Adhyaya 292
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 292

Adhyaya 292

Dieses Adhyāya überliefert Īśvaras Bericht über einen heiligen Ort im nördlichen Bereich, jenseits des Platzes, der als Kaurava-sañjñaka bezeichnet wird. Dort vollzieht die Göttin Bhadrakālī strenge Askesen (tapas) und errichtet anschließend in höchster Hingabe (bhakti) Ravi/Sūrya, indem sie ihn fest einsetzt (saṃsthāpayāmāsa). Das Kapitel nennt einen rituellen Zeitmarker: Sonntag (ravivāra) in Verbindung mit dem siebten Mondtag (saptamī), und hebt Opfergaben wie rote Blumen sowie rote Salbungen/Anstriche hervor. In der phalāśruti wird verkündet, dass Verehrung in Hingabe eine Frucht verleiht, die dem „Ertrag von einem Koti Opferhandlungen“ (koṭi-yajña-phala) gleichkommt, und dass sie von Leiden befreit, die aus vāta und pitta entstehen, ebenso wie von weiteren schweren Krankheiten. Zum Schluss folgt eine Gabevorschrift: Wer den vollen Verdienst der Pilgerfahrt erlangen will, soll an eben diesem Ort ein Pferd als dāna spenden (aśva-dāna). So werden Schreinverehrung, heilige Kalenderbeachtung und Wohltätigkeit zu einem integrierten ethisch-rituellen Weg verbunden.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । तस्मादुत्तरभागे तु स्थानात्कौरवसंज्ञकात् । भद्रकाली महादेवि तपः कृत्वा सुदुस्तरम्

Īśvara sprach: „Dann, nördlich von jenem Ort, der ‘Kaurava’ genannt wird, o Mahādevī, vollzog Bhadrakālī äußerst schwer zu vollbringende Askese (tapas).“

Verse 2

रविं संस्थापयामास भक्त्या परमया युता । रविवारेण सप्तम्यां रक्त पुष्पानुलेपनैः

Von höchster Hingabe erfüllt, errichtete sie die Verehrung Ravis (der Sonne). An einem Sonntag, am siebten tithi (Saptamī), verehrte sie ihn mit roten Blumen und roten Salbungen.

Verse 3

यस्तं पूजयते भक्त्या कोटियज्ञफलं लभेत् । मुच्यते वातपित्तोत्थै रोगैरन्यैश्च पुष्कलैः

Wer Ihn in hingebungsvoller Bhakti verehrt, erlangt Verdienst gleich dem Ertrag eines Krore von Opfern; und wird von Krankheiten, die aus vāta und pitta entstehen, sowie von vielen anderen schweren Leiden befreit.

Verse 4

अश्वस्तत्रैव दातव्यः सम्यग्यात्राफलेप्सुभिः

Wer die volle Frucht der Pilgerfahrt begehrt, soll dort an eben jenem heiligen Ort ein Pferd spenden.

Verse 292

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये न्यंकुमतीमाहात्म्ये भद्रकालीबालार्कमाहात्म्यवर्णनंनाम द्विनवत्युत्तरद्विशततमोऽध्यायः

So endet das zweihundertzweiundneunzigste Kapitel, genannt „Die Darstellung der Größe von Bhadrakālī und Bālārka“, im Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Ekāśītisāhasrī-Saṃhitā—innerhalb der Prabhāsakṣetra-Māhātmya, in der Nyaṅkumatī-Māhātmya.