
Dieses Adhyāya bietet einen knappen śaivischen Dialog zwischen Īśvara und der Devī, in dem Īśvara eine Höhle im Prabhāsa-kṣetra als von Natur aus reinigend und sündenvernichtend (pātaka-nāśinī) beschreibt. Die Höhle gilt als Wohn- oder Versammlungsort verdienstvoller ṛṣis und siddhas und wird so als geheiligter Punkt innerhalb der rituellen Geographie dieses Abschnitts ausgewiesen. Der Kern der Unterweisung ist darśana-basiert: Wer dorthin geht und die Nandinī-Höhle erblickt, wird von allen Sünden befreit und erlangt die Frucht der Cāndrāyaṇa-Observanz, eines anerkannten vrata der Sühne und Disziplin. Damit erfüllt das Kapitel die Funktion, (1) den Ort zu benennen, (2) seine Heiligkeit durch die Verbindung mit Vollendeten zu autorisieren und (3) eine phalāśruti zu verkünden, die Pilgerfahrt und heilige Schau einem formalen Bußritus gleichsetzt.
Verse 1
ईश्वर उवाच । तत्रैव संस्थिता देवि गुफा पातकनाशिनी । ऋषीणां संस्थितिर्यत्र सिद्धानां पुण्यचेतसाम्
Īśvara sprach: Eben dort, o Göttin, befindet sich eine Höhle, die Sünde vernichtet—dort ist die Wohnstatt der ṛṣi, und dort weilen die siddha mit geläutertem Geist.
Verse 2
तत्र गत्वा महादेवि गुफां यः पश्यते नरः । स मुक्तः सर्वपापेभ्यश्चांद्रायणफलं लभेत्
O große Göttin, wer dorthin geht und diese Höhle erblickt, wird von allen Sünden befreit und erlangt Verdienst, das dem Gelübde des Cāndrāyaṇa gleichkommt.
Verse 264
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये नंदिनीगुफामाहात्म्यवर्णनंनाम चतुःषष्ट्यु त्तरद्विशततमोऽध्यायः
So endet das 264. Kapitel mit dem Titel „Die Beschreibung der Größe der Nandinī-Höhle“ im Prabhāsa-Khaṇḍa (Siebtes Buch) des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, innerhalb der Prabhāsakṣetra-Māhātmya (erste Abteilung).