
Īśvara weist Devī an, nach Norden zu einem machtvollen Liṅga zu gehen, der Budheśvara heißt. Dieser Liṅga wird als solcher gepriesen, der allein durch Darśana, das fromme Schauen, alle Sünden tilgt. Die Erzählung begründet die Autorität des Heiligtums, indem sie seine Stiftung Budha (Merkur) zuschreibt. Budha vollzog lange Askese und verehrte Sadāśiva über vier yuga-gleiche Zeiträume („vier Jahre von Zehntausenden“), bis er Śiva unmittelbar schaute. Der Herr war zufrieden und verlieh Budha den Rang eines Graha, eines planetarischen Lenkers. Die rechte Verehrung dieses Liṅga, besonders am Saumyāṣṭamī (dem achten Mondtag, der Budha zugeordnet ist), wird mit Früchten gleichgesetzt, die dem Rājasūya-Opfer entsprechen. Die Phalaśruti verheißt Schutz vor Unglück, familiärem Unheil, Trennung vom Ersehnten und Furcht vor Feinden; und schließt, dass das ehrfürchtige Hören dieser Māhātmya zum „höchsten Zustand“ (parama pada) führt.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि तस्यैवोत्तरतः स्थितम् । लिंगं महाप्रभावं तु बुधेश्वरमिति श्रुतम्
Īśvara sprach: Dann, o große Göttin, soll man zu dem Liṅga gehen, das unmittelbar nördlich von jenem Ort steht. Dieses Liṅga ist von großer Macht und ist als Budheśvara bekannt.
Verse 2
धनुषां द्वितये चैव नातिदूरे व्यवस्थितम् । सर्वपाप हरं लिंगं दर्शनादेव भामिनि
In einer Entfernung von nur zwei Bogenlängen, nicht weit, steht jenes Liṅga. O Strahlende, schon durch bloßes Schauen tilgt es alle Sünden.
Verse 3
बुधेन चैव देवेशि तत्र तप्तं महातपः । स्थापितं विमलं लिंगं समाराध्य सदाशिवम्
O Göttin des Herrn, dort übte Budha große Askese. Nachdem er Sadāśiva in rechter Weise verehrt hatte, errichtete er ein makelloses, reines Liṅga.
Verse 4
वर्षायुतानि चत्वारि संपूज्य तु विधानतः । अनन्यचेताः शांतात्मा प्रत्यक्षीकृतवान्भवम्
Nachdem er vier Myriaden Jahre (vierzigtausend) nach Vorschrift verehrt hatte, einmütig und im Geist befriedet, ließ er Bhava (Śiva) leibhaftig vor sich erscheinen.
Verse 5
ततस्तुष्टमना देवो ग्रहत्वं तस्य तद्ददौ । तं संपूज्य विधानेन सोमपुत्रप्रतिष्ठितम् । सौम्याष्टम्यां विशेषेण राजसूयफलं लभेत्
Daraufhin gewährte der Gott, im Herzen erfreut, ihm den Rang eines Graha (Planeten). Wer den von des Mondes Sohn Budha eingesetzten Liṅga Budheśvara nach Vorschrift verehrt—besonders am Saumyāṣṭamī—erlangt die Frucht des Rājasūya-Opfers.
Verse 6
न दौर्भाग्यं कुले तस्य न चैवेष्टवियोजनम् । शत्रुतो न भयं तस्य भवेत्तस्यप्रसादतः
Durch seine Gnade gibt es in dessen Familie kein Unglück und keine Trennung von dem, was lieb ist. Vor Feinden hat er keine Furcht — so wirkt die Huld jenes Herrn.
Verse 7
इति संक्षेपतः प्रोक्तं माहात्म्यं बुधदैवतम् । श्रुत्वाऽभिनंद्य प्रयतः प्राप्नोति परमं पदम्
So ist in Kürze die Größe der Gottheit Budha verkündet worden. Wer dies hört, es ehrfürchtig bejaht und in Zucht verharrt, erlangt den höchsten Stand.
Verse 46
इति श्रीस्कान्दे महापु राण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये बुधेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनामषट्चत्वारिंशोऽध्यायः
So endet das sechsundvierzigste Kapitel, genannt „Darlegung der Größe Budheśvaras“, im ersten Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya, innerhalb des siebten Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Sammlung von einundachtzigtausend Versen.