Atharva Veda Sukta 11
Kanda 19Anuvaka 2Sukta 116 Mantras

Sukta 11

Rishi: Traditionally Atharvanic/anonymous (late AV benedictory strata)

Devata: Ādityas–Rudras–Vasus (collective), with ‘divine and earthly’ witnesses

Chandas: Triṣṭubh (late, benedictory style)

AV 19.11 ist ein spätes atharvanisches śānti–paustika-Segenslied, das ein fortlaufendes Ritual in universales Heil (śam) «einsetzt» und feine Hindernisse beseitigt, indem es die Zustimmung vieler Klassen von Mächten herbeiruft. Es reicht von ethisch-kosmischen Hütern („Herren der Wahrheit“) über Wohlstandszeichen (Pferde, Kühe) und Ahnenbeistand bis zu tiefen/liminalen Kräften (Ozean, chthonische Schlange) und endet mit der Bitte, dass Ādityas–Rudras–Vasus sowie alle göttlichen und irdischen Zeugen das soeben vollzogene brahman hören und billigen mögen.

Recitation with translationAtharva Veda 19.11

Mantras

Mantra 1

शान्तिः। शं नः॑ स॒त्यस्य॒ पत॑यो भवन्तु॒ शं नो॒ अर्व॑न्तः॒ शमु॑ सन्तु॒ गावः॑ । शं न॑ ऋ॒भवः॑ सु॒कृतः॑ सु॒हस्ताः॒ शं नो॑ भवतु पि॒तरो॒ हवे॑षु

Śānti — Frieden. Heil uns — mögen die Herren der Wahrheit uns gnädig sein; Heil uns — mögen unsere Rosse Heil sein, ja, und mögen die Kühe Heil sein. Heil uns — mögen die Ṛbhus, kunstfertig, mit guten Händen, uns gnädig sein; Heil uns — mögen die Väter bei unseren Anrufungen gnädig sein.

Mantra 2

शं नो॑ दे॒वा वि॒श्वदे॑वा भवन्तु॒ शं सर॑स्वती स॒ह धी॒भिर॑स्तु । शम॑भि॒षाचः॒ शमु॑ राति॒षाचः॒ शं नो॑ दि॒व्याः पार्थि॑वाः॒ शं नो॒ अप्याः॑

Heil uns: mögen die Götter, die Allgötter, uns gnädig sein; Heil — möge Sarasvatī zusammen mit den inspirierten Gedanken (dhī) gnädig sein. Heil — vor den Behexern, Heil auch — vor den Verderbern der Gaben; Heil uns von den himmlischen und den irdischen, Heil uns von den wässrigen (Mächten).

Mantra 3

शं नो॑ अ॒ज एक॑पाद् दे॒वो अ॑स्तु॒ शमहि॑र्बु॒ध्न्यः॑१ शं स॑मु॒द्रः । शं नो॑ अ॒पां नपा॑त् पे॒रुर॑स्तु॒ शं नः॒ पृश्नि॑र्भवतु दे॒वगो॑पा

Heil uns: möge der Gott Ajá Ekapād uns gnädig sein; Heil — Ahirbudhnya, die Schlange der Tiefe; Heil — der Ozean. Heil uns: möge Apām Napāt, Péru, uns gnädig sein; Heil uns: möge Pṛśni gnädig sein, von den Göttern behütet (oder die Götter behütend).

Mantra 4

आ॒दि॒त्या रु॒द्रा वस॑वो जुषन्तामि॒दं ब्रह्म॑ क्रि॒यमा॑णं॒ नवी॑यः । शृ॒ण्वन्तु॑ नो दि॒व्याः पार्थि॑वासो॒ गोजा॑ता उ॒त ये य॒ज्ञिया॑सः

Mögen die Ādityas, die Rudras, die Vasus an diesem Brahman, an diesem Gebet, das neu vollzogen wird, Gefallen finden. Hören sollen uns die Himmlischen und die Irdischen — auch ihr, aus dem Rindergeschlecht, und alle, die opferwürdig sind.

Mantra 5

ये दे॒वाना॑मृ॒त्विजो॑ य॒ज्ञिया॑सो॒ मनो॒र्यज॑त्रा अ॒मृता॑ ऋत॒ज्ञाः । ते नो॑ रासन्तामुरुगा॒यम॒द्य यू॒यं पा॑त स्व॒स्तिभिः॒ सदा॑ नः

Ihr, die ihr die Priester (ṛtvij) der Götter seid, des Opfers würdig, — bei Manu verehrungswürdig, unsterblich, Kenner des ṛta (der Ordnung). Gewährt uns heute den Weit-Schreitenden; und behütet uns allezeit mit euren heilvollen svastí (Heilschutz).

Mantra 6

तद॑स्तु मित्रावरुणा॒ तद॑ग्ने॒ शं योर॒स्मभ्य॑मि॒दम॑स्तु श॒स्तम्। अ॒शी॒महि॑ गा॒धमु॒त प्र॑ति॒ष्ठां नमो॑ दि॒वे बृ॑ह॒ते साद॑नाय

So sei es, Mitra-Varuṇa; so sei es, Agni: Dies sei uns Heil und Wohlergehen, wohlgepriesen. Mögen wir festen Grund und Bestand erlangen. Verehrung dem hohen Himmel, dem mächtigen Sitz.

Frequently Asked Questions

It is used as a general śānti (pacification) and paustika (welfare) recitation to calm disturbances and to secure that a rite or prayer is heard, approved, and therefore effective.

The hymn aims at total coverage: social-cosmic order, ancestral continuity, material prosperity, and the pacification of liminal forces. By making all of them ‘witnesses,’ it prevents any realm from becoming a source of obstruction.

No specific substances are required by the hymn itself. It functions primarily through spoken śānti formulas and the act of requesting universal hearing and assent; simple cleanliness and focused recitation are the main ‘procedures.’

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