
Dieses Kapitel bietet eine knappe rituell-geographische Unterweisung, die Īśvara an Mahādevī richtet. Der Pilger wird zu einem erhabenen Vināyaka-Heiligtum namens Caturmukha geführt, dessen Lage genau beschrieben wird: nördlich von Caṇḍīśa, in Richtung des Īśāna-Quadranten (Nordost), in einer Entfernung von vier dhanus. Daraufhin legt der Text die Verehrung fest: die pūjā mit bewusster Sorgfalt und diszipliniertem Bemühen (prayatna) auszuführen und Duftstoffe (gandha), Blumen (puṣpa) sowie Speiseopfer (bhakṣya, bhojya) einschließlich modaka darzubringen. Als zeitlicher Schlüssel gilt der vierte Mondtag (caturthī); wer zur rechten Zeit verehrt, erlangt siddhi (Vollendung) und beseitigt vighna (Hindernisse), sodass religiöse Vorhaben gelingen.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि विनायकमनुत्तमम् । चतुर्मुखेति विख्यातं चण्डीशादुत्तरे स्थितम्
Īśvara sprach: Dann, o Große Göttin, soll man zum unvergleichlichen Vināyaka gehen, bekannt als „Caturmukha“, der nördlich von Caṇḍīśa weilt.
Verse 2
किञ्चिदीशानदिग्भागे धनुषां च चतुष्टये । तं प्रयत्नाच्च संपूज्य सर्वविघ्नैः प्रमुच्यते
Ein wenig im Nordosten, in der Entfernung von vier Bogenlängen; wer ihn mit ernsthaftem Eifer verehrt, wird von allen Hindernissen befreit.
Verse 3
गन्धपुष्पादिभिस्तत्र भक्ष्यैर्भोज्यैः समोदकैः । चतुर्मुखं चतुर्थ्यां तु संपूज्य सिद्धिभाग्भवेत्
Dort, mit Düften, Blumen und dergleichen—samt Gaben von Süßigkeiten, Speisen und Getränken—wer Caturmukha verehrt, besonders am Caturthī (vierten Mondtag), wird teilhaftig an Siddhi und Erfüllung.
Verse 309
इति श्रीस्कांदे महपुराण एकाशीति साहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये चतुर्मुखविनायक माहात्म्यवर्णनंनाम नवोत्तरत्रिशततमोऽध्यायः
So endet im Śrī Skanda-Mahāpurāṇa—der Sammlung von einundachtzigtausend Versen—das dreihundertneunte Kapitel im Prabhāsa-Khaṇḍa, im Prabhāsakṣetra-Māhātmya, betitelt „Darlegung der Herrlichkeit des Caturmukha-Vināyaka“.