Adhyaya 226
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Adhyaya 226

Dieses Adhyāya überliefert Īśvaras Weisung über ein Heiligtum namens Meghēśvara, gelegen im vorderen Teil des kṣetra in Richtung nairṛta (Südwesten). Der Ort wird als Sündenbefreier (pāpa-mocana) und als Vernichter schwerster Verfehlungen (sarva-pātaka-nāśana) gepriesen. Daraufhin wendet sich die Rede einer konkreten gemeinschaftlichen Not zu: der Furcht vor Dürre und ausbleibendem Regen (anāvṛṣṭi-bhaya). Als Abhilfe wird ein besänftigendes Ritual (śānti) vorgeschrieben, das gelehrte Brāhmaṇas dort vollziehen sollen; zudem ist die Erde mit Wasser (udaka) nach der vāruṇī‑Weise, in Verbindung mit Varuṇa, rituell zu weihen—ein Regen herbeirufender und Ordnung wiederherstellender Ritus. Weiter heißt es, wo der „mit Wolken errichtete“ Liṅga regelmäßig verehrt wird, entstehe keine Dürrefurcht. So erscheint Meghēśvara als theologische Gewähr für ökologische und soziale Stabilität durch disziplinierte Hingabe.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । तस्यैव पूर्वभागे तु नैरृते पापमोचनात् । मेघेश्वरेति विख्यातं सर्वपातकनाशनम्

Īśvara sprach: Im östlichen Teil eben dieses heiligen Gebietes, nach Südwesten hin, befindet sich ein heiliger Ort, bekannt als Megheśvara. Weil er von Sünde befreit, wird er als Vernichter aller Verfehlungen gerühmt.

Verse 2

अनावृष्टिभये जाते शांतिं तत्रैव कारयेत् । वारुणीं विप्रमुख्यैस्तु भावयेदुदकैर्महीम्

Wenn die Furcht vor Dürre entsteht, soll man eben dort ein besänftigendes Śānti‑Ritual vollziehen lassen. Unter Führung hervorragender Brāhmaṇas vollziehe man den Vāruṇī‑Ritus und weihe die Erde mit Wassern.

Verse 3

मेघैः प्रतिष्ठितं लिंगं यत्र नित्यं प्रपूज्यते । अनावृष्टिभयं किंचिन्न च तत्र प्रजायते

Wo der von den Wolken errichtete Liṅga täglich verehrt wird, entsteht dort keinerlei Furcht vor Dürre.

Verse 226

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीति साहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये मेघेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनाम षड्विंशत्युत्तरद्विशततमोऽध्यायः

So endet das zweihundertsechsundzwanzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe Megheśvaras“, im Prabhāsa-khaṇḍa—innerhalb der Prabhāsakṣetra-māhātmya—des Śrī Skanda Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen.