Opening the text

Rishi: To be confirmed by AVŚ 19.52 anukramaṇī
Devata: Kāma (personified Desire)
Chandas: Triṣṭubh (probable; requires metrical verification)
Dieser kurze Hymnus ruft Kāma (Begehren) als den uranfänglichen schöpferischen Impuls an – den „ersten Samen des Geistes“ – und wendet diese kosmische Zeugungskraft in konkreten Wohlstand für den Yajamāna. Indem persönliches Verlangen mit dem ersten Anstoß der Schöpfung in Einklang gebracht wird, sollen die Verse Ziele auch aus der Ferne erreichbar, wechselseitig antwortbereit und schließlich „akṣaya“ (unversiegbar) machen, besiegelt durch eine Opfergabe an Kāma.
Mantra 1
कामः। काम॒स्तदग्रे॒ सम॑वर्तत॒ मन॑सो॒ रेतः॑ प्रथ॒मं यदासी॑त्। स का॑म॒ कामे॑न बृह॒ता सयो॑नी रा॒यस्पोषं॒ यज॑मानाय धेहि
Kāma — Verlangen — entstand am Anfang; der Same des Geistes, das Erste, das war. Du, o Kāma, mit mächtigem Verlangen, ihm wesensgleich aus einem Schoß, verleihe dem Opfernden Mehrung an Reichtum und Gedeihen.
Mantra 2
त्वं का॑म॒ सह॑सासि॒ प्रति॑ष्ठितो वि॒भुर्वि॒भावा॑ सख॒ आ स॑खीय॒ते। त्वमु॒ग्रः पृत॑नासु सास॒हिः सह॒ ओजो॒ यज॑मानाय धेहि
Du, o Kāma, bist durch Macht gefestigt – allwirkend, weithin strahlend –, ein Bundesgenosse, der zum Freund wird. Du bist gewaltig, in Schlachten siegreich: verleihe dem Opfernden Kraft und Stärke (ojas).
Mantra 3
दू॒राच्च॑कमा॒नाय॑ प्रतिपा॒णायाक्ष॑ये । आस्मा॑ अशृण्व॒न्नाशाः॒ कामे॑नाजनय॒न्त्स्वः
Dem, der von fernher kommt, dem Nahenden; der Hand, die der Hand erwidert — zum unversiegbaren Gewinn: diesem Mann hörten die Hoffnungen zu; durch Kāma zeugten sie des Himmels Glück.
Mantra 4
कामे॑न मा॒ काम॒ आगन् हृद॑या॒द्धृद॑यं॒ परि॑ । यद॒मीषा॑म॒दो मन॒स्तदैतूप॒ मामि॒ह
Durch Kāma, o Kāma, komm zu mir; von Herz zu Herz umfasse mich ganz. Welcher Sinn dort der ihre ist—derselbe Sinn soll sich nähern, soll hier zu mir kommen.
Mantra 5
यत् का॑म का॒मय॑माना इ॒दं कृ॒ण्मसि॑ ते ह॒विः । तन्नः॒ सर्वं॒ समृ॑ध्यता॒मथै॒तस्य॑ ह॒विषो॑ वीहि॒ स्वाहा॑
Was wir, o Kāma, begehrend dir als Havis (Opfergabe) bereiten—das möge uns in allem gelingen und sich erfüllen. Dann nimm teil an diesem Havis: Svāhā!
No. Kāma here is broader: the cosmic impulse that drives creation and attainment. The hymn applies that power to prosperity, success, and fulfilment of aims, not only romance.
Akṣaya means “unfailing” or “imperishable.” The hymn seeks gains that do not diminish—stable prosperity or success that remains secure.
Traditionally it culminates in a havis offering with svāhā (19.52.5). A household fire is ideal, but a minimal offering setup (lamp/fire substitute) with clear dedication is often used in practice when a full rite is not possible.
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