
In diesem Kapitel weist Īśvara Devī an, wie man sich einem machtvollen kṣetrapāla (Wächter des heiligen Ortes) nähert, der in der Richtung Īśāna (Nordosten) weilt und als mit einer mantramālā, einer Girlande bzw. Reihe von Mantras, geschmückt beschrieben wird. Der Wächter steht zum Schutz nahe einem goldenen Ufer (hiraṇya-taṭa) und behütet ein Teilgebiet namens hīraka-kṣetra, ein „Feld“ von diamant- oder juwelenhafter Beschaffenheit. Der Text legt sodann ein zeitgebundenes Ritual fest: Am trayodaśī, dem dreizehnten Mondtag, in der dunklen Monatshälfte (kṛṣṇa-pakṣa) soll der Verehrer den kṣetrapāla mit Düften, Blumen, Gaben und bali (rituellen Darbringungen/Oblationen) ehren. Die phalaśruti schließt mit der Verheißung, dass die Gottheit bei rechter Verehrung zu sarva-kāma-prada wird, dem Spender aller gewünschten Ziele, und so diese Hingabe als schützende wie wunscherfüllende Praxis im ethischen Rahmen der tīrtha-Übung ausweist.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि क्षेत्रपालं महाप्रभम् । ईशाने संस्थितं देवं मंत्रमालाविभूषितम्
Īśvara sprach: „Dann, o Mahādevī, soll man zu Kṣetrapāla gehen, dem mächtigen und strahlenden Hüter des heiligen Feldes; zu dem Gott, der im Nordosten steht, geschmückt mit einer Girlande aus Mantras.“
Verse 2
हिरण्यातटमाश्रित्य रक्षार्थं समुपस्थितम् । तत्रैव हीरकं क्षेत्रं तस्मिन्रक्षां करोति सः
An das Ufer der Hiraṇyā gelehnt, steht er dort zum Schutz bereit. Eben dort liegt das Feld Hīraka, und an jenem Ort übt er sein Hüteramt aus.
Verse 3
कृष्णपक्षे त्रयोदश्यां तत्र तं पूजयेन्नरः । गंधपुष्पोपहारैश्च तथा बलि निवेदनैः
Am Trayodaśī, dem dreizehnten Mondtag der dunklen Monatshälfte, soll der Mensch ihn dort verehren mit Duftstoffen und Blumen als Gaben und ebenso mit der Darbringung von bali (rituellen Speiseopfern).
Verse 4
एवं संपूजितो देवः सर्वकामप्रदो भवेत्
So verehrt, wird die Gottheit zum Spender aller ersehnten Ziele und Wünsche.
Verse 243
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये मंत्रावलिक्षेत्रपालमाहात्म्यवर्णनंनाम त्रिचत्वारिंशदुत्तरद्विशततमोऽध्यायः
So endet das 243. Kapitel mit dem Titel „Darlegung der Herrlichkeit von Mantrāvalī Kṣetrapāla“ im Prabhāsa-Khaṇḍa—innerhalb der Prabhāsa-Kṣetra-Māhātmya—des ehrwürdigen Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend (Versen).