Opening the text

Rishi: Atharvanic tradition
Devata: Indra (Śacīpati) / Vajra as personified force
Chandas: Uṣṇih (explicitly referenced as operative meter)
AV 6.134 ist ein knappes rāṣṭrabhṛt-abhicārika-Zauberlied, das Indras Vajra—als lebendige, strafende Macht aufgefasst—zur Waffe macht, um das Reich zu schützen, indem feindliche Angreifer zerschmettert und gleichsam „begraben“ werden. Es verbindet politischen Grenzschutz mit tödlicher Unterdrückung: dem Feind wird das Leben weggeschlagen, seine Bewegung wird nach unten in die Erde gezwungen, und dem Vajra wird befohlen, ihn sogar bis zum sīmanta (Grenzsaum) zu verfolgen. Charakteristisch ist die Behauptung, dass die metrische Rezitation selbst (ausdrücklich: Uṣṇih) als wirksames „Werkzeug“ fungiert, das die Schlagkraft des Vajra schärft—im Rückbezug auf Indras paradigmatische Tötung Vṛtras.
Mantra 1
शत्रुनाशनम्। अ॒यं वज्र॑स्तर्पयतामृ॒तस्यावा॑स्य रा॒ष्ट्रमप॑ हन्तु जीवि॒तम्। शृ॒णातु॑ ग्री॒वाः प्र शृ॑णातू॒ष्णिहा॑ वृ॒त्रस्ये॑व॒ शची॒पतिः॑
Vernichtung der Feinde. Dieser Vajra möge sich an der Macht des Unsterblichen sättigen; er schlage dem, der dieses Reich bedroht, das Leben hinweg. Er zerschmettere die Hälse, ja zerschmettere sie hinaus—mit dem Uṣṇih, wie der Herr der Śacī den Vṛtra erschlug.
Mantra 2
अध॑रोऽधर॒ उत्त॑रेभ्यो गू॒ढः पृ॑थि॒व्या मोत् सृपत्। वज्रे॒णाव॑हतः शयाम्
Tiefer, ja tiefer als die Oberen — in der Erde verborgen — soll er nicht nach oben hervorkriechen. Vom Vajra getroffen, möge er niedergestreckt daliegen.
Mantra 3
यो जि॒नाति॒ तमन्वि॑च्छ यो जि॒नाति॒ तमिज्ज॑हि । जि॒न॒तो व॑ज्र॒ त्वं सी॒मन्त॑म॒न्वञ्च॒मनु॑ पातय
Wer angreift — den suche auf; wer angreift — den schlage wahrlich. O Vajra, den Angreifer bis an die Grenze verfolgend, strecke ihn nieder, während du ihm nachsetzt.
It is a polity-protection (rāṣṭrabhṛt) charm with hostile-magical (abhicārika) force, meant to neutralize and destroy an aggressor who threatens the realm—driving him down, preventing his return, and ensuring pursuit even to the border.
The hymn treats chandas as an operative instrument: reciting in/with Uṣṇih is portrayed as strengthening the vajra’s strike, paralleling Indra’s mythic victory over Vṛtra.
Sīmanta is the territorial boundary or limit of jurisdiction; the mantra commands the vajra to chase the attacker up to that boundary, ensuring the threat is not merely expelled but decisively struck down.
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