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Rishi: Atharvanic tradition (variable)
Devata: Vāyu, Indra (and protective ‘Bull’ power)
Chandas: Anuṣṭubh
Diese Hymne ist ein knappes atharvanisches Schutz‑ und Wohlstandszauberwort, das den Begünstigten mit gestufter Hüterschaft «bedeckt»: mit Rinderreichtum und Siegeskraft, mit Vāyus brahmanischer Macht, mit Indras indriya (herrscherlichen Fähigkeiten) und mit der dreifachen Schutzwehr der Wasser über verborgenem Schatz. Sie will prāṇa und apāna unversehrt bewahren, Zauberei und gewaltsame Aneignung abwehren (Haras, māyins) und den Besitz—besonders Gold und Kostbarkeiten—festigen, sodass bewachter Schatz zu bewachtem Leben wird.
Mantra 1
सुरक्षा। गोभि॑ष्ट्वा पात्वृष॒भो वृषा॑ त्वा पातु वा॒जिभिः॑ । वा॒युष्त्वा॒ ब्रह्म॑णा पा॒त्विन्द्र॑स्त्वा पात्विन्द्रि॒यैः
In sicherem Schutz. Mit Kühen schütze dich der Stier; der Mächtige schütze dich mit sieghaften Kräften. Vāyu schütze dich mit Brahman-Kraft; Indra schütze dich mit den Indriyas (herrischen Vermögen).
Mantra 2
सोम॑स्त्वा पा॒त्वोष॑धीभि॒र्नक्ष॑त्रैः पातु॒ सूर्यः॑ । मा॒द्भ्यस्त्वा॑ च॒न्द्रो वृ॑त्र॒हा वातः॑ प्रा॒णेन॑ रक्षतु
Möge Soma dich mit den heilenden Kräutern, den Oṣadhis, behüten; möge die Sonne dich mit den Nakṣatras, den Sternbildern, schützen. Vor berauschenden, verwirrenden Schäden möge dich der Mond bewahren; möge dich der Wind, Vṛtrahan, der Vṛtra-Schlächter, mit dem Lebensatem in Obhut halten.
Mantra 3
ति॒स्रो दिव॑स्ति॒स्रः पृ॑थि॒वीस्त्रीण्य॒न्तरि॑क्षाणि च॒तुरः॑ समु॒द्रान्। त्रि॒वृतं॒ स्तोमं॑ त्रि॒वृत॒ आप॑ आहु॒स्तास्त्वा॑ रक्षन्तु त्रि॒वृता॑ त्रि॒वृद्भिः॑
Drei sind die Himmel, drei die Erden, und drei die Räume der Mittelwelt; vier sind die Ozeane. Einen dreifachen Stoma, dreifach, nennen ihn die Wasser: mögen jene Wasser dich mit dreifachem Schutz umhegen, durch dreifache Kräfte.
Mantra 4
त्रीन्नाकां॒स्त्रीन्त्स॑मु॒द्रांस्त्रीन् ब्र॒ध्नांस्त्रीन् वै॑ष्ट॒पान्। त्रीन् मा॑त॒रिश्व॑न॒स्त्रीन्त्सूर्या॑न् गो॒प्तॄन् क॑ल्पयामि
Drei Himmel, drei Ozeane, drei leuchtende Bradhnas, drei Vaiṣṭapas; drei Mātariśvans, drei Sonnen — diese Wächter setze ich zur Hut ein.
Mantra 5
घृ॒तेन॑ त्वा॒ समु॑क्षा॒म्यग्न॒ आज्ये॑न व॒र्धय॑न्। अ॒ग्नेश्च॒न्द्रस्य॒ सूर्य॑स्य॒ मा प्रा॒णं मा॒यिनो॑ दभन्
Mit Ghee salbe ich dich ganz, o Agni, dich stärkend mit Opferbutter. Mögen die Zauberer deinen Lebenshauch nicht treffen — unter Agni, unter dem Mond, unter der Sonne.
Mantra 6
मा वः॑ प्रा॒णं मा वो॑ऽपा॒नं मा हरो॑ मा॒यिनो॑ दभन्। भ्राज॑न्तो वि॒श्ववे॑दसो दे॒वा दैव्ये॑न धावत
Nicht sollen euch Prāṇa, nicht soll euch Apāna angegriffen werden; nicht soll Haras euch schädigen, nicht sollen die Māyins, die Zauberer, euch täuschen. Leuchtet auf, allwissende Götter; mit göttlicher Macht stürmt voran und treibt sie hinweg.
Mantra 7
प्रा॒नेना॒ग्निं सं सृ॑जति॒ वातः॑ प्रा॒णेन॑ संहि॑तः । प्रा॒णेन॑ वि॒श्वतो॑मुखं॒ सुर्यं॑ दे॒वा अ॑जनयन्
Durch den Atem setzt der Wind das Feuer frei; durch den Atem ist er gefügt und zu Einem verbunden. Durch den Atem zeugten die Götter Sūrya, den Allangesichtigen, der nach allen Seiten schaut.
Mantra 8
आयु॑षायुः॒कृतां॑ जी॒वायु॑ष्मान् जीव॒ मा मृ॑थाः । प्रा॒णेना॑त्म॒न्वतां जीव॒ मा मृ॒त्योरुद॑गा॒ वश॑म्
Mit der Lebenskraft, die Leben gestaltet, lebe weiter, langlebig; lebe und stirb nicht. Durch den Atem, unter den Selbstbeherrschten, lebe weiter; steig nicht hinauf in die Unterwerfung unter den Tod.
Mantra 9
दे॒वानां॒ निहि॑तं नि॒धिं यमिन्द्रो॒ऽन्ववि॑न्दत् प॒थिभि॑र्देव॒यानैः॑ । आपो॒ हिर॑ण्यं जुगुपुस्त्रि॒वृद्भि॒स्तास्त्वा॑ रक्षन्तु त्रि॒वृता॑ त्रि॒वृद्भिः॑
Den Schatz der Götter, verborgen niedergelegt, den Indra aufspürte und fand auf den Wegen, die zu den Göttern führen. Die Wasser hüteten das Gold mit dreifachem Schutz; mögen eben diese Wasser dich behüten — dreifach, mit dreifachen Wächtern.
Mantra 10
त्रय॑स्त्रिंशद् दे॒वता॒स्त्रीणि॑ च वी॒र्याऽणि प्रिया॒यमा॑णा जुगुपुर॒प्स्व॑१न्तः । अ॒स्मिंश्च॒न्द्रे अधि॒ यद्धिर॑ण्यं॒ तेना॒यं कृ॑णवद् वी॒र्या॑णि
Die dreiunddreißig Gottheiten, nach dem Lieben verlangend, hüteten in den Wassern drei Kräfte. Das Gold, das hier auf diesem Mond liegt — damit möge dieser Mensch Taten der Kraft vollbringen und sich Kräfte erwerben.
Mantra 11
ये दे॑वा दि॒व्येका॑दश॒ स्थ ते दे॑वासो ह॒विरि॒दं जु॑षध्वम्
Ihr Götter, die ihr im Himmel als elf weilet — ihr Götter, nehmt diese Opfergabe hier gnädig an.
Mantra 12
ये दे॑वा अ॒न्तरि॑क्ष॒ एका॑दश॒ स्थ ते दे॑वासो ह॒विरि॒दं जु॑षध्वम्
Ihr Götter, die ihr im Luftraum steht, elf an der Zahl,—ihr Götter, nehmt diese Opfergabe (havis) gnädig an.
Mantra 13
ये दे॑वा पृथि॒व्यामेका॑दश॒ स्थ ते दे॑वासो ह॒विरि॒दं जु॑षध्वम्
Ihr Götter, die ihr auf der Erde steht, elf an der Zahl,—ihr Götter, nehmt diese Opfergabe (havis) gnädig an.
Mantra 14
अ॒स॒प॒त्नं पु॒रस्ता॑त् प॒श्चान्नो॒ अभ॑यं कृतम्। स॒वि॒ता मा॑ दक्षिण॒त उ॑त्त॒रान्मा॒ शची॒पतिः॑
Möge vor uns Rivalenlosigkeit sein, und hinter uns möge Furchtlosigkeit für uns bewirkt werden. Savitar möge mich vom Süden her behüten; vom Norden her möge mich der Herr der Śacī (Śacīpati) behüten.
Mantra 15
दि॒वो मा॑दि॒त्या र॑क्षन्तु॒ भूम्या॑ रक्षन्त्व॒ग्नयः॑ । इ॒न्द्रा॒ग्नी र॑क्षतां मा पु॒रस्ता॑द॒श्विना॑व॒भितः॒ शर्म॑ यच्छताम्। ति॒र॒श्चीन॒घ्न्या र॑क्षतु जा॒तवे॑दा भूत॒कृतो॑ मे स॒र्वतः॑ सन्तु॒ वर्म॑
Vom Himmel mögen mich die Ādityas behüten; von der Erde mögen die Feuer (Agni) behüten. Indra-und-Agni mögen mich von vorn bewachen; die Aśvins mögen beiderseits Schutz (śarman) gewähren. Die querhin wirkende Aghnyā möge schützen; Jātavedas — die Schöpfer der Wesen — mögen mir von allen Seiten ein Panzer (varman) sein.
It is used for protection (rakṣā) with a prosperity aim (paustika): to keep a person safe from harm and sorcery while stabilizing strength, status, and wealth—especially valuables like gold.
Vāyu represents breath and brahman-powered vitality, while Indra represents victorious capacity and indriya (commanding faculties). Together they protect both life-force and effective power in worldly life.
It is a model of layered security: as treasure is guarded in concealment, the hymn asks that the same threefold protection cover the beneficiary and their possessions—often reinforced by sprinkling water and keeping a gold amulet or secured deposit.
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