
Rishi: Atharvanic tradition
Devata: Āpaḥ, Sūrya, Viśve Devāḥ (tapo-jāḥ), Savitṛ
Chandas: Mixed/triṣṭubh-like cadence possible; AV 6 includes non-anuṣṭubh meters—requires metrical verification by pada count in critical edition
Dieser kurze Hymnus aus der atharvavedischen Überlieferung verbindet eine heilend‑wohlstandsverheißende Bitte mit einer starken Setzung von Mantra‑Autorität: Die Wasser und die Sonne werden gebeten, Süße, Läuterung, Freude und Glanz zu verleihen, während Savitṛ ausgreifende Lebenskraft und Weite begründet. Danach wendet sich der Text einer Selbstproklamation der Vāc (Göttlichen Rede) zu, in der die Rede kosmische Ordnungsmacht beansprucht und das Wort des Rezitators sozial und rituell wirksam macht — fähig, „Sein“ zu verleihen und dem rituell ungestützten Gegner Geltung abzusprechen.
Mantra 1
विश्वस्रष्टा। मह्य॒मापो॒ मधु॑म॒देर॑यन्तां॒ मह्यं॒ सूरो॑ अभर॒ज्ज्योति॑षे॒ कम्। मह्यं॑ दे॒वा उ॒त विश्वे॑ तपो॒जा मह्यं॑ दे॒वः स॑वि॒ता व्यचो॑ धात्
Für mich mögen die Wasser, honigsüß, ihre Kräfte in Bewegung setzen; für mich hat die Sonne Freude zum Licht gebracht. Für mich die Götter, ja alle Götter, aus heiliger Glut (tapas) geboren; für mich möge der Gott Savitṛ weitreichende Macht begründen.
Mantra 2
अ॒हं वि॑वेच पृथि॒वीमु॒त द्याम॒हमृ॒तूंर॑जनयं स॒प्त सा॒कम्। अ॒हं स॒त्यमनृ॑तं॒ यद् वदा॑म्य॒हं दैवीं॒ परि॒ वाचं॒ विश॑श्च
Ich schied und ordnete die Erde und auch den Himmel; ich erzeugte die Jahreszeiten, sieben beisammen. Ich—was immer ich spreche—mache zu Wahrheit und Unwahrheit; mit göttlicher Rede (Vāc) umfasse ich auch die Völker.
Mantra 3
अ॒हं ज॑जान पृथि॒वीमु॒त द्याम॒हमृ॒तूंर॑जनयं स॒प्त सिन्धू॑न्। अ॒हं स॒त्वमनृ॑तं॒ यद् वदा॑मि यो अ॑ग्नीषो॒मावजु॑षे॒ सखा॑या
Ich zeugte die Erde und auch den Himmel; ich erzeugte die Jahreszeiten, die sieben Flüsse. Ich—was immer ich spreche—mache zu Sein und Nichtsein, zu Wahrheit und Unwahrheit: ich—für den, dem das Gefährtenpaar Agni und Soma nicht gewogen ist.
It is used to gain purification and vitality through consecrated water and light, and to strengthen one’s speech so that words become effective, respected, and protective.
The rite first gathers life-force (water, radiance, Savitṛ’s impulse), then ‘seats’ that force in mantra itself: Vāc is invoked to make the recitation and the speaker’s words world-ordering and binding.
Recite 6.61.1 over clean water, sip or sprinkle it, then recite 6.61.2–3 slowly with clear intention for truthful, effective speech—ideally at sunrise or in bright daytime.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
A free sign-in with Google or Apple keeps your chat saved across web and the app.
Read Atharva Veda in the Vedapath app
Scan the QR code to open this directly in the app, with word-by-word meanings, Sanskrit recitation where available, and more.