
Īśvara weist Mahādevī an, zum „dritten großen Puṣkara“ weiterzugehen, und nennt im östlichen Bereich, nahe der Īśāna-Richtung, einen kleineren Teich, der unter dem Namen Puṣkara in Erinnerung steht. Die Autorität dieses tīrtha wird durch ein urbildliches Vorbild begründet: Zur Mittagszeit verehrte Brahmā dort, und Sandhyā—gepriesen als „Mutter der drei Welten“—wird mit der heiligen Stiftung und Verankerung (pratiṣṭhā) verbunden. Ein bestimmtes Ritual wird vorgeschrieben: Wer dort am Vollmondtag (pūrṇamāsī) in gesammelter Ruhe badet, gilt als habe er das ordnungsgemäß vollendete Bad am Ort „Ādi-Puṣkara“ vollzogen. Als ergänzende Pflicht wird eine ethische Handlung gefordert: die Gabe von Gold (hiraṇya-dāna), ausdrücklich zur Tilgung allen Fehlverhaltens. Die abschließende phalaśruti rahmt die Lehre als knappes māhātmya: Ihr Hören vertreibt Sünde und gewährt die ersehnten Ziele, wodurch dieses Kapitel zugleich rituelle Anleitung und Mittel zum Verdienst durch das Hören des heiligen Textes ist.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि तृतीयं पुष्करं महत् । तस्यैव पूर्वदिग्भागे किञ्चिदीशानगोचरे । कनीयः संस्मृतं कुंडं पुष्करंनाम नामतः
Īśvara sprach: „Dann, o große Göttin, soll man zum großen dritten Puṣkara gehen. In seinem östlichen Bereich, etwas nach Nordosten hin, befindet sich ein kleinerer Teich, der unter dem Namen ‚Puṣkara‘ in Erinnerung steht.“
Verse 2
यत्र मध्याह्नसमये ब्रह्मणा समुपासिता । सन्ध्या त्रैलोक्यजननी प्रतिष्ठार्थं गतेन च
Dort, zur Mittagszeit, wurde Sandhyā—die Mutter der drei Welten—von Brahmā in rechter Weise verehrt, der hingegangen war, um ihre Heiligkeit zu begründen.
Verse 3
तत्र यः कुरुते स्नानं पौर्णमास्यां समाहितः । सम्यक्कृतं भवेत्तेन स्नानं तत्रादिपुष्करे
Wer dort am Vollmondtag mit gesammelt ruhigem Geist badet, dessen Bad gilt durch diese Tat als vollkommen vollzogen in jenem uranfänglichen Puṣkara, dem heiligen Tīrtha.
Verse 4
हिरण्यं तत्र दातव्यं सर्वपापापनुत्तये
Dort soll Gold als Gabe gespendet werden, zur völligen Tilgung aller Sünden.
Verse 5
इति संक्षेपतः प्रोक्तं माहात्म्यं तव पौष्करम् । श्रुतं पापहरं नॄणां सर्वकामप्रदं तथा
So ist dir in Kürze das Puṣkara-Māhātmya verkündet worden. Wer es hört, dem werden die Sünden der Menschen genommen, und es gewährt ebenso alle ersehnten Ziele.
Verse 144
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये पुष्करकुण्डमाहात्म्य वर्णनंनाम चतुश्चत्वारिंशदुत्तरशततमोऽध्यायः
So endet das hundertvierundvierzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe des Puṣkara-Teiches“, im Prabhāsa-Khaṇḍa—innerhalb des Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya—des ehrwürdigen Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen.