Adhyaya 72
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 72

Adhyaya 72

Dieses Kapitel bietet eine knappe theologisch‑rituelle Weisung, die Īśvara zugeschrieben wird. Der Verehrer soll am selben heiligen Ort die Darśana von Vighneśa erlangen, der dort als „Jalavāsas“ bezeichnet wird, Gaṇeśa, „der im Wasser weilt“. Diese Darśana gilt als wirksam zur Vernichtung von Hindernissen und zur erfolgreichen Vollendung aller Vorhaben (sarva-kārya-prasiddhi). Zur Begründung wird erzählt, Varuṇa habe die Gottheit in hingebungsvoller Bhakti mit wassergeborenen Gaben (jalajaiḥ) verehrt, damit sein Tapas ohne Störung verlaufe (tapo-nirvighna-hetu). Die rituelle Vorschrift ist praktisch: Am vierten Mondtag (caturthī) soll man tarpaṇa darbringen und mit Düften, Blumen und Modakas verehren. Betont wird die Angemessenheit: Opfer „gemäß Hingabe und Vermögen“ (yathā-bhakti-anusāreṇa) sind die Grundlage für die Zufriedenheit des Gaṇādhipa.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । तत्रैव संस्थितं पश्येद्विघ्नेशं जलवाससम् । सर्वविघ्नविनाशाय सर्वकार्यप्रसिद्धये

Īśvara sprach: Eben dort soll man Vighneśa schauen, der als Jalavāsa bekannt ist, damit alle Hindernisse vernichtet werden und jedes Vorhaben zum Erfolg gelangt.

Verse 2

वरुणेन महादेवि तपोनिर्विघ्नहेतवे । पूजितो जलजैर्भक्त्या जलवासास्ततः स्मृतः

O große Göttin, damit die Askese ohne Hindernis sei, verehrte Varuṇa Ihn in Hingabe mit wassergeborenen Opfergaben; darum wird Er als „Jalavāsa“ in Erinnerung gehalten.

Verse 3

चतुर्थ्यां तर्पयेद्भक्त्या गन्धैः पुष्पैः स मोदकैः । यथाभक्त्यनुसारेण तस्य तुष्येद्गणाधिपः

Am Caturthī, dem vierten Mondtag, soll man Ihn in Hingabe mit Düften, Blumen und Modakas erfreuen; dem Maß der Andacht entsprechend wird der Herr der Gaṇas zufrieden.

Verse 72

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये जलवासगणपतिमाहात्म्यवर्णनंनाम द्विसप्ततितमोऽध्यायः

So endet im verehrten Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend (Versen), im siebten Prabhāsa-Khaṇḍa, innerhalb des ersten Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya, das zweiundsiebzigste Kapitel mit dem Titel „Darlegung der Größe des Jalavāsa-Gaṇapati“.