
Dieses Kapitel, als Rede Īśvaras gefasst, bietet eine knappe Ortsanweisung und eine rituelle Vorschrift. Zunächst verortet es den Schrein des Bakulsvāmin, der mit Sūrya identifiziert wird, im nördlichen Bereich in einer gemessenen Entfernung von „acht Bogen“ und preist das Darśana dieser Sonnenform als Vernichter von Kummer und Bedrängnis (duḥkha-nāśana). Darauf folgt eine besondere Observanz: Fällt der Sonntag (ravivāra) mit dem siebten Mondtag (saptamī) zusammen, soll der Verehrer eine nächtliche Vigil (jāgaraṇa) halten. Als Frucht (phala) werden die Erfüllung der Wünsche sowie Ehre und Erhöhung in der Sūrya-loka genannt. Das Kolophon weist den Text dem Skanda-Mahāpurāṇa zu, im Prabhāsa Khaṇḍa, innerhalb der Prabhāsakṣetramāhātmya-Sektion, und benennt das Kapitel als Erzählung vom Bakulsvāmin-māhātmya.
Verse 1
ईश्वर उवाच । तस्मादुत्तरदिग्भागे धनुषामष्टभिः प्रिये । बकुलस्वामिनं सूर्यं तं पश्येद्दुःखनाशनम्
Īśvara sprach: „Von dort, o Geliebte, im nördlichen Viertel, in einer Entfernung von acht dhanuṣ, soll man Sūrya schauen, genannt Bakula-svāmin – den Vernichter des Leids.“
Verse 2
रविवारेण सप्तम्यां कुर्याज्जागरणं नरः । सर्वान्कामानवाप्नोति सूर्यलोके महीयते
An einem Sonntag, am siebten Mondtag (Saptamī), soll der Mensch eine Nachtwache halten. Er erlangt alle Wünsche und wird in der Welt Sūryas geehrt.
Verse 312
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये बकुलस्वामिमाहात्म्यवर्णनंनाम द्वाद शोत्तरत्रिशततमोऽध्यायः
So endet das dreihundertzwölfte Kapitel, genannt „Die Beschreibung der Größe Bakula-svāmins“, im Prabhāsa-khaṇḍa, innerhalb des Prabhāsa-kṣetra-māhātmya der ehrwürdigen Skanda-Mahāpurāṇa (Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen).