Sundara KandaPrakarana 621 Verses

Prakarana 6

यह सोपान ‘भक्ति-पराक्रम’ का द्वार है—जहाँ नाम-स्मरण, विनय, और धर्म-युक्त क्रोध (मर्यादा-रक्षा) एक साथ साधक को ‘अहं-त्याग’ से ‘सेवा-सिद्धि’ तक ले जाते हैं। सुंदरकाण्ड में बाह्य यात्रा (समुद्र-लङ्का) अंतःयात्रा बनती है: संशय → संकल्प → विनय → शरणागति → कृपा-प्राप्ति। प्रस्तुत खण्ड विशेषतः ‘मर्यादा-भंग पर दण्ड’ और ‘विनय न मानने पर भय’ की नीति से साधक को सिखाता है कि ईश्वर-कृपा आलस्य-आश्रित ‘दैव-दैव’ नहीं, पुरुषार्थ-समन्वित शरणागति से प्रकट होती है।

Der Haupt-Rasa dieses Abschnitts ist eine ausgewogene Verbindung von „Vīra“ und „Raudra“ mit „Karuṇā“ und „Śānta“. Zu Beginn stiftet Lakṣmaṇas Entschluss, nicht auf bloßes „daiva-bharosā“ zu vertrauen, sondern „soṣia sindhu“ – das Meer auszutrocknen – den Mut: ein Moment, der im Sādhaka Tatkraft erweckt. Dann macht Rāmas Wort „aisehiṅ karab“ den Zorn dharma-gelenkt: furchtloses Durchhalten ist das Rückgrat der Sādhanā. Die List der Rāvaṇa-Boten, Sugrīvas Befehl zur Strafe und Lakṣmaṇas Mitleid zeigen eine dreifache Nīti (daṇḍa, dayā, sandesh): Bhakti ist nicht nur Sanftmut, sondern auch Schutz der maryādā. Weiter erweisen Rāvaṇas Hochmut und das Scheitern Suks in der nīti-Unterweisung „abhimān“ als Samen des Sturzes. Schließlich lehren das erschrockene, demütige Bitten des Ozeans und Rāmas lächelnde Frage durch die Dreiheit „bhaya–vinaya–kṛpā“, dass selbst die starre Natur nur nach des Herrn Befehl sich bewegt – für den Sādhaka ein entscheidendes Erwachen der Gottes-Vorrangigkeit.

Verses

Chaupai 51.1-4

सखा कही तुम्ह नीकि उपाई।करिअ दैव जौं होइ सहाई।।

मंत्र न यह लछिमन मन भावा।राम बचन सुनि अति दुख पावा।।

नाथ दैव कर कवन भरोसा।सोषिअ सिंधु करिअ मन रोसा।।

कादर मन कहुँ एक अधारा।दैव दैव आलसी पुकारा।।

सुनत बिहसि बोले रघुबीरा।ऐसेहिं करब धरहु मन धीरा।।

अस कहि प्रभु अनुजहि समुझाई।सिंधु समीप गए रघुराई।।

प्रथम प्रनाम कीन्ह सिरु नाई।बैठे पुनि तट दर्भ डसाई।।

जबहिं बिभीषन प्रभु पहिं आए।पाछें रावन दूत पठाए।।

sakhā kahī tumha nīki upāī |karia daiva jauṁ hoi sahāī ||

maṁtra na yaha lachimana mana bhāvā |rāma bacana suni ati dukha pāvā ||

nātha daiva kara kavana bharosā |soṣia siṁdhu karia mana rosā ||

kādara mana kahũ eka adhārā |daiva daiva ālasī pukārā ||

sunata bihasi bole raghubīrā |aisehiṁ karaba dharahu mana dhīrā ||

asa kahi prabhu anujahi samujhāī |siṁdhu samīpa gae raghurāī ||

prathama pranāma kīnha siru nāī |baiṭhe puni taṭa darbha ḍasāī ||

jabahiṁ bibhīṣana prabhu pahiṁ āe |pācheṁ rāvana dūta paṭhāe ||

Mein Freund, du hast einen guten Plan vorgeschlagen; lasst uns auf das Schicksal vertrauen, wenn es seine Hilfe gewährt. Dieser Rat gefiel Lakshmanas Herzen nicht; als er Ramas Worte hörte, empfand er großen Schmerz. O Herr, welches Vertrauen kann es auf das Schicksal geben? Lasst uns den Ozean austrocknen und unserem Zorn Luft machen. Die Schwachen im Herzen haben nur eine Stütze: sie rufen Schicksal, Schicksal! wie faule Menschen. Dies hörend, lächelte der Held der Raghus und sprach: Lasst uns genau so tun; fasst Mut und seid standhaft. Dies sagend, beruhigte der Herr seinen Bruder; der Herr der Raghus ging nahe an den Ozean. Zunächst verneigte er sein Haupt in Ehrerbietung; dann setzte er sich an das Ufer, Darbha-Gras ausbreitend. Als Vibhishana zum Herrn kam, hatte Ravana Spione hinter ihm hergesandt.

Doha 51

सकल चरित तिन्ह देखे धरें कपट कपि देह।प्रभु गुन हृदयँ सराहहिं सरनागत पर नेह।।⁠51।।

sakala carita tinha dekhe dhareṁ kapaṭa kapi deha |prabhu guna hṛdayã sarāhahiṁ saranāgata para neha ||⁠51||

Nachdem sie durch Täuschung Affenkörper angenommen hatten, sahen sie alles, was geschah, und in ihren Herzen priesen sie die Tugenden des Herrn und seine Liebe zu denen, die bei ihm Zuflucht suchen.

Chaupai 52.1-4

प्रगट बखानहिं राम सुभाऊ।अति सप्रेम गा बिसरि दुराऊ।।

रिपु के दूत कपिन्ह तब जाने।सकल बाँधि कपीस पहिं आने।।

कह सुग्रीव सुनहु सब बानर।अंग भंग करि पठवहु निसिचर।।

सुनि सुग्रीव बचन कपि धाए।बाँधि कटक चहु पास फिराए।।

बहु प्रकार मारन कपि लागे।दीन पुकारत तदपि न त्यागे।।

जो हमार हर नासा काना।तेहि कोसलाधीस कै आना।।

सुनि लछिमन सब निकट बोलाए।दया लागि हँसि तुरत छोडाए।।

रावन कर दीजहु यह पाती।लछिमन बचन बाचु कुलघाती।।

pragaṭa bakhānahiṁ rāma subhāū |ati saprema gā bisari durāū ||

ripu ke dūta kapinha taba jāne |sakala bā̃dhi kapīsa pahiṁ āne ||

kaha sugrīva sunahu saba bānara |aṁga bhaṁga kari paṭhavahu nisicara ||

suni sugrīva bacana kapi dhāe |bā̃dhi kaṭaka cahu pāsa phirāe ||

bahu prakāra mārana kapi lāge |dīna pukārata tadapi na tyāge ||

jo hamāra hara nāsā kānā |tehi kosalādhīsa kai ānā ||

suni lachimana saba nikaṭa bolāe |dayā lāgi hãsi turata choḍāe ||

rāvana kara dījahu yaha pātī |lachimana bacana bācu kulaghātī ||

Sie priesen offenbar Ramas Wesen, und in ihrer großen Liebe vergaßen sie ihre Verkleidung. Da erkannten die Affen sie als Spione des Feindes, und banden sie alle und brachten sie zum König der Affen. Sugriva sprach: «Hört, all ihr Affen: verstümmelt diese Dämonen, indem ihr ihnen die Glieder abschneidet, und schickt sie zurück.» Auf Sugrivas Worte hin stürzten sich die Affen auf sie, und nachdem sie sie gebunden hatten, führten sie sie rings um das Heer herum. Die Affen begannen, sie auf vielerlei Weise zu schlagen; obwohl die Spione jämmerlich schrien, ließen sie sie dennoch nicht los. «Wer uns auch Nase und Ohren abschneidet, der hat den Schwur des Herrn von Kosala zu verantworten.» Als Lakshmana dies hörte, rief er sie alle herbei, und von Mitleid bewegt, lächelte er und ließ sie sogleich freigeben. «Gebt diesen Brief in Ravanas Hand, und sagt ihm: Lies, du Zerstörer deiner Familie, was Lakshmana sagt.»

Doha 52

कहेहु मुखागर मूढ़ सन मम संदेसु उदार।सीता देइ मिलेहु न त आवा काल तुम्हार।।⁠52।।

kahehu mukhāgara mūṛha sana mama saṁdesu udāra |sītā dei milehu na ta āvā kāla tumhāra ||⁠52||

Sage jenem Narren mündlich diese großzügige Botschaft von mir: gib Sita auf und komm und triff Rama, sonst ist deine Todesstunde gekommen.

Chaupai 53.1-4

तुरत नाइ लछिमन पद माथा।चले दूत बरनत गुन गाथा।।

कहत राम जसु लंकाँ आए।रावन चरन सीस तिन्ह नाए।।

बिहसि दसानन पूँछी बाता।कहसि न सुक आपनि कुसलाता।।

पुनि कहु खबरि बिभीषन केरी।जाहि मृत्यु आई अति नेरी।।

करत राज लंका सठ त्यागी।होइहि जब कर कीट अभागी।।

पुनि कहु भालु कीस कटकाई।कठिन काल प्रेरित चलि आई।।

जिन्ह के जीवन कर रखवारा।भयउ मृदुल चित सिंधु बिचारा।।

कहु तपसिन्ह कै बात बहोरी।जिन्ह के हृदयँ त्रास अति मोरी।।

turata nāi lachimana pada māthā |cale dūta baranata guna gāthā ||

kahata rāma jasu laṁkā̃ āe |rāvana carana sīsa tinha nāe ||

bihasi dasānana pū̃chī bātā |kahasi na suka āpani kusalātā ||

puni kahu khabari bibhīṣana kerī |jāhi mṛtyu āī ati nerī ||

karata rāja laṁkā saṭha tyāgī |hoihi jaba kara kīṭa abhāgī ||

puni kahu bhālu kīsa kaṭakāī |kaṭhina kāla prerita cali āī ||

jinha ke jīvana kara rakhavārā |bhayau mṛdula cita siṁdhu bicārā ||

kahu tapasinha kai bāta bahorī |jinha ke hṛdayã trāsa ati morī ||

Sogleich verneigten sie ihre Häupter vor Lakshmanas Füßen, die Boten machten sich auf den Weg und erzählten die Geschichte seiner Tugenden. Im Singen des Ruhmes von Rama kamen sie nach Lanka und neigten ihre Häupter vor Ravanas Füßen. Ravana lachte und fragte nach Nachrichten: «Sag mir, Shuka, willst du nicht von deinem eigenen Wohlergehen sprechen?» «Dann gib mir Kunde von Vibhishana, dem der Tod sehr nahe gekommen ist. Der Tor gab seine Herrschaft über Lanka auf; der Unglückliche wird wie ein Käfer, wenn die Hand ihn zermalmt.» «Dann erzähle mir von dem Heer der Bären und Affen, das hierher marschiert kam, angetrieben von hartem Schicksal. Das arme Meer ist ihnen weichherzig geworden, denn es ist zum Wächter ihres Lebens geworden. Dann erzähle mir von jenen Asketen, in deren Herzen große Furcht vor mir ist.»

Doha 53

की भइ भेंट कि फिरि गए श्रवन सुजसु सुनि मोर।कहसि न रिपु दल तेज बल बहुत चकित चित तोर।।⁠53।।

kī bhai bheṁṭa ki phiri gae śravana sujasu suni mora |kahasi na ripu dala teja bala bahuta cakita cita tora ||⁠53||

Hast du ihn getroffen, oder bist du einfach umgekehrt, nachdem du von meinem guten Ruf gehört hast? Warum sagst du mir nichts von der Pracht und der Stärke des feindlichen Heeres? Dein Geist scheint sehr verwirrt.

Chaupai 54.1-4

नाथ कृपा करि पूँछेहु जैसें।मानहु कहा क्रोध तजि तैसें।।

मिला जाइ जब अनुज तुम्हारा।जातहिं राम तिलक तेहि सारा।।

रावन दूत हमहि सुनि काना।कपिन्ह बाँधि दीन्हे दुख नाना।।

श्रवन नासिका काटै लागे।राम सपथ दीन्हे हम त्यागे।।

पूँछिहु नाथ राम कटकाई।बदन कोटि सत बरनि न जाई।।

नाना बरन भालु कपि धारी।बिकटानन बिसाल भयकारी।।

जेहिं पुर दहेउ हतेउ सुत तोरा।सकल कपिन्ह महँ तेहि बलु थोरा।।

अमित नाम भट कठिन कराला।अमित नाग बल बिपुल बिसाला।।

nātha kṛpā kari pū̃chehu jaiseṁ |mānahu kahā krodha taji taiseṁ ||

milā jāi jaba anuja tumhārā |jātahiṁ rāma tilaka tehi sārā ||

rāvana dūta hamahi suni kānā |kapinha bā̃dhi dīnhe dukha nānā ||

śravana nāsikā kāṭai lāge |rāma sapatha dīnhe hama tyāge ||

pū̃chihu nātha rāma kaṭakāī |badana koṭi sata barani na jāī ||

nānā barana bhālu kapi dhārī |bikaṭānana bisāla bhayakārī ||

jehiṁ pura daheu hateu suta torā |sakala kapinha mahã tehi balu thorā ||

amita nāma bhaṭa kaṭhina karālā |amita nāga bala bipula bisālā ||

O Herr, wie du in deiner Güte gefragt hast, so sage ich es dir; lege den Zorn ab und höre meine Antwort. Sobald dein jüngerer Bruder zu ihm ging und sich ihm anschloss, legte Rama ihm das königliche Zeichen auf die Stirn. Die Affen hörten, dass wir Ravanas Gesandte waren, und sie fesselten uns und fügten uns viele Arten von Leid zu. Sie begannen, uns Ohren und Nasen abzuschneiden; wir wurden erst freigelassen, als wir bei Rama schworen. O Herr, du hast nach Ramas Heer gefragt; es lässt sich nicht beschreiben, selbst nicht mit hundert Crore Mündern. Es gibt Bären und Affen vieler Farben, mit schrecklichen Gesichtern, von gewaltiger Größe und furchteinflößend anzusehen. Derjenige, der die Stadt verbrannte und deinen Sohn tötete, hat die geringste Kraft unter allen Affen. Es gibt zahllose Krieger von Ruhm, hart und furchterregend, mit der Kraft zahlloser Elefanten, gewaltig und riesig.

Doha 54

द्विबिद मयंद नील नल अंगद गद बिकटासि।दधिमुख केहरि निसठ सठ जामवंत बलरासि।।⁠54।।

dvibida mayaṁda nīla nala aṁgada gada bikaṭāsi |dadhimukha kehari nisaṭha saṭha jāmavaṁta balarāsi ||⁠54||

Dwivida, Mainda, Nila, Nala, Angada, Gada und Vikata; Dadhimukha, Kesari, Nisatha, Satha, Jambavan, der Sitz der Stärke.

Chaupai 55.1-4

ए कपि सब सुग्रीव समाना।इन्ह सम कोटिन्ह गनइ को नाना।।

राम कृपाँ अतुलित बल तिन्हहीं।तृन समान त्रेलोकहि गनहीं।।

अस मैं सुना श्रवन दसकंधर।पदुम अठारह जूथप बंदर।।

नाथ कटक महँ सो कपि नाहीं।जो न तुम्हहि जीतै रन माहीं।।

परम क्रोध मीजहिं सब हाथा।आयसु पै न देहिं रघुनाथा।।

सोषहिं सिंधु सहित झष ब्याला।पूरहीं न त भरि कुधर बिसाला।।

मर्दि गर्द मिलवहिं दससीसा।ऐसेइ बचन कहहिं सब कीसा।।

गर्जहिं तर्जहिं सहज असंका।मानहु ग्रसन चहत हहिं लंका।।

e kapi saba sugrīva samānā |inha sama koṭinha ganai ko nānā ||

rāma kṛpā̃ atulita bala tinhahīṁ |tṛna samāna trelokahi ganahīṁ ||

asa maiṁ sunā śravana dasakaṁdhara |paduma aṭhāraha jūthapa baṁdara ||

nātha kaṭaka mahã so kapi nāhīṁ |jo na tumhahi jītai rana māhīṁ ||

parama krodha mījahiṁ saba hāthā |āyasu pai na dehiṁ raghunāthā ||

soṣahiṁ siṁdhu sahita jhaṣa byālā |pūrahīṁ na ta bhari kudhara bisālā ||

mardi garda milavahiṁ dasasīsā |aisei bacana kahahiṁ saba kīsā ||

garjahiṁ tarjahiṁ sahaja asaṁkā |mānahu grasana cahata hahiṁ laṁkā ||

Diese Affen sind alle gleich wie Sugriva; wer könnte die vielen Millionen wie sie zählen? Durch Ramas Gnade besitzen sie unvergleichliche Kraft, und sie erachten die drei Welten für nichts weiter als ein Grashalm. O zehnhalsiger Ravana, so habe ich mit meinen eigenen Ohren gehört: die Anführer der Affenheere zählen achtzehn Padmas. Mein Herr, in jenem Heer gibt es keinen Affen, der dich nicht in der Schlacht besiegen könnte. In äußerster Wut ringen sie alle die Hände, doch der Herr der Raghus erteilt ihnen keine Erlaubnis. Sie würden den Ozean mitsamt seinen Fischen und Schlangen austrocknen; oder sie würden ihn mit gewaltigen Bergen füllen. Sie würden Ravana zerschmettern und ihn zu Staub zermalmen. Solche Worte sprechen alle Affen. Sie brüllen und drohen, von Natur aus furchtlos, als wollten sie ganz Lanka verschlingen.

Doha 55

सहज सूर कपि भालु सब पुनि सिर पर प्रभु राम।रावन काल कोटि कहु जीति सकहिं संग्राम।।⁠55।।

sahaja sūra kapi bhālu saba puni sira para prabhu rāma |rāvana kāla koṭi kahu jīti sakahiṁ saṁgrāma ||⁠55||

Alle Affen und Bären sind von Natur aus Helden, und zudem haben sie den Herrn Rama über ihren Häuptern. O Ravana, sie könnten im Kampf selbst zehn Millionen Tode besiegen.

Chaupai 56.1-5

राम तेज बल बुधि बिपुलाई।सेष सहस सत सकहिं न गाई।।

सक सर एक सोषि सत सागर।तब भ्रातहि पूँछेउ नय नागर।।

तासु बचन सुनि सागर पाहीं।मागत पंथ कृपा मन माहीं।।

सुनत बचन बिहसा दससीसा।जौं असि मति सहाय कृत कीसा।।

सहज भीरु कर बचन दृढ़ाई।सागर सन ठानी मचलाई।।

मूढ़ मृषा का करसि बड़ाई।रिपु बल बुद्धि थाह मैं पाई।।

सचिव सभीत बिभीषन जाकें।बिजय बिभूति कहाँ जग ताकें।।

सुनि खल बचन दूत रिस बाढ़ी।समय बिचारि पत्रिका काढ़ी।।

रामानुज दीन्ही यह पाती।नाथ बचाइ जुड़ावहु छाती।।

बिहसि बाम कर लीन्ही रावन।सचिव बोलि सठ लाग बचावन।।

rāma teja bala budhi bipulāī |seṣa sahasa sata sakahiṁ na gāī ||

saka sara eka soṣi sata sāgara |taba bhrātahi pū̃cheu naya nāgara ||

tāsu bacana suni sāgara pāhīṁ |māgata paṁtha kṛpā mana māhīṁ ||

sunata bacana bihasā dasasīsā |jauṁ asi mati sahāya kṛta kīsā ||

sahaja bhīru kara bacana dṛṛhāī |sāgara sana ṭhānī macalāī ||

mūṛha mṛṣā kā karasi baṛāī |ripu bala buddhi thāha maiṁ pāī ||

saciva sabhīta bibhīṣana jākeṁ |bijaya bibhūti kahā̃ jaga tākeṁ ||

suni khala bacana dūta risa bāṛhī |samaya bicāri patrikā kāṛhī ||

rāmānuja dīnhī yaha pātī |nātha bacāi juṛāvahu chātī ||

bihasi bāma kara līnhī rāvana |saciva boli saṭha lāga bacāvana ||

Die Unermesslichkeit von Ramas Glanz, Kraft und Weisheit könnte nicht einmal von hunderttausend Sheshas besungen werden. Mit einem einzigen Pfeil vermag er hundert Meere auszutrocknen; dennoch, erfahren in der Staatskunst, fragte er den Rat seines Bruders. Seine Worte hörend, ging er zum Ozean und bat ihn um einen Durchweg, mit Mitgefühl im Herzen. Als er diese Worte hörte, lachte der Zehnköpfige, Ravana, und sprach: «Wenn solch seine Weisheit ist, hat er sich der Affen als Bundesgenossen bedient!» Das Wort eines von Natur aus Feigen für verlässlich nehmend und daran festhaltend, machte er sich, wie ein eigensinniges Kind, daran, den Ozean zu beschwichtigen. «Narr, warum äußerst du dieses leere Lob? Ich habe die Tiefe der Kraft und Weisheit meines Feindes ergründet.» «Dessen Ratgeber der furchtsame Vibhishana ist, wo gibt es in der Welt Sieg oder Ruhm für ihn?» Die Worte des Schurken hörend, stieg der Zorn des Gesandten; da er die Zeit für gekommen hielt, zog er den Brief hervor. «Ramas jüngerer Bruder gab mir diesen Brief. Mein Herr, lass ihn vorlesen, und möge er dein Herz kühlen.» Lachend nahm Ravana ihn mit seiner linken Hand; dann rief er seinen Minister, und der Tor ließ ihn beginnen, ihn vorzulesen.

Doha 56(क)-(ख)

बातन्ह मनहि रिझाइ सठ जनि घालसि कुल खीस।राम बिरोध न उबरसि सरन बिष्नु अज ईस।।⁠56(क)।।

की तजि मान अनुज इव प्रभु पद पंकज भृंग।होहि कि राम सरानल खल कुल सहित पतंग।।⁠56(ख)।।

bātanha manahi rijhāi saṭha jani ghālasi kula khīsa |rāma birodha na ubarasi sarana biṣnu aja īsa ||⁠56(ka)||

kī taji māna anuja iva prabhu pada paṁkaja bhṛṁga |hohi ki rāma sarānala khala kula sahita pataṁga ||⁠56(kha)||

Tor, besänftige deinen Geist nicht mit bloßen Worten und bring nicht dein Geschlecht ins Verderben. Durch Feindschaft mit Rama wirst du nicht gerettet werden, auch wenn Vishnu, Brahma und Shiva deine Zuflucht sind. Entweder gib deinen Stolz auf und werde, wie dein jüngerer Bruder, eine Biene an den Lotusfüßen des Herrn, oder du wirst, Schurke, eine Motte in den feurigen Pfeilen Ramas und mit deiner Familie zugrunde gehen.

Chaupai 57.1-6

सुनत सभय मन मुख मुसुकाई।कहत दसानन सबहि सुनाई।।

भूमि परा कर गहत अकासा।लघु तापस कर बाग बिलासा।।

कह सुक नाथ सत्य सब बानी।समुझहु छाड़ि प्रकृति अभिमानी।।

सुनहु बचन मम परिहरि क्रोधा।नाथ राम सन तजहु बिरोधा।।

अति कोमल रघुबीर सुभाऊ।जद्यपि अखिल लोक कर राऊ।।

मिलत कृपा तुम्ह पर प्रभु करिही।उर अपराध न एकउ धरिही।।

जनकसुता रघुनाथहि दीजे।एतना कहा मोर प्रभु कीजे।।

जब तेहिं कहा देन बैदेही।चरन प्रहार कीन्ह सठ तेही।।

नाइ चरन सिरु चला सो तहाँ।कृपासिंधु रघुनायक जहाँ।।

करि प्रनामु निज कथा सुनाई।राम कृपाँ आपनि गति पाई।।

रिषि अगस्ति कीं साप भवानी।राछस भयउ रहा मुनि ग्यानी।।

बंदि राम पद बारहिं बारा।मुनि निज आश्रम कहुँ पगु धारा।।

sunata sabhaya mana mukha musukāī |kahata dasānana sabahi sunāī ||

bhūmi parā kara gahata akāsā |laghu tāpasa kara bāga bilāsā ||

kaha suka nātha satya saba bānī |samujhahu chāṛi prakṛti abhimānī ||

sunahu bacana mama parihari krodhā |nātha rāma sana tajahu birodhā ||

ati komala raghubīra subhāū |jadyapi akhila loka kara rāū ||

milata kṛpā tumha para prabhu karihī |ura aparādha na ekau dharihī ||

janakasutā raghunāthahi dīje |etanā kahā mora prabhu kīje ||

jaba tehiṁ kahā dena baidehī |carana prahāra kīnha saṭha tehī ||

nāi carana siru calā so tahā̃ |kṛpāsiṁdhu raghunāyaka jahā̃ ||

kari pranāmu nija kathā sunāī |rāma kṛpā̃ āpani gati pāī ||

riṣi agasti kīṁ sāpa bhavānī |rāchasa bhayau rahā muni gyānī ||

baṁdi rāma pada bārahiṁ bārā |muni nija āśrama kahũ pagu dhārā ||

Als er dies hörte, wurde Ravana im Herzen furchtsam, doch er lächelte mit den Lippen und sprach, so dass alle es hören konnten: Auf dem Boden liegend, würde er mit der Hand den Himmel greifen! Solches ist das eitle Prahren des jüngeren Asketen. Shuka sprach: Mein Herr, jedes Wort davon ist wahr. Erkennt dies und gebt Eure hochmütige Natur auf. Legt Euren Zorn ab und hört auf meine Worte: mein Herr, gebt die Feindschaft mit Rama auf. Die Natur von Raghubira ist überaus mild, obwohl er der König aller Welten ist. Sobald Ihr ihn trefft, wird der Herr Euch seine Gnade erweisen und keine einzige Eurer Verfehlungen im Herzen behalten. Gebt die Tochter Janakas an Raghunatha zurück. Dies allein, mein Herr, tut, wie ich bitte. Als er von der Rückgabe Vaidehis sprach, schlug der Schurke ihn mit dem Fuß. Er neigte sein Haupt zu Ravanas Füßen und ging dorthin, wo Raghunayaka, der Ozean der Barmherzigkeit, weilte. Er erwies ihm seine Ehrerbietung und erzählte seine eigene Geschichte, und durch Ramas Gnade erlangte er seinen früheren Zustand zurück. Bhavani, durch den Fluch des Weisen Agastya war er ein Dämon geworden; zuvor war er ein weiser Einsiedler gewesen. Ramas Füße immer wieder verehrend, ging der Weise seinen Weg zu seiner eigenen Einsiedelei.

Doha 57

बिनय न मानत जलधि जड़ गए तीन दिन बीति।बोले राम सकोप तब भय बिनु होइ न प्रीति।।⁠57।।

binaya na mānata jaladhi jaṛa gae tīna dina bīti |bole rāma sakopa taba bhaya binu hoi na prīti ||⁠57||

Der Ozean, stumpf und unnachgiebig, achtete nicht auf die Bitten, obwohl drei Tage vergangen waren. Da sprach Rama in Zorn: Ohne Furcht kann es keine Freundschaft geben.

Chaupai 58.1-4

लछिमन बान सरासन आनू।सोषौं बारिधि बिसिख कृसानू।।

सठ सन बिनय कुटिल सन प्रीती।सहज कृपन सन सुंदर नीती।।

ममता रत सन ग्यान कहानी।अति लोभी सन बिरति बखानी।।

क्रोधिहि सम कामिहि हरि कथा।ऊसर बीज बएँ फल जथा।।

अस कहि रघुपति चाप चढ़ावा।यह मत लछिमन के मन भावा।।

संघानेउ प्रभु बिसिख कराला।उठी उदधि उर अंतर ज्वाला।।

मकर उरग झष गन अकुलाने।जरत जंतु जलनिधि जब जाने।।

कनक थार भरि मनि गन नाना।बिप्र रूप आयउ तजि माना।।

lachimana bāna sarāsana ānū |soṣauṁ bāridhi bisikha kṛsānū ||

saṭha sana binaya kuṭila sana prītī |sahaja kṛpana sana suṁdara nītī ||

mamatā rata sana gyāna kahānī |ati lobhī sana birati bakhānī ||

krodhihi sama kāmihi hari kathā |ūsara bīja baẽ phala jathā ||

asa kahi raghupati cāpa caṛhāvā |yaha mata lachimana ke mana bhāvā ||

saṁghāneu prabhu bisikha karālā |uṭhī udadhi ura aṁtara jvālā ||

makara uraga jhaṣa gana akulāne |jarata jaṁtu jalanidhi jaba jāne ||

kanaka thāra bhari mani gana nānā |bipra rūpa āyau taji mānā ||

„Lakshmana, bringe meinen Bogen und meine Pfeile; ich werde den Ozean mit einem feurigen Pfeil austrocknen. Einen Narren anzuflehen, dem Hinterhältigen Freundschaft zu zeigen, einem von Natur aus Geizigen von edlen Grundsätzen zu sprechen, einem im Besitzdenken Versunkenen Geschichten der Weisheit zu erzählen, einem sehr Habgierigen die Entsagung zu predigen, dem Zornigen von Gelassenheit zu sprechen und dem Begehrlichen die Geschichte Haris, ist wie Säen auf unfruchtbarem Boden: es bringt keine Frucht.« So sprechend, spannte der Herr der Raghus seinen Bogen, und dieser Entschluss gefiel Lakshmana im Herzen. Der Herr legte den schrecklichen Pfeil auf die Sehne, und eine Flamme erhob sich im Innersten des Ozeans. Die Krokodile, Schlangen und Fische in ihren Scharen gerieten in Not, als der Ozean erkannte, dass seine Geschöpfe verbrannten. Eine goldene Schale mit vielen Arten von Edelsteinen füllend, kam er in der Gestalt eines Brahmanen, nachdem er seinen Stolz abgelegt hatte.

Doha 58

काटेहिं पइ कदरी फरइ कोटि जतन कोउ सींच।बिनय न मान खगेस सुनु डाटेहिं पइ नव नीच।।⁠58।।

kāṭehiṁ pai kadarī pharai koṭi jatana kou sīṁca |binaya na māna khagesa sunu ḍāṭehiṁ pai nava nīca ||⁠58||

Der Bananenbaum trägt Frucht nur, wenn er gefällt wird, auch wenn man ihn mit Millionen von Bemühungen bewässert. Höre, Garuda, Herr der Vögel: der niedere Mensch gibt Bitten nicht nach, sondern beugt sich nur, wenn er gescholten wird.

Chaupai 59.1-4

सभय सिंधु गहि पद प्रभु केरे।छमहु नाथ सब अवगुन मेरे।।

गगन समीर अनल जल धरनी।इन्ह कइ नाथ सहज जड़ करनी।।

तव प्रेरित मायाँ उपजाए।सृष्टि हेतु सब ग्रंथनि गाए।।

प्रभु आयसु जेहि कहँ जस अहई।सो तेहि भाँति रहे सुख लहई।।

प्रभु भल कीन्ही मोहि सिख दीन्ही।मरजादा पुनि तुम्हरी कीन्ही।।

ढोल गवाँर सूद्र पसु नारी।सकल ताड़ना के अधिकारी।।

प्रभु प्रताप मैं जाब सुखाई।उतरिहि कटकु न मोरि बड़ाई।।

प्रभु अग्या अपेल श्रुति गाई।करौं सो बेगि जौ तुम्हहि सोहाई।।

sabhaya siṁdhu gahi pada prabhu kere |chamahu nātha saba avaguna mere ||

gagana samīra anala jala dharanī |inha kai nātha sahaja jaṛa karanī ||

tava prerita māyā̃ upajāe |sṛṣṭi hetu saba graṁthani gāe ||

prabhu āyasu jehi kahã jasa ahaī |so tehi bhā̃ti rahe sukha lahaī ||

prabhu bhala kīnhī mohi sikha dīnhī |marajādā puni tumharī kīnhī ||

ḍhola gavā̃ra sūdra pasu nārī |sakala tāṛanā ke adhikārī ||

prabhu pratāpa maiṁ jāba sukhāī |utarihi kaṭaku na mori baṛāī ||

prabhu agyā apela śruti gāī |karauṁ so begi jau tumhahi sohāī ||

Verängstigt ergriff der Ozean die Füße des Herrn und sprach: «Vergib, o Herr, all meine Fehler. Himmel, Luft, Feuer, Wasser und Erde: deren Natur und Verhalten, o Herr, sind von Geburt an stumpf und träge. Von Dir angetrieben, hat Maya sie um der Schöpfung willen hervorgebracht; alle Schriften verkünden es. Was der Herr jedem bestimmt hat, so verbleibt es und findet Glück. Mein Herr hat gut daran getan, mir diese Lehre zu erteilen; doch Du hast auch meine Grenzen gesetzt. Eine Trommel, ein ungebildeter Mensch, ein Shudra, ein Tier und eine Frau: alle sind geeignet, geschlagen zu werden. Durch die Majestät des Herrn werde ich austrocknen, und das Heer wird hinübergelangen; doch das wird nicht meine Größe sein. Die Schriften erklären den Befehl des Herrn für unwiderruflich. Ich werde sogleich tun, was Dir gefällt.»

Doha 59

सुनत बिनीत बचन अति कह कृपाल मुसुकाइ।जेहि बिधि उतरै कपि कटकु तात सो कहहु उपाइ।।⁠59।।

sunata binīta bacana ati kaha kṛpāla musukāi |jehi bidhi utarai kapi kaṭaku tāta so kahahu upāi ||⁠59||

Als er diese demütigen Worte hörte, lächelte der Barmherzige und sprach: "Geliebter, sage mir, auf welche Weise die Affenschar hinübergelangen kann."

Chaupai 60.1-4

नाथ नील नल कपि द्वौ भाई।लरिकाईं रिषि आसिष पाई।।

तिन्ह कें परस किएँ गिरि भारे।तरिहहिं जलधि प्रताप तुम्हारे।।

मैं पुनि उर धरि प्रभु प्रभुताई।करिहउँ बल अनुमान सहाई।।

एहि बिधि नाथ पयोधि बँधाइअ।जेहिं यह सुजसु लोक तिहुँ गाइअ।।

एहिं सर मम उत्तर तट बासी।हतहु नाथ खल नर अघ रासी।।

सुनि कृपाल सागर मन पीरा।तुरतहिं हरी राम रनधीरा।।

देखि राम बल पौरुष भारी।हरषि पयोनिधि भयउ सुखारी।।

सकल चरित कहि प्रभुहि सुनावा।चरन बंदि पाथोधि सिधावा।।

nātha nīla nala kapi dvau bhāī |larikāīṁ riṣi āsiṣa pāī ||

tinha keṁ parasa kieṁ giri bhāre |tarihahiṁ jaladhi pratāpa tumhāre ||

maiṁ puni ura dhari prabhu prabhutāī |karihauṁ bala anumāna sahāī ||

ehi bidhi nātha payodhi baṁdhāia |jehiṁ yaha sujasu loka tihuṁ gāia ||

ehiṁ sara mama uttara taṭa bāsī |hatahu nātha khala nara agha rāsī ||

suni kṛpāla sāgara mana pīrā |turatahiṁ harī rāma ranadhīrā ||

dekhi rāma bala pauruṣa bhārī |haraṣi payonidhi bhayau sukhārī ||

sakala carita kahi prabhuhi sunāvā |carana bandi pāthodhi sidhāvā ||

Herr, es gibt zwei Affenbrüder, Nila und Nala, die in ihrer Kindheit den Segen eines Weisen erhielten. Durch ihre Berührung werden selbst gewaltige Berge den Ozean überqueren, getragen von deiner Majestät. Auch ich werde die Majestät des Herrn in meinem Herzen tragen und helfen, soweit meine Kraft es zulässt. Auf diese Weise, Herr, soll der Ozean überbrückt werden, damit dieser gute Ruf in allen drei Welten besungen wird. Mit diesem Pfeil, Herr, erschlage die bösen Männer an meinem Nordufer, die Haufen von Sünden sind. Als er von der Qual des Ozeans hörte, beseitigte der barmherzige Rama, der in der Schlacht unerschütterlich ist, sie sogleich. Als er Ramas gewaltige Kraft und Tapferkeit sah, freute sich der Ozean und war erleichtert. Er erzählte dem Herrn die ganze Geschichte, verneigte sich dann zu seinen Füßen und ging fort.

Chhand 60

निज भवन गवनेउ सिंधु श्रीरघुपतिहि यह मत भायऊ।यह चरित कलि मलहर जथामति दास तुलसी गायऊ।।

सुख भवन संसय समन दवन बिषाद रघुपति गुन गना।तजि सकल आस भरोस गावहि सुनहि संतत सठ मना।।

nija bhavana gavaneu sindhu śrīraghupatihi yaha mata bhāyaū |yaha carita kali malahara jathāmati dāsa tulasī gāyaū ||

sukha bhavana saṁsaya samana davana biṣāda raghupati guna ganā |taji sakala āsa bharosa gāvahi sunahi santata saṭha manā ||

Der Ozean kehrte in seine eigene Wohnstatt zurück, und dieser Rat gefiel dem Herrn der Raghus. Tulsidas, der Diener, hat diese Erzählung, die die Unreinheiten des Kali-Zeitalters vertreibt, nach seinem Verständnis gesungen. Die Scharen der Tugenden des Herrn der Raghus sind eine Stätte des Glücks, Vernichter des Zweifels und Vertreiber der Betrübnis. O törichter Geist, gib alle andere Hoffnung und alles Vertrauen auf, und singe sie und höre sie stets.

Doha 60

सकल सुमंगल दायक रघुनायक गुन गान।सादर सुनहिं ते तरहिं भव सिंधु बिना जलजान।।⁠60।।

sakala sumaṅgala dāyaka raghunāyaka guna gāna |sādara sunahiṁ te tarahiṁ bhava sindhu binā jalajāna ||⁠60||

Der Gesang der Tugenden Raghunayaks, des Herrn der Raghus, verleiht jeden glückverheißenden Segen. Die ihn mit Ehrfurcht hören, überqueren den Ozean der weltlichen Existenz ohne ein Schiff zu brauchen.

Frequently Asked Questions

परम्परा में यह अंश ‘विघ्न-निवारण’ और ‘धैर्य-सिद्धि’ का दायक माना जाता है—विशेषतः जब साधक को कार्य-सिद्धि में विलम्ब, जड़ता, या बाह्य-प्रकृति (परिस्थिति) का ‘उत्तर न देना’ अनुभव हो। ‘भय बिनु होइ न प्रीति’ का पाठ आत्म-अनुशासन, और ‘सहज जड़ करनी’ का पाठ ईश्वर-आज्ञा-विश्वास दृढ़ करता है।

लोक-परम्परा में संकट/सेतु-कार्य सिद्धि हेतु ‘राम नाम’ का समपुट प्रचलित है—विशेषकर ‘श्रीराम जय राम जय जय राम’ या ‘राम राम’ का जप-समपुट। (क्षेत्र/सम्प्रदाय के अनुसार भिन्नता मिलती है।)

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