
Sukta 10.56
A luminous guiding power (likely Savitṛ/Puṣan-type ‘leader by light’, or a collective divine principle); precise devatā not determinable from excerpt alone
Trishtubh (likely; requires metrical verification)
Dieser Hymnus betrachtet die Führung durch ein „drittes Licht“, das den Suchenden zu einem höheren Begegnungsort geleitet, wo das verkörperte Wesen strahlend wird und den Göttern lieb ist. Er reflektiert auch, wie Ahnen- und göttliche Mächte Ordnung stiften, indem sie zerstreute Kräfte wieder im Leib sammeln, eine sichere Passage durch schwierige Übergänge ermöglichen und die Nachkommenschaft über niedere und höhere Bereiche hinweg einsetzen.
Mantra 1
इदं त एकं पर ऊ त एकं तृतीयेन ज्योतिषा सं विशस्व । संवेशने तन्वश्चारुरेधि प्रियो देवानां परमे जनित्रे ॥
Dies ist ein Sitz für dich, und jener dort jenseits ist ein anderer; tritt ein durch das dritte Licht. Am Ort der Zusammenkunft der Leiber werde schön und entflammt; den Göttern lieb — in der höchsten Geburtsstätte.
Mantra 2
तनूष्टे वाजिन्तन्वं नयन्ती वाममस्मभ्यं धातु शर्म तुभ्यम् । अह्रुतो महो धरुणाय देवान्दिवीव ज्योतिः स्वमा मिमीयाः ॥
Deine leibhaftige Kraft, o Herr der Fülle, die dich führt, bringe uns den erwünschten Frieden — und dir ebenso. Unversehrt, zur großen Grundlage, missest du dein eigenes Licht aus, wie am Himmel für die Götter.
Mantra 3
वाज्यसि वाजिनेना सुवेनीः सुवितः स्तोमं सुवितो दिवं गाः । सुवितो धर्म प्रथमानु सत्या सुवितो देवान्त्सुवितोऽनु पत्म ॥
Du bist die Fülle; und durch die Fülle trägst du uns heil: rechtes Gehen führt den Hymnus, rechtes Gehen führt zum Himmel. Rechtes Gehen ist das Gesetz (Dharma), den Wahrheiten zuerst folgend; rechtes Gehen führt die Götter, rechtes Gehen folgt dem Pfad.
Mantra 4
महिम्न एषां पितरश्चनेशिरे देवा देवेष्वदधुरपि क्रतुम् । समविव्यचुरुत यान्यत्विषुरैषां तनूषु नि विविशुः पुनः ॥
Durch ihre Größe gewannen selbst die Väter die Herrschaft; die Götter legten in die Götter Willen und Krátu (wirkmächtige Kraft/Entschluss). Gemeinsam breiteten sie es aus; und was unruhig aufwallte, das ging wieder ein in ihre Leiber.
Mantra 5
सहोभिर्विश्वं परि चक्रमू रजः पूर्वा धामान्यमिता मिमानाः । तनूषु विश्वा भुवना नि येमिरे प्रासारयन्त पुरुध प्रजा अनु ॥
Mit ihren Kräften umspannten sie den ganzen Raum, die uralten, unermesslichen Wohnsitze ausmessend. Alle Welten fügten sie in ihre Leiber ein, und weithin entfalteten sie mannigfach die Entstehungen der Geschöpfe entlang des Schöpfungsfadens.
Mantra 6
द्विधा सूनवोऽसुरं स्वर्विदमास्थापयन्त तृतीयेन कर्मणा । स्वां प्रजां पितरः पित्र्यं सह आवरेष्वदधुस्तन्तुमाततम् ॥
Auf zweifache Weise errichteten die Söhne den Asura, den Finder des Himmels (Svar), durch eine dritte Tat des Wirkens. Die Väter aber setzten ihre eigene Nachkommenschaft, ihre väterliche, ererbte Kraft, in die unteren Bereiche, indem sie den ausgespannten Faden niederlegten.
Mantra 7
नावा न क्षोदः प्रदिशः पृथिव्याः स्वस्तिभिरति दुर्गाणि विश्वा । स्वां प्रजां बृहदुक्थो महित्वावरेष्वदधादा परेषु ॥
Wie mit einem Schiff über die drängenden Richtungen der Erde: mit den Kräften des Heils (svastí) überschreite alle schwierigen Durchgänge. Der Weitbesungene hat in seiner Größe seine eigene Nachkommenschaft in den unteren wie auch in den höheren Bereichen eingesetzt.
It points to a higher, guiding illumination—beyond ordinary perception—that allows entry into a more subtle ‘meeting-place’ and brings inner clarity and transformation.
Together they represent cosmic and ancestral powers that establish order and insight (kratu), showing that realization is supported by both divine law and ancestral continuity.
It can be recited for protection and right guidance—especially before travel or major transitions—focusing on svasti (well-being) and on gathering scattered energies back into calm, embodied steadiness.
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