Rig Veda Sukta 131
Mandala 10Sukta 1317 Mantras

Sukta 131

Sukta 10.131

Rishi

Unknown (RV 10.131; late maṇḍala)

Devata

Indra

Chandas

Likely Triṣṭubh (common for Indra hymns in this register), though confirmation requires full hymn metrical scan

Dieser späte rigvedische Hymnus ruft Indra als vierseitigen Hüter der Himmelsrichtungen an, der feindliche Mächte aus jeder Richtung vertreibt, damit die Verehrer sich an seinem weiten Schutz (śarman) erfreuen können. Er verbindet ein schützendes, apotropäisches Gebet mit mythischer Erinnerung (einschließlich der Namuci-Episode mit den Aśvins), um Indras sieghafte Kraft zu bekräftigen und das gemeinschaftliche Wohlergehen zu sichern. Der Hymnus gipfelt in dem Wunsch, im gütigen Sinn der Gottheit zu verweilen und selbst die geringste Feindschaft weit forttreiben zu lassen.

Mantras

Mantra 1

अप प्राच इन्द्र विश्वाँ अमित्रानपापाचो अभिभूते नुदस्व । अपोदीचो अप शूराधराच उरौ यथा तव शर्मन्मदेम ॥

Stoße, o Indra, alle Feindmächte von vorn hinweg; treibe, Schuldloser, die rückwärts drängenden Gewalten fort, die uns bedrängen. Wehre auch die von Norden und die von unten ab, o Held, damit wir in der weiten Friedensstatt deines Schutzes froh und stark werden.

Mantra 2

कुविदङ्ग यवमन्तो यवं चिद्यथा दान्त्यनुपूर्वं वियूय । इहेहैषां कृणुहि भोजनानि ये बर्हिषो नमोवृक्तिं न जग्मुः ॥

Ob wohl, o Indra, selbst die Gerstenreichen — ja die Gerste selbst — der Reihe nach, nacheinander, zum Weichen gebracht werden? Hier und hier bereite ihnen ihre „Speisungen“ — denen, die nicht zur Abschneidung der Verehrung auf dem heiligen Barhis-Gras gelangt sind.

Mantra 3

नहि स्थूर्यृतुथा यातमस्ति नोत श्रवो विविदे संगमेषु । गव्यन्त इन्द्रं सख्याय विप्रा अश्वायन्तो वृषणं वाजयन्तः ॥

Nicht plump, dem Jahreslauf gemäß, ist dein Kommen; auch wird dein Ruhm nicht bloß in äußeren Begegnungen gefunden. Die Seher (viprá) suchen Indra zur Freundschaft: nach den Kühen (Strahlen) der Erkenntnis verlangend, nach den Rossen der Kraft verlangend, den Stier zur Fülle der Macht antreibend.

Mantra 4

युवं सुराममश्विना नमुचावासुरे सचा । विपिपाना शुभस्पती इन्द्रं कर्मस्वावतम् ॥

Ihr zwei, o Aśvins, trankt den starken Sura-Trank tief mit Namuci auf dem asurischen Feld; ihr, Herren leuchtender Schönheit, stütztet Indra in seinen Werken.

Mantra 5

पुत्रमिव पितरावश्विनोभेन्द्रावथुः काव्यैर्दंसनाभिः । यत्सुरामं व्यपिबः शचीभिः सरस्वती त्वा मघवन्नभिष्णक् ॥

Wie zwei Eltern ihren Sohn, so halfen dir die beiden Aśvins, o Indra, mit dichterischer Eingebung und wunderwirkenden Kräften. Als du durch deine mächtigen Wirkungen den starken Soma‑Genuss trankst, da trieb dich Sarasvatī, o Freigebiger, voran und machte dich siegreich.

Mantra 6

इन्द्रः सुत्रामा स्ववाँ अवोभिः सुमृळीको भवतु विश्ववेदाः । बाधतां द्वेषो अभयं कृणोतु सुवीर्यस्य पतयः स्याम ॥

Möge Indra, der gute Schützer, reich an eigener Kraft, durch seine Hilfen gnädig werden, der Allwissende. Er schlage den Hass nieder und schaffe Furchtlosigkeit; mögen wir Herren einer leuchtenden, vollendeten Heldenkraft sein.

Mantra 7

तस्य वयं सुमतौ यज्ञियस्यापि भद्रे सौमनसे स्याम । स सुत्रामा स्ववाँ इन्द्रो अस्मे आराच्चिद्द्वेषः सनुतर्युयोतु ॥

In der lichten Gunst jenes opferwürdigen Machtwesens mögen auch wir verweilen, in heilsamem, einträchtigem Sinn. Möge Indra, der starke Schützer, reich an eigener Kraft, selbst die geringste Feindschaft weit von uns forttreiben und sie gänzlich hinwegnehmen.

Frequently Asked Questions

It is a protective hymn asking Indra to push away hostile forces from every direction so the worshippers can live in safety and confidence under his shelter.

That reference recalls a known mythic setting where divine powers acted decisively; it functions like a ‘proof by precedent’ that Indra (with divine support) succeeds in difficult works.

It can be recited as a prayer for protection before travel or important undertakings, focusing on the idea of clearing negativity from all quarters and settling into a peaceful, steady mind.

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