
Dieses Adhyāya schildert Īśvaras Unterweisung an Mahādevī über einen Liṅga, der als „von den Göttern eingesetzt“ beschrieben wird. Das Erkennen des prabhāva (der heiligen Wirkkraft) dieses Ortes wird ausdrücklich mit der Vernichtung aller Sünden und der Läuterung des Pilgers verbunden. Darauf folgt ein verbindliches Verhaltensprogramm: Man soll strenge Askese (ugra tapas) in Beziehung zu diesem Liṅga üben, und wer seinen darśana empfängt, wird als kṛtakṛtya bezeichnet—als einer, der religiös erfüllt ist und seine Pflicht vollendet hat. Zudem wird dāna gelehrt: empfohlen wird go-dāna, die Gabe einer Kuh, an einen im Veda bewanderten Brāhmaṇa; eine richtig ausgerichtete Gabe mache die Frucht der Pilgerfahrt (yātrā-phala) kraftvoller und größer.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि लिंगं देवैः प्रतिष्ठितम् । ज्ञात्वा प्रभावं क्षेत्रस्य सर्वपातकनाशनम्
Īśvara sprach: „Dann, o große Göttin, soll man zum Liṅga gehen, den die Götter errichtet haben, im Wissen um die Macht dieses heiligen Feldes, das alle schweren Sünden vernichtet.“
Verse 2
तत्र कृत्वा तपश्चोग्रं लिंगं देवैः प्रतिष्ठितम् । तं दृष्ट्वा मानवो देवि कृतकृत्यः प्रजायते
Dort, nachdem man beim von den Göttern eingesetzten Liṅga strenge Askese geübt hat, wird ein Mensch—o Göttin—durch dessen Anblick zu einem, der den Sinn des Lebens erfüllt hat.
Verse 3
गोदानं तत्र देयं तु ब्राह्मणे वेदपारगे । सम्यक्च लभते देवि यात्रायाः फलमूर्जितम्
Dort soll man wahrlich die Gabe von Kühen einem im Veda bewanderten Brahmanen darbringen; dann, o Göttin, erlangt man rechtmäßig die kraftvolle, reiche Frucht der Pilgerfahrt.
Verse 194
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां सहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्येऽमरेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनाम चतुर्णवत्युत्तरशततमोऽध्यायः
So endet das hundertvierundneunzigste Kapitel, betitelt „Die Schilderung der Größe Amareśvaras“, im Prabhāsa-khaṇḍa — innerhalb des ersten Teils, des Prabhāsakṣetra-māhātmya — des Śrī Skanda Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen.