
In einem Dialog zwischen Śiva und Devī weist dieses Kapitel den Hörer auf ein westlich gelegenes Heiligtum hin, wo Gaurī als Saubhāgyeśvarī verehrt wird, die Spenderin von saubhāgya — ehelichem Glück, glückverheißender Fügung und Wohlergehen. Der Ort wird durch Richtungs- und Kontextangaben verortet, mit einem Bezug zu Rāvaṇa unter dem Namen „Rāvaṇeśa“ sowie dem Hinweis auf ein „Bündel von fünf Bögen“ als toponymisches Erkennungsmerkmal. Darauf folgt ein etiologisches Beispiel: Arundhatī soll dort strenge Tapas (tapas) geübt haben, aus dem Wunsch nach saubhāgya und in hingebungsvoller Verehrung Gaurīs, und durch die Macht der Göttin die höchste Vollendung erlangt haben. Als besonders heilige Zeit wird die tṛtīyā, der dritte Mondtag der hellen Monatshälfte im Monat Māgha, genannt. Die Phalaśruti verspricht ausdrücklich: Wer diese Gottheit mit Bhakti verehrt, erlangt saubhāgya, und diese Zusage gilt sogar für künftige Geburten.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि गौरीं सौभाग्यदायिनीम् । पश्चिमे रावणेशस्य धनुषां पञ्चके स्थिताम्
Īśvara sprach: Dann, o große Göttin, soll man zu Gaurī gehen, der Spenderin von Saubhāgya, des segensreichen Eheglücks, die westlich von Rāvaṇeśa weilt, in dem Gebiet, das als „fünf Bogen“ bemessen wird.
Verse 2
यत्रातप्यत्तपो घोरं स्वयं देवी ह्यरुंधती । सौभाग्यं कांक्षमाणा सा गौरीपूजापरायणा
Dort übte die Göttin Arundhatī selbst strenge, furchtbare Askese, nach Saubhāgya verlangend, ganz hingegeben an die Verehrung Gaurīs.
Verse 3
संप्राप्ता परमां सिद्धिं तस्या देव्याः प्रभावतः । तृतीयायां शुक्लपक्षे माघे मासि वरानने
Durch die Macht jener Göttin erlangte sie die höchste Vollendung — o Schönangesichtige — am dritten Mondtag der hellen Monatshälfte, im Monat Māgha.
Verse 4
यस्तां पूजयते भक्त्या स सौभाग्यमवाप्नुयात् । अन्यजन्मनि देवेशि नात्र कार्या विचारणा
Wer Sie in hingebungsvoller Bhakti verehrt, erlangt Saubhāgya, glückverheißendes Geschick; selbst in einer anderen Geburt, o Herrin der Götter, bedarf es hier weder Zweifel noch Erwägung.
Verse 124
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये सौभाग्येश्वरीमाहात्म्यवर्णनंनाम चतुर्विशत्युत्तरशततमोऽध्यायः
So endet das hundertvierundzwanzigste Kapitel mit dem Titel „Darstellung der Größe Saubhāgyeśvarīs“ im Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Ekāśītisāhasrī-Saṃhitā, innerhalb der Prabhāsakṣetra-māhātmya.