
Das Kapitel bietet eine knappe kṣetra-Unterweisung, eingebettet in einen Dialog zwischen Śiva und Devī. Īśvara weist Mahādevī an, zu einem strahlenden Ort namens Mārudāryā zu gehen, der im Westen in einer gemessenen Entfernung von einem halben krośa liegt. Die dortige Göttin wird als von den Maruts verehrt beschrieben und als Spenderin der „Frucht aller Wünsche“ (sarva-kāma-phala). Daraufhin wird die Lehre kalenderbezogen und rituell: Der Übende soll mit Sorgfalt verehren, besonders an Mahānavamī, ebenso an Saptamī, und dabei übliche Gaben wie Duftstoffe und Blumen darbringen (gandha-puṣpa-ādi). Das Thema betont die purāṇische Verknüpfung von Ort, Zeit und Methode—heilige Geographie (wo), vrata-Kalender (wann) und pūjā-vidhi (wie)—als geordnete bhakti-Praxis für gewünschte Ziele und religiöses Verdienst.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि मरुदार्यां महाप्रभाम् । तस्मात्पश्चिमदिग्भागे क्रोशार्द्धेन व्यवस्थिताम्
Īśvara sprach: Dann, o große Göttin, soll man zur strahlenden Marudāryā gehen. Sie befindet sich westlich von jenem Ort, in einer Entfernung von einer halben Krośa.
Verse 2
मरुद्भिः पूजितां देवीं सर्वकामफलप्रदाम् । महानवम्यां यत्नेन सप्तम्यां पूजयेन्नरः । गंधपुष्पादिविधिना सर्वकामप्रसिद्धये
Diese Göttin, von den Maruts verehrt, gewährt die Früchte aller Wünsche. Ein Mensch soll sie mit Eifer verehren—am Saptamī-Tag und besonders an Mahānavamī—mit Darbringungen wie Duftstoffen und Blumen, damit alle Begehren in Erfüllung gehen.
Verse 315
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये मरुदार्यादेवीमाहात्म्यवर्णनंनाम पंचदशोत्तरत्रिशततमोऽध्यायः
So endet das dreihundertfünfzehnte Kapitel, betitelt „Darlegung der Größe der Marudāryā Devī“, im ersten Prabhāsa-kṣetra-māhātmya des Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda Mahāpurāṇa (in der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen).