
Dieses Adhyāya bietet eine knappe, zugleich verbindliche Tīrtha-Anweisung, gerahmt als Rede Īśvaras. Der Verehrer—der sich ehrfürchtig an Mahādevī wendet—soll westwärts zum Heiligtum der Nāradeśvarī gehen; ihre unmittelbare Gegenwart (sānnidhya) wird als Vernichterin allen Unglücks und jeder schlechten Fügung gepriesen (sarva-daurbhāgya-nāśinī). Zugleich wird eine besondere Bhakti-Vorschrift gegeben: Eine Frau, die die Göttin am tṛtīyā (dritter Mondtag) mit gefasstem, ruhigem Geist verehrt, begründet ein schützendes Verdienst, sodass in ihrer Linie die Frauen nicht vom Makel des Unglücks gezeichnet werden. Das Kapitel wirkt als Mikro-Māhātmya: es nennt den Ort, bestimmt die rituelle Zeit und umreißt die Frucht—Beseitigung und Vorbeugung von daurbhāgya—und schließt mit der Kennzeichnung als Nāradeśvarī-Māhātmya innerhalb des Prabhāsakṣetramāhātmya.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि पश्चिमे नारदेश्वरीम् । नारदेश्वरसांनिध्ये सर्वदौर्भाग्यनाशनीम्
Īśvara sprach: „Dann, o große Göttin, soll man westwärts zu Nāradeśvarī gehen. In der Nähe von Nāradeśvara vernichtet sie jede Art von Unglück.“
Verse 2
या नारी पूजयेद्देवीं तृतीयायां समाहिता । तदन्वये न दौर्भाग्ययुक्ता नारी भविष्यति
Welche Frau auch immer, die mit gesammeltem Geist die Göttin am Tṛtīyā-Tag (dritter Mondtag) verehrt: In ihrer Linie wird keine Frau vom Unglück behaftet sein.
Verse 347
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये नारदेश्वरीमाहात्म्यवर्णनंनाम सप्तचत्वारिंशदुत्तरत्रिशततमोऽध्यायः
So endet das dreihundertachtundvierzigste Kapitel, genannt „Darlegung der Größe der Nāradeśvarī“, im Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, innerhalb der Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya.