Atharva Veda Sukta 77
Kanda 20Anuvaka 8Sukta 778 Mantras

Sukta 77

Rishi: Traditionally Indra-hymn seers (RV provenance; in AVŚ 20, many hymns are Rigvedic borrowings—specific r̥ṣi attribution follows RV for the parallel).

Devata: Indra (Puruhūta), with mythic associates Saramā and the Aṅgirases

Chandas: Triṣṭubh/Jagatī-type cadence typical of RV Indra narratives (exact meter to be confirmed against pada-count of the RV parallel).

AVŚ 20.77 ist ein indraischer Sieges- und Wohlstandshymnus (aus dem RV übernommen), der Puruhūta-Indra bittet, die letzten, entscheidenden Hindernisse zu beseitigen, den „Felsen zu spalten“ und zurückgehaltenen Reichtum zu enthüllen bzw. wiederherzustellen—vorgestellt als Wasser und Rinder, die aus einem verschlossenen Pferch freigelassen werden. Indem er Indras urzeitliche Taten mit Saramā und den Aṅgirases vergegenwärtigt, macht der Hymnus den Mythos zu einem wirksamen Zauber: zum Auffinden des Preises, zum Brechen feindlicher Fesselung und zur Sicherung des Erfolgs im entscheidenden Augenblick.

Recitation with translationAtharva Veda 20.77

Mantras

Mantra 1

आ स॒त्यो या॑तु म॒घवां॑ ऋजी॒षी द्रव॑न्त्वस्य॒ हर॑य॒ उप॑ नः । तस्मा॒ इदन्धः॑ सुषुमा सु॒दक्ष॑मि॒हाभि॑पि॒त्वं क॑रते गृणा॒नः

Es komme der Wahrhaftige — Indra, der Freigebige, Gefährte des Pressens (soma); seine fahlen Rosse sollen zu uns heranstürmen. Für ihn haben wir den soma-Trank gut gepresst, wohl geordnet: hier, während wir ihn preisen, soll er das Trinken sich zu eigen machen.

Mantra 2

अव॑ स्य शू॒राध्व॑नो॒ नान्ते॒ऽस्मिन् नो॑ अ॒द्य सव॑ने म॒न्दध्यै॑ । शंसा॑त्यु॒क्थमु॒शने॑व वे॒धाश्चि॑कि॒तुषे॑ असु॒र्याऽय मन्म॑

O Held, er lasse uns nicht am Ende des Weges versagen; heute, bei dieser Pressung (des Soma), zu unserer Begeisterung und Kraft. Der Inspirierte verkündet den Hymnus wie Uśanā; ein heiliger Vorsatz für den Einsichtigen, für asurische, herrische Macht.

Mantra 3

क॒विर्न नि॒ण्यं वि॒दथा॑नि॒ साध॒न् वृषा॒ यत् सेकं॑ विपिपा॒नो अर्चा॑त्। दि॒व इ॒त्था जी॑जनत् स॒प्त का॒रूनह्ना॑ चिच्चक्रुर्व॒युना॑ गृ॒णन्तः॑

Wie ein Seher, das Verborgene und die rituellen Handlungen vollbringend, sang der Stier — als er tief trank — seinen Hymnus; so zeugte er vom Himmel her die Sieben Sänger; und selbst am Tage wirkten sie ihre geordneten Fügungen, laut preisend.

Mantra 4

स्व॑१र्यद् वेदि॑ सु॒दृशी॑कम॒र्कैर्महि॒ ज्योती॑ रुरुचु॒र्यद्ध॒ वस्तोः॑ । अ॒न्धा तमां॑सि॒ दुधि॑ता वि॒चक्षे॒ नृभ्य॑श्चकार॒ नृत॑मो अ॒भिष्टौ॑

Als er den Himmel fand, schön anzuschauen, durch Hymnen; als beim Morgengrauen das große Licht aufleuchtete — da erkannte er die blinden Finsternisse, abgeschüttelt, und für die Menschen schuf der Tapferste Beistand und Schutz.

Mantra 5

व॒व॒क्ष इन्द्रो॒ अमि॑तमृजि॒ष्यु॑१भे आ प॑प्रौ॒ रोद॑सी महि॒त्वा। अत॑श्चिदस्य महि॒मा वि रे॑च्य॒भि यो विश्वा॒ भुव॑ना ब॒भूव॑

Indra ist gewachsen – unermesslich, geradestürmend; durch seine Größe hat er beide Welten erfüllt. Darum breitet sich auch seine Hoheit maßlos aus – er, der über alle Wesen geworden ist.

Mantra 6

विश्वा॑नि श॒क्रो नर्या॑णि वि॒द्वान॒पो रि॑रेच॒ सखि॑भि॒र्निका॑मैः । अश्मा॑नं चि॒द् ये बि॑भि॒दुर्वचो॑भिर्व्र॒जं गोम॑न्तमु॒शिजो॒ वि व॑व्रुः

Śakra, kundig aller mannhaften Taten, ließ die Wasser frei, mit Gefährten, nach Wunsch. Selbst den Stein spalteten sie mit Worten; die Eifrigen öffneten den kuhreichen Pferch.

Mantra 7

अ॒पो वृ॒त्रं व॑व्रि॒वांसं॒ परा॑ह॒न् प्राव॑त् ते॒ वज्रं॑ पृथि॒वी सचे॑ताः । प्रार्णां॑सि समु॒द्रिया॑ण्यैनोः॒ पति॒र्भवं॒ छव॑सा शूर धृष्णो

Die Wasser – Vṛtra, der sie umschlossen hielt – schlug er nieder und trieb ihn fort; die Erde, einwilligend, förderte dir den Vajra. Hervor stürmten die ozeanischen Fluten: sei ihr Herr durch Kraft, o Held, kühn im Herzen.

Mantra 8

अ॒पो यदद्रिं॑ पुरुहूत॒ दर्द॑रा॒विर्भु॑वत् स॒रमा॑ पू॒र्व्यं ते॑ । स नो॑ ने॒ता वाज॒मा द॑र्षि॒ भूरिं॑ गो॒त्रा रु॒जन्नङ्गि॑रोभिर्गृणा॒नः

Als du, o Vielangerufener, den Felsen spaltetest, traten die Wasser sichtbar hervor; Saramā wurde offenbar — eine uralte Tat von dir. Sei uns Führer: weise uns her reichliche Beute, die Kuhställe aufbrechend, während du mit den Aṅgirases gepriesen wirst.

Frequently Asked Questions

It is used to ‘open what is blocked’: to overcome obstacles, prevent failure at a crucial final stage, and obtain withheld or hidden gains—symbolized as waters and cattle/prize.

Saramā represents discovery and tracking of concealed wealth, while the Aṅgirases represent the praising allies whose sacred speech helps open the enclosure; together they make Indra’s victory-and-revelation myth actionable.

No. The hymn’s imagery is already the method: water for sprinkling (prosperity-flow) and a small stone as the ‘obstruction’ symbol are sufficient for a simple paustika/apotropaic application.

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