Adhyaya 331
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Adhyaya 331

Dieses Kapitel ist als Unterweisung Īśvaras an Mahādevī über einen hochverehrten heiligen Ort namens Kāla-Megha gerahmt. Der Vortrag weist den Verehrer an, nach Kāla-Megha zu gehen, und nennt im östlichen Bereich einen kṣetrapa (Schutz- und Herrschaftsmacht des Ortes), der in der Gestalt eines Liṅga erschienen ist. Daraufhin wird die Verehrung nach dem Mondkalender festgelegt: Der Liṅga soll von den Menschen mit Bali-Gaben geehrt werden, besonders am achten Tag (aṣṭamī) oder am vierzehnten (caturdaśī) des Mondmonats. Die Wirksamkeit wird knapp im Phala-Stil ausgesprochen: Die Gottheit gewährt die ersehnten Ziele (vāñchitārtha-prada) und gilt als „wunscherfüllender Baum“ für das Kali-Zeitalter, was die Zugänglichkeit religiösen Segens in späterer Zeit durch geregelte Hingabe betont. Das Kolophon bezeichnet dies als das 331. Kapitel des ersten Prabhāsa-kṣetra-māhātmya innerhalb des Prabhāsa Khaṇḍa der Skanda Mahāpurāṇa.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि कालमेघेति विश्रुतम् । तस्मात्तं पूर्वदिग्भागे क्षेत्रपं लिंगरूपिणम्

Īśvara sprach: Dann, o große Göttin, soll man zu dem Ort gehen, der als Kālamegha berühmt ist; dort, im östlichen Bereich, befindet sich der Hüter des heiligen Feldes, gegenwärtig in der Gestalt eines Liṅga.

Verse 2

अष्टम्यां वा चतुर्द्दश्यां पूज्योऽसौ बलिभिर्नरैः । वांछितार्थप्रदः सम्यक्स कलौ कल्पपादपः

Am achten oder vierzehnten Mondtag sollen die Menschen ihn mit Opfergaben (bali) verehren; wahrlich gewährt er die ersehnten Ziele, wie ein Wunschbaum im Kali‑Zeitalter.

Verse 331

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये कालमेघमाहात्म्यवर्णनंनामैकत्रिंशदुत्तरत्रिशततमोऽध्यायः

So endet im heiligen Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend (Versen), im siebten Buch—Prabhāsa-khaṇḍa—innerhalb des ersten Prabhāsakṣetra-māhātmya, das Kapitel mit dem Titel „Beschreibung der Größe Kālameghas“, nämlich Kapitel 331.