Rig Veda Sukta 146
Mandala 1Sukta 1465 Mantras

Sukta 146

Sukta 1.146

Devata

Agni

Dieser kurze Agni-Hymnus preist das Feuer als kosmisches Wesen – „dreiköpfig“ und „siebenstrahlig“ –, im Schoß der beiden Eltern geboren und die lichten Bereiche des Himmels erfüllend. Zugleich deutet er auf Agnis verborgene Geburt aus den Reibhölzern und auf die nährenden „zwei Kühe“ (doppelte Kräfte), die um ein einziges Kalb kreisen, und weist so auf die gepaarten Mächte hin, die das Opferfeuer und den geordneten Pfad der Weite tragen.

Mantras

Mantra 1

त्रिमूर्धानं सप्तरश्मिं गृणीषेऽनूनमग्निं पित्रोरुपस्थे । निषत्तमस्य चरतो ध्रुवस्य विश्वा दिवो रोचनापप्रिवांसम् ॥

Agni besinge ich: den Dreihäuptigen, Siebenstrahligen, Unversehrten, der im Schoß der beiden Eltern sitzt. Fest niedergesetzt bewegt er sich im beständigen Grund und erfüllt alle leuchtenden Räume des Himmels.

Mantra 2

उक्षा महाँ अभि ववक्ष एने अजरस्तस्थावितऊतिॠष्वः । उर्व्याः पदो नि दधाति सानौ रिहन्त्यूधो अरुषासो अस्य ॥

Der große Stier schwillt daran gewaltig an; alterslos steht er da, hoch, mit tragenden Kräften. Auf dem Gipfel setzt er den weiten Schritt; seine rötlichen Mächte lecken das Euter und ziehen die nährende Essenz hervor.

Mantra 3

समानं वत्समभि संचरन्ती विष्वग्धेनू वि चरतः सुमेके । अनपवृज्याँ अध्वनो मिमाने विश्वान्केताँ अधि महो दधाने ॥

Zwei nährende Mächte ziehen um ein gemeinsames Kalb; weithin wandern sie, wohl gepaart. Den Weg messend, der nicht abzuweisen ist, setzen sie überall die Zeichen des Großen.

Mantra 4

धीरासः पदं कवयो नयन्ति नाना हृदा रक्षमाणा अजुर्यम् । सिषासन्तः पर्यपश्यन्त सिन्धुमाविरेभ्यो अभवत्सूर्यो नॄन् ॥

Die standhaften Seher führen zum wahren Schritt; mit verschieden wirkenden Herzen behüten sie die unalternde Macht. Suchend schauten sie ringsum und erblickten den Strom; da wurde ihnen die Sonne offenbar — für die Menschen.

Mantra 5

दिदृक्षेण्यः परि काष्ठासु जेन्य ईळेन्यो महो अर्भाय जीवसे । पुरुत्रा यदभवत्सूरहैभ्यो गर्भेभ्यो मघवा विश्वदर्शतः ॥

Sehenswert wandelt er umher in den Holzstücken; edel und anrufungswürdig — zum Leben des Kindes im Großen. Als er vielerorts aus jenen sonnentötenden Schößen hervorging, wurde der Freigebige allen sichtbar, allerschauend.

Frequently Asked Questions

These are symbolic epithets: “three-headed” can suggest Agni’s presence in three realms (earth, midspace, heaven) or three ritual forms, while “seven-rayed” points to his complete radiance—light spreading in all directions and through the ordered powers often counted as seven.

The phrase can mean Heaven and Earth as cosmic parents, and also the two fire-sticks used to kindle the sacrificial fire. The sukta intentionally allows both the cosmic and the ritual reading.

It is a riddle-like image for paired nurturing forces that sustain Agni—such as Heaven and Earth, day and night, or two complementary ritual powers—moving around the one ‘calf’, the newly born fire, as it is established on the straight path of order (ṛta).

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