
Rishi: Anonymous (martial charm tradition)
Devata: Indra (via his ‘two arms’ as empowered agents)
Chandas: Triṣṭubh
Dieser martialische Hymnus der Atharvaveda spannt Indras „zwei Arme“ als lebendige Mächte ein und setzt sie in einen einzelnen Kämpfer und seine Schar ein, damit im Kampf Ansturm, Waffen und Feldzeichen obsiegen. Der Sieg erscheint als Indras uralte Eroberung, die erneut vollzogen wird: Gefahren heil zu durchqueren, die Gegner durch ojas (Kraft) zu zerschmettern und Beute wie Rinder und Siedlungen zu sichern. Die Wirkmacht der Sukta liegt in der Identifikation: Der Kämpfer wird zu „Indra-in-Tat“, während sich das Heer um ihn und seine dhvaja (Banner) sammelt.
Mantra 1
एकवीरः। इन्द्र॑स्य बा॒हू स्थवि॑रौ॒ वृषा॑णौ चि॒त्रा इ॒मा वृ॑ष॒भौ पा॑रयि॒ष्णू। तौ यो॑क्षे प्रथ॒मो योग॒ आग॑ते॒ याभ्यां॑ जि॒तमसु॑राणां॒ स्व॑१र्यत्
Der Einzige Held. Indras Arme — fest, stierhaft — diese beiden herrlichen Stiere, die sicher hinübertragen: sie will ich anjochen, wenn das erste Anjochen herankommt, durch das das Himmelslicht (Svar) den Asuras abgewonnen wurde.
Mantra 2
आ॒शुः शिशा॑नो वृष॒भो न भी॒मो घ॑नाघ॒नः क्षोभ॑णश्चर्षणी॒नाम्। सं॒क्रन्द॑नोऽनिमि॒ष ए॑कवी॒रः श॒तं सेना॑ अजयत् सा॒कमिन्द्रः॑
Schnell, sich selbst schärfend, wie ein Stier, furchtbar; ein Zerschmetterer der Zerschmetterer, ein Erschütterer der Völker: der Schlachtbrüller, unblinzelnd, der einzige Held — Indra bezwang zusammen (mit den Seinen) hundert Heere auf einmal.
Mantra 3
सं॒क्रन्द॑नेनानिमि॒षेण॑ जि॒ष्णुना॑ऽयो॒ध्येन॑ दुश्च्यव॒नेन॑ धृ॒ष्णुना॑ । तदिन्द्रे॑ण जयत॒ तत् स॑हध्वं॒ युधो॑ नर॒ इषु॑हस्तेन॒ वृष्णा॑
Mit dem Schlachtbrüller, dem Unblinzelnden, dem Sieghaften; mit dem Unbezwingbaren, dem Schwer-zu-Verdrängenden, dem Kühnen — mit Indra siege darüber; daran schließt euch an, o Männer, in den Kämpfen, mit dem Stier, dem Pfeiltragenden in der Hand.
Mantra 4
स इषु॑हस्तैः॒ स नि॑ष॒ङ्गिभि॑र्व॒शी संस्र॑ष्टा॒ स युध॒ इन्द्रो॑ ग॒णेन॑ । सं॒सृ॒ष्ट॒जित् सो॑म॒पा बा॑हुश॒र्ध्यु॑१ग्रध॑न्वा॒ प्रति॑हिताभि॒रस्ता॑
Er ist mit den Pfeiltragenden in der Hand; er ist mit den Waffenträgern; mächtig, der Ordner; er in den Kämpfen — Indra mit seiner Schar. Der im geschlossenen Verband siegt, Soma-Trinker, starkarmig, mit grimmigem Bogen, ein Schütze mit gut gezielten Geschossen.
Mantra 5
ब॒ल॒वि॒ज्ञा॒यः स्थवि॑रः॒ प्रवी॑रः॒ सह॑स्वान् वा॒जी सह॑मान उ॒ग्रः । अ॒भिवी॑रो अ॒भिष॑त्वा सहो॒जिज्जैत्र॑मिन्द्र॒ रथ॒मा ति॑ष्ठ गो॒विद॑म्
Der die Kraft kennt, fest und reich an Helden; mächtig, preisgewinnend, überwältigend, furchtbar — überaus heldenhaft, der erschlagen hat, durch Macht siegend: o Indra, besteige den siegreichen Wagen, den kuhgewinnenden.
Mantra 6
इ॒मं वी॒रमनु॑ हर्षध्वमु॒ग्रमिन्द्रं॑ सखायो॒ अनु॒ सं र॑भध्वम्। ग्रा॒म॒जितं॑ गो॒जितं॒ वज्र॑बाहुं॒ जय॑न्त॒मज्म॑ प्रमृ॒णन्त॒मोज॑सा
Jubelt diesem Helden nach; dem furchtbaren Indra, o Freunde, greift gemeinsam nach. Den dorfbezwingenden, den kuhgewinnenden, den mit dem Vajra im Arm — siegend im Ansturm, niederdrückend mit Macht.
Mantra 7
अ॒भि गो॒त्राणि॒ सह॑सा॒ गाह॑मानोऽदा॒य उ॒ग्रः श॒तम॑न्यु॒रिन्द्रः॑ । दु॒श्च्य॒व॒नः पृ॑तना॒षाड॑यो॒ध्यो३ऽस्माकं॒ सेना॑ अवतु॒ प्र यु॒त्सु
Indra, der Grimmige, mit hundert Kampfzorneswogen, unangreifbar, der mit Macht in die Sippen eindringt; schwer zu verdrängen, heerzerschmetternd, unbesiegbar — er schütze unsere Heere, voranstürmend in den Kämpfen.
Mantra 8
बृह॑स्पते॒ परि॑ दीया॒ रथे॑न रक्षो॒हामित्राँ॑ अप॒बाध॑मानः । प्र॒भ॒ञ्जंछत्रू॑न् प्रमृ॒णन्न॒मित्रा॑न॒स्माक॑मेध्यवि॒ता त॒नूना॑म्
O Bṛhaspati, umkreise auf deinem Wagen, Rakṣas-Töter, die Feinde zurückdrängend; die Gegner zerschmetternd, die Unfreunde niederwerfend — sei uns Mehrer der Leiber, Mehrer unseres Volkes.
Mantra 9
इन्द्र॑ एषां ने॒ता बृह॒स्पति॒र्दक्षि॑णा य॒ज्ञः पु॒र ए॑तु॒ सोमः॑ । दे॒व॒से॒नाना॑मभिभञ्जती॒नां जय॑न्तीनां म॒रुतो॑ यन्तु॒ मध्ये॑
Indra sei ihr Führer; Bṛhaspati sei die rechte Macht. Das Opfer gehe voran, Soma schreite voraus. In der Mitte mögen die Maruts ziehen – inmitten der Götterscharen, die den Feind zerschmettern und den Sieg erringen.
Mantra 10
इन्द्र॑स्य॒ वृष्णो॒ वरु॑णस्य॒ राज्ञ॑ आदि॒त्यानां॑ म॒रुतां॒ शर्ध॑ उ॒ग्रम्। म॒हाम॑नसां भुवनच्य॒वानां॒ घोषो॑ दे॒वानां॒ जय॑ता॒मुद॑स्थात्
Die grimmige Schar der Maruts, der Ādityas, des Königs Varuṇa, des Stiers Indra – der großgesinnten, die Welten erschütternden Götter: ihr sieghafter Ruf ist emporgestiegen.
Mantra 11
अ॒स्माक॒मिन्द्रः॒ समृ॑तेषु ध्व॒जेष्व॒स्माक॒ या इष॑व॒स्ता ज॑यन्तु । अ॒स्माकं॑ वी॒रा उत्त॑रे भवन्त्व॒स्मान् दे॑वासोऽवता॒ हवे॑षु
Unser Indra sei bei den Feldzeichen in den Zusammenstößen; unsere Pfeile – mögen sie siegen. Unsere Helden – mögen sie obenauf sein; uns mögen die Götter schützen in unseren Anrufen.
To transfer Indra-like strength—especially the power of his ‘two arms’—to a champion and his side, so their charge, arrows, and banner-centered formation win in battle.
The arms function as concrete, transferable agents of power: they are imagined as twin forces that can be ‘yoked’ onto the fighter, making victory feel immediate and embodied.
The text does not require herbs; its practical focus is on battlefield symbols—standard (dhvaja) and weapons (especially arrows)—with recitation done at mustering or just before engagement.
Answers come straight from the texts, with the shlokas they draw on. Ask in your own words.
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