
Aindra-Soma: the generative power of Soma/Indra expressed as cosmic ‘milk/seed’ and as the authoritative Sāman tradition (Rathantara).
Indra (Aindra frame) in close union with Soma (Pavamāna) as the energizing prize-winning power of the rite.
Radiant and expansive—moving from contained brightness (Soma ‘milk’) to wide authoritative proclamation (Rathantara).
Vasiṣṭha (explicitly named in 2.0.02.05 as the establisher/bring-er of Rathantara).
Aindra‑Soma: die zeugende Kraft von Soma und Indra, als kosmische „Milch/Same“ und als autoritative Sāman‑Überlieferung (Rathantara) ausgedrückt. Soma ist die leuchtende Essenz, die in vielfältigen „Kühen“ (rituellen Gefäßen, Wassern, Strahlen) getragen und geklärt wird; durch wirkmächtige göttlich‑rituelle māyā (nicht Illusion) vollzieht sich kosmische Hervorbringung. Die Pitṛs begründen den verborgenen garbha, den „Keim“ von Opfer und Linie. Hervorgehoben wird die liturgische Provenienz der Gesänge: Rathantara wurde von Vasiṣṭha „gebracht“; das Ineinandergreifen von Metrum (Anuṣṭubh) und Gesang fungiert als rituelle Technologie, die das Opfer zum Ziel trägt.
Mantra 1
त्वमेतदधारयः कृष्णासु रोहिणीषु च परुष्णीषु रुशत्पयः
Du hast dies getragen: die leuchtende Milch, den lichten Saft — unter den schwarzen, den rötlichen und den gesprenkelten (Kühen).
Mantra 2
अरूरुचदुषसः पृश्निरग्रिय उक्षा मिमेति भुवनेषु वाजयुः मायाविनो ममिरे अस्य मायया नृचक्षसः पितरो गर्भमादधुः
Pṛśni, die Vortreffliche, leuchtete auf mit den Uṣas‑Morgenröten; der kräftige Stier, nach dem vāja (Preis‑Gewinn) strebend, misst seinen Lauf durch die Welten. Die Träger wunderwirkender Macht formten ihn durch seine eigene māyā; die Väter, die die Menschen schauen, legten den Keim (des Ritus) nieder.
Mantra 3
इन्द्र इद्धर्योः सचा सम्मिश्ल आ वचोयुजा इन्द्रो वज्री हिरण्ययः
Indra kommt beim entfachten (Ritus) des Verehrers in Gemeinschaft, vereint (mit unserer Hingabe), angeschirrt an heilige Rede; Indra, der Vajrin, der Donnerkeiler, ist von goldenem Glanz.
Mantra 4
इन्द्र वाजेषु नो ऽव सहस्रप्रधनेषु च उग्र उग्राभिरूतिभिः
Indra, schütze uns in den Siegesgewinnen der Kraft und auch in den tausendfachen Gaben; o Gewaltiger, (schütze uns) mit deinen gewaltigen Hilfen.
Mantra 5
प्रथश्च यस्य सप्रथश्च नामानुष्टुभस्य हविषो हविर्यत् धातुर्द्युतानात्सवितुश्च विष्णो रथन्तरमा जभारा वसिष्ठः
Er, dessen Gesang „Ausweitung“ ist und dessen Name auch „mit Ausweitung“ lautet, auf die Opfergabe (havis) im Anuṣṭubh‑Metrum gerichtet — Vasiṣṭha brachte hierher das Rathantara aus dem Glanz des Ordners (Dhātṛ), und von Savitṛ und Viṣṇu.
Mantra 6
नियुत्वान्वायवा गह्ययं शुक्रो अयामि ते गन्तासि सुन्वतो गृहम्
O Vāyu, mit angespannten Rossen, komm herbei; diesen lichten Soma rufe ich dir zu: du wirst zum Haus dessen kommen, der (den Saft) presst.
Mantra 7
यज्जायथा अपूर्व्य मघवन्वृत्रहत्याय तत्पृथिवीमप्रथयस्तदस्तभ्ना उतो दिवम्
Als du geboren wurdest, o Maghavan, wundersam an Macht, zum Erschlagen Vṛtras — da weitetest du die Erde aus; da stütztest du auch den Himmel.
It links Soma’s bright, sustaining essence with the cosmic ‘seed’ of the rite and with the authority of a key Sāman melody, Rathantara—showing how chant and offering work together to make the sacrifice effective.
No. In this Vedic context (and in Sāyaṇa’s reading), māyā is a wondrous, effective power—divine/ritual capability by which forms and results are produced.
The verse presents Rathantara as a transmitted liturgical form: Vasiṣṭha ‘brought/established’ it for sacrificial use, grounding the chant in seer-lineage and ritual provenance.
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