Adhyaya 302
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 302

Adhyaya 302

Īśvara wendet sich an Devī und weist sie —und damit auch den pilgernden Leser— an, zum erhabenen Heiligtum namens Gandharveśvara im Prabhāsa-kṣetra zu gehen. Das Kapitel enthält zugleich einen Weghinweis: Der Liṅga befindet sich im nördlichen Bereich (uttara-dik-bhāga), in einer Entfernung von fünf dhanus, wie eine kleine Pilgerroute innerhalb des Prabhāsa-Gebiets. Die Lehre verknüpft darśana (das Schauen des Heiligtums) mit einer leiblichen Wandlung: Wer es erblickt, wird „rūpavān“, mit Schönheit und Anziehungskraft begabt. Ferner heißt es, der Liṅga sei von den Gandharvas errichtet worden, was seine Herkunft heiligt. Vorgeschrieben ist ein schlichtes, doch vollständiges Ritual: baden (snātvā) und danach einmal in rechter Weise verehren (sampūjayet sakṛt). Die phalaśruti verheißt das Erlangen aller Wünsche (sarvān kāmān avāpnoti) sowie das glückverheißende Merkmal „raktakaṇṭha“ („rotkehlig“), als segensreiches Zeichen aus der rituellen Hingabe an diesem Ort.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि गंधर्वेश्वरमुत्तमम् । तस्यैवोत्तरदिग्भागे धनुषां पंचके स्थितम्

Īśvara sprach: „Dann, o Mahādevī, soll man zum erhabenen Gaṃdharveśvara gehen. Er liegt nördlich von jenem Ort, in einer Entfernung von fünf Bogenlängen.“

Verse 2

तं दृष्ट्वा च महादेवि रूपवाञ्जायते नरः । गंधर्वैः स्थापितं लिंगं स्नात्वा संपूजयेत्सकृत् । सर्वान्कामानवाप्नोति रक्तकण्ठश्च जायते

O Mahādevī, wer es erblickt, wird mit Schönheit begabt. Nachdem man gebadet und auch nur ein einziges Mal den von den Gandharvas errichteten Liṅga verehrt hat, erlangt man alle Wünsche — und wird „Rotkehliger“ (raktakaṇṭha).

Verse 302

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखंडे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये गंधर्वेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनाम द्व्युत्तरत्रिशततमोऽध्यायः

So endet das dreihundertzweitе Kapitel mit dem Titel „Beschreibung der Größe von Gaṃdharveśvara“ im Prabhāsa-Khaṇḍa — innerhalb der Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya — des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend (Versen).