
Dieses Adhyāya überliefert Pulastyas Unterweisung an einen königlichen Zuhörer über einen höchst verdienstvollen Wasser-Tīrtha namens Gaṅgādhara, der als supuṇya gerühmt wird und „reines Wasser“ (vimala-udaka) besitzt. Die Heiligkeit des Ortes wird mit einer śaivistischen Theophanie verknüpft: Die Gottheit (in der Wendung als Hari/Śiva bezeichnet) nimmt die Gestalt Acalēśvaras an und wird als der gepriesen, der die Gaṅgā „hielt“, als sie vom Himmel herabstieg, wodurch der Ort durch kosmisches Zurückhalten und Gnade geheiligt wurde. Darauf folgt eine Praxisvorschrift: Am aṣṭamī-Tag soll man mit gesammelt-ruhigem Geist (samāhita) an diesem Tīrtha das rituelle Bad (snāna) vollziehen. Die Frucht wird erhaben beschrieben—das Erreichen einer höchsten Stätte, die selbst für die Götter schwer zu erlangen ist—und macht deutlich, dass rechte Zeit, heiliger Ort und lautere Absicht zusammen außergewöhnliches spirituelles Verdienst hervorbringen.
Verse 1
पुलस्त्य उवाच । गंगाधरं ततो गच्छेत्सुपुण्यं विमलोदकम् । येन गंगा धृता राजन्निपतन्ती नभस्तलात्
Pulastya sprach: „Dann soll man zu Gaṅgādhara gehen, dessen Wasser rein und überaus verdienstvoll ist; durch ihn, o König, wurde die Gaṅgā gehalten, als sie vom Himmelsraum herabstürzte.“
Verse 2
आहूता देव देवेन ह्यचलेश्वररूपिणा । हरेण रभसा राजन्यत्पुरा कथितं तव
O König, sie wurde eilends von Hari — dem Gott der Götter — herbeigerufen, der die Gestalt des Acaleśvara angenommen hatte, wie es dir zuvor berichtet wurde.
Verse 3
तत्र यः कुरुते स्नानमष्टम्यां च समाहितः । स गच्छेत्परमं स्थानं देवै रपि सुदुर्लभम्
Wer dort am Aṣṭamī (am achten Mondtag) mit gesammelt-ruhigem Geist badet, gelangt zur höchsten Stätte, die selbst für die Götter überaus schwer zu erlangen ist.
Verse 61
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे तृतीयऽर्बुदखण्डे गंगाधरतीर्थमाहात्म्य वर्णनंनामैकषष्टितमोऽध्यायः
So endet das einundsechzigste Kapitel, betitelt „Beschreibung der Herrlichkeit des Gaṅgādhara-Tīrtha“, im dritten Arbuda-Khaṇḍa des siebten Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda Mahāpurāṇa in der Ekāśītisāhasrī Saṃhitā.