Adhyaya 325
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 325

Adhyaya 325

In diesem Kapitel weist Īśvara Devī an, zu einem erhabenen Vināyaka-Heiligtum aufzubrechen, das an einem schönen Flussufer liegt und mit ṛṣi-toya, von Weisen geheiligten Wassern, verbunden ist. Die Gottheit erscheint als Gaṇeśa/Gaṇanātha, Anführer der göttlichen Scharen, und wird mit der kosmischen Macht identifiziert, die Tripura vernichtet; so wird seine Würde im śaivischen theologischen Rahmen hervorgehoben. Die Ikonographie wird genau benannt: Er weilt in einer erhabenen gaja-rūpa (Elefantengestalt) im großen heiligen Feld von Prabhāsa, umgeben von unzähligen gaṇa. Die praktische Weisung ist eindeutig: Pilger sollen mit voller Hingabe verehren, damit die Reise ohne Hindernisse verläuft; tägliche Gaben wie Blumen und Räucherwerk werden empfohlen. Ferner schreibt das Kapitel eine gemeinschaftliche Observanz am caturthī (vierten Mondtag) vor: Stadtbewohner sollen wiederholt am caturthī ein mahotsava (großes Fest) begehen, zum Wohl und Schutz des Reiches/der Nation (rāṣṭra-kṣema) und zur Erlangung von siddhi, der vollendeten Verwirklichung und dem Gelingen.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि विनायकमनुत्तमम् । ऋषितोयातटे रम्ये सर्वविघ्ननिवारणम्

Īśvara sprach: Danach, o große Göttin, soll man zum unvergleichlichen Vināyaka gehen, am lieblichen Ufer der Ṛṣitoyā, dem Beseitiger aller Hindernisse.

Verse 2

योऽसौ देवगणाध्यक्षः साक्षाच्च त्रिपुरान्तकः । गजरूपं समाश्रित्य ह्युन्नते जगति स्थितः । प्राभासिके महाक्षेत्रे गणानां कोटिभिर्वृतः

Er ist der Herr der göttlichen Scharen, wahrhaft Tripurāntaka selbst; in Elefantengestalt steht er erhaben in der Welt, im großen heiligen Feld von Prabhāsa, umgeben von Krores von Gaṇas.

Verse 3

तस्मात्सर्वप्रयत्नेन यात्रा निर्विघ्नहेतवे । आराध्यो गणनाथश्च पुष्पधूपादिभिः सदा

Darum soll man mit allem Eifer, um die Pilgerfahrt ohne Hindernisse zu vollziehen, Gaṇanātha stets mit Blumen, Weihrauch und anderen Gaben verehren.

Verse 4

चतुर्थ्यां च चतुर्थ्यां च सर्वैर्नगरवासिभिः । तस्मिन्महोत्सवः कार्यो राष्ट्रक्षेमार्थ सिद्धये

An jedem Caturthī (dem vierten Mondtag) sollen alle Stadtbewohner gemeinsam dort ein großes Fest begehen, damit Wohlergehen und Sicherheit des Reiches vollendet werden.

Verse 325

इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्य उन्नतस्वामिमाहात्म्यवर्णनं नाम पंचविंशत्युत्तरत्रिशततमोऽध्यायः

So endet Kapitel 325, genannt „Beschreibung der Größe Unnatasvāmis“, im Prabhāsa-khaṇḍa (Siebtes Buch) des Skanda-Mahāpurāṇa, innerhalb des Abschnitts Prabhāsakṣetra-māhātmya der Ekāśītisāhasrī-Saṃhitā.