
Rishi: Atharvanic tradition (hymn for pati-lābha)
Devata: Aryaman
Chandas: Anuṣṭubh (probable)
Dieser kurze pati-lābha-Hymnus bittet Aryaman, den Hüter gesellschaftlich sanktionierter Verbindungen, einer Jungfrau einen passenden Gatten zuzuführen und ihren Übergang in fruchtbare Ehefrauschaft zu sichern. Er erkennt das wettbewerbliche Feld der Eheschließung (das „gemeinsame Zusammentreffen“) an und erbittet göttlichen Vorteil gegenüber Rivalinnen. Der Schlussvers verankert die Bitte in Dhātṛs kosmischer Ordnungsmacht und deutet an, dass eine wohlgefügte Ehe Teil des ṛta (stabilen Weltordnungsgefüges) ist und zu Nachkommenschaft und Gedeihen führt.
Mantra 1
पतिलाभः। अ॒यमा या॑त्यर्य॒मा पु॒रस्ता॒द् विषि॑तस्तुपः । अ॒स्या इ॒चछन्न॒ग्रुवै॒ पति॑मु॒त जा॒याम॒जान॑ये
Erlangung eines Gatten. Hier kommt Aryaman voraus, mit wohlgeordnetem Lobpreis. Er begehrt für dieses Mädchen einen Gatten und den Stand der Ehefrau, zur Zeugung von Nachkommenschaft.
Mantra 2
अश्र॑मदि॒यम॑र्यमन्न॒न्यासां॒ सम॑नं य॒ती। अ॒ङ्गो न्वऽर्यमन्न॒स्या अ॒न्याः सम॑न॒माय॑ति
Dieses Mädchen, o Aryaman, hat sich aufgemacht zum gemeinsamen Zusammenkommen der anderen. Ja nun, o Aryaman, kommen andere Frauen zu der Zusammenkunft ihretwegen – als Rivalinnen.
Mantra 3
धा॒ता दा॑धार पृथि॒वीं धा॒ता द्यामु॒त सूर्य॑म्। धा॒तास्या अ॒ग्रुवै॒ पतिं॒ दधा॑तु प्रतिका॒म्यऽम्
Dhātṛ hat die Erde fest gegründet; Dhātṛ den Himmel und die Sonne. So bestimme Dhātṛ für dieses Mädchen einen Gatten, dem Wunsch entsprechend.
Aryaman represents lawful fellowship and the social contract—especially marriage alliances that require communal recognition. He is invoked to bring a legitimate, well-matched union rather than a merely private desire.
It points to the public/communal setting where matches are discussed and evaluated—family meetings, assemblies, or social gatherings. The mantra asks that the maiden succeed there even when other women are also present as rivals.
Dhātṛ is the cosmic “Ordainer” who sets earth, heaven, and the sun in place. By invoking him, the hymn frames the husband’s appointment as something firmly established in cosmic order—stable, fitting, and fruitful.
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