Adhyaya 188
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 188

Adhyaya 188

Dieses Adhyāya gibt eine knappe Wegweisung innerhalb des Prabhāsa-kṣetra. Īśvara spricht zu Devī und weist sie an, zu einer bestimmten Station zu gehen, wo auf Erden ein svayaṃbhū-liṅga namens Rudreśvara besteht. Der Text verortet das Heiligtum in Bezug auf Ādi-Prabhāsa und nennt eine messbare Entfernung — drei Bogenlängen —, wodurch rituell-geographische Genauigkeit betont wird. Anschließend folgt die Ursachenerzählung: Rudra trat in Versenkung (dhyāna) ein und „legte“ dort sein eigenes tejas nieder, sodass die Heiligkraft des Ortes in göttlicher Gegenwart gründet und nicht in menschlicher Errichtung. Zum Schluss verheißt die phalaśruti: Darśana und Pūjā für Rudreśvara vernichten alle Sünden und lassen den Verehrer die gewünschten Ziele erlangen.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि तत्र स्थाने तु संस्थितम् । रुद्रेश्वरेतिनामानं स्वयंभूतं धरातले

Īśvara sprach: „Dann, o Mahādevī, soll man zu jenem Ort gehen, wo auf der Oberfläche der Erde die selbstmanifestierte (svayaṃbhū) heilige Gegenwart namens Rudreśvara steht.“

Verse 2

आदिप्रभासात्पुरतो धनुषां त्रितये स्थितम् । रुद्रेण ध्यानमास्थाय स्वं तेजस्तत्र योजितम्

Es liegt vor Ādi-Prabhāsa in einer Entfernung von drei Bogenlängen; dort trat Rudra in Meditation ein und verankerte an jenem Ort sein eigenes göttliches Strahlen.

Verse 3

ततो रुद्रेश्वरंनाम सर्वपातकनाशनम् । तं दृष्ट्वा पूजयित्वा च सर्वान्कामानवाप्नुयात्

Darum heißt er Rudreśvara, der Vernichter aller Sünden. Wer ihn schaut und verehrt, erlangt alle gewünschten Ziele.

Verse 188

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभास खण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये रुद्रेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनामाष्टाशीत्युत्तरशततमोऽध्यायः

So endet das einhundertachtundachtzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe Rudreśvaras“, im Prabhāsa-Khaṇḍa, innerhalb des Abschnitts Prabhāsa-kṣetra-māhātmya des ehrwürdigen Skanda-Mahāpurāṇa, der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen.