und am zweiten Tag nahmen sie ihren Aufenthalt am Ufer der Gomati.
Doha 188
पय अहार फल असन एक निसि भोजन एक लोग।करत राम हित नेम ब्रत परिहरि भूषन भोग।।188।।
paya ahāra phala asana eka nisi bhojana eka loga |karata rāma hita nema brata parihari bhūṣana bhoga ||188||
Die einen lebten nur von Milch, die anderen aßen nur Früchte, und wieder andere nahmen nachts nur eine einzige Mahlzeit ein. Um Rama willen hielten sie Gelübde und Vorschriften ein und gaben Schmuck und jede Art von Genuss auf.
Chaupai 189.1-4
सई तीर बसि चले बिहाने।सृंगबेरपुर सब निअराने।।
समाचार सब सुने निषादा।हृदयँ बिचार करइ सबिषादा।।
कारन कवन भरतु बन जाहीं।है कछु कपट भाउ मन माहीं।।
जौं पै जियँ न होति कुटिलाई।तौ कत लीन्ह संग कटकाई।।
जानहिं सानुज रामहि मारी।करउँ अकंटक राजु सुखारी।।
भरत न राजनीति उर आनी।तब कलंकु अब जीवन हानी।।
सकल सुरासुर जुरहिं जुझारा।रामहि समर न जीतनिहारा।।
का आचरजु भरतु अस करहीं।नहिं बिष बेलि अमिअ फल फरहीं।।
saī tīra basi cale bihāne |sṛṁgaberapura saba niarāne ||
samācāra saba sune niṣādā |hṛdayã bicāra karai sabiṣādā ||
kārana kavana bharatu bana jāhīṁ |hai kachu kapaṭa bhāu mana māhīṁ ||
jauṁ pai jiyã na hoti kuṭilāī |tau kata līnha saṁga kaṭakāī ||
jānahiṁ sānuja rāmahi mārī |karaũ akaṁṭaka rāju sukhārī ||
bharata na rājanīti ura ānī |taba kalaṁku aba jīvana hānī ||
sakala surāsura jurahiṁ jujhārā |rāmahi samara na jītanihārā ||
kā ācaraju bharatu asa karahīṁ |nahiṁ biṣa beli amia phala pharahīṁ ||
Nachdem sie die Nacht am Ufer des Sai verbracht hatten, brachen sie im Morgengrauen auf, und alle näherten sich Shringaverapura. Der Nishada hörte alle Nachrichten, und in seinem Herzen dachte er darüber mit Kummer nach. "Aus welchem Grund geht Bharata in den Wald? Es muss etwas Täuschung in seinem Sinn geben." "Wenn es keine Hinterlist in seinem Herzen gäbe, warum hätte er dann ein Heer mitgenommen?" "Er beabsichtigt, Rama zusammen mit seinem jüngeren Bruder zu töten und dann glücklich zu herrschen, ohne einen Dorn auf seinem Weg." "Bharata hat die Grundsätze der Staatskunst nicht zu Herzen genommen. Zuvor war Schande; nun wird auch der Verlust des Lebens folgen." "Selbst wenn alle Götter und Dämonen, alle Krieger, sich zusammentäten, könnten sie Rama im Kampf nicht besiegen." "Was ist daran verwunderlich, wenn Bharata so handelt? An einer Giftrebe wachsen keine Nektarfrüchte."
Doha 189
अस बिचारि गुहँ ग्याति सन कहेउ सजग सब होहु।हथवाँसहु बोरहु तरनि कीजिअ घाटारोहु।।189।।
asa bicāri guhã gyāti sana kaheu sajaga saba hohu |hathavā̃sahu borahu tarani kījia ghāṭārohu ||189||
Nachdem er so nachgedacht hatte, sagte Guha zu seinen Verwandten: «Seid alle auf der Hut. Versenkt die Boote und blockiert die Landungsplätze.»
परंपरा में मान्यता है कि भरत-चरित्र (दीनता, स्वामी-हित, राम-पद-संमुखता) का पाठ ‘भ्रांति-निवारण’ और ‘शरणागति-स्थैर्य’ देता है—मन का संशय (गुह-जैसा) शांत होकर राम-भक्ति में निश्चय बनता है, तथा परिवार/समाज के कलह में भी धर्म-बुद्धि जागती है।
सामान्य मानस-परंपरा में ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’ का नाम-संपुट, तथा विनय-प्रधान प्रसंगों में ‘सियाराम मय सब जग जानी’/‘राम नाम’ का जप-संपुट जोड़ा जाता है (स्थानीय परंपरा के अनुसार)।
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