
Dieses Adhyāya ist als Unterweisung Īśvaras an Devī gestaltet und lenkt die Aufmerksamkeit auf eine besondere Gestalt der Göttin, „Devī Mantravibhūṣaṇā“, die in der Nähe von Bhīmeśvara verehrt wird und von der gesagt wird, Soma (die Mondgottheit) habe sie einst angebetet. So verbindet der Text die heilige Ortskunde des Schreins mit einer überlieferten Linie der Hingabe. Der Schwerpunkt ist vorschreibend und kalenderbezogen: Es heißt, eine Frau, die diese Devī im Monat Śrāvaṇa nach rechter Vorschrift verehrt, insbesondere am dritten Mondtag (tṛtīyā) der hellen Monatshälfte (śukla-pakṣa), werde von allem Kummer befreit. Damit vereint das Kapitel Ort, frühere Verehrung durch Soma und die genaue Zeit des vrata zu einer knappen, auf die Frucht (phala) ausgerichteten theologischen Anweisung.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि देवीं मंत्रविभूषणाम् । भीमेश्वरस्य सान्निध्ये सोमेनाराधितां पुरा
Īśvara sprach: „Dann, o große Devī, soll man zur Göttin Mantravibhūṣaṇā gehen. In der Nähe von Bhīmeśvara weilt sie – jene, die einst von Soma (dem Mond) verehrt wurde.“
Verse 2
श्रावणे मासि विधिना या नारी तां प्रपूजयेत् । तृतीयायां शुक्लपक्षे सा दुःखैर्मुच्यतेऽखिलैः
Im Monat Śrāvaṇa wird jede Frau, die sie nach der Vorschrift am Tṛtīyā der hellen Monatshälfte verehrt, von allem Kummer befreit.
Verse 348
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये मन्त्रविभूषणागौरी माहात्म्यवर्णनंनामाष्टाचत्वारिंशदुत्तरत्रिशततमोऽध्यायः
So endet das dreihundertneunundvierzigste Kapitel, genannt „Darlegung der Größe der Mantravibhūṣaṇā-Gaurī“, im Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, innerhalb der Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya.