
Dieses Adhyāya ist ein knapper Māhātmya-Abschnitt, vorgetragen als Unterweisung Īśvaras. Es benennt in Prabhāsa eine heilige Gegenwart namens «Ghanteśvara», gepriesen als „Vernichter aller Sünden“ (sarva-pātaka-nāśana) und würdig der Verehrung sowohl durch Devas als auch durch Dānavas. Weiter heißt es, dass das Heiligtum von ṛṣis und siddhas verehrt wurde und als Spender der ersehnten Früchte gilt (vāñchitārtha-phala-prada). Sodann wird eine kalendarische Vorschrift gegeben: Ein menschlicher Bhakta, der Ghanteśvara am achten Mondtag (aṣṭamī) verehrt, wenn dieser auf einen Montag (Soma-vāra) fällt, erlangt das Gewünschte und wird als von Sünde befreit beschrieben. Das Kapitel schließt mit einem Kolophon, das den Text im Skanda Purāṇa, Prabhāsa Khaṇḍa, im Prabhāsakṣetramāhātmya verortet und ihn als das 254. Adhyāya bezeichnet.
Verse 1
ईश्वर उवाच । तत्रैव संस्थितं पश्येत्सर्वपातकनाशनम् । घण्टेश्वरमिति ख्यातं देवदानववन्दितम् । पूजितं ह्यृषिभिः सिद्धैर्वांछितार्थफलप्रदम्
Īśvara sprach: „Ebendort soll man den dort Weilenden schauen, den Vernichter aller Sünden—bekannt als Ghaṇṭeśvara, verehrt von Göttern und Dānavas. Von ṛṣis und siddhas wahrlich verehrt, gewährt er die Früchte der ersehnten Ziele.“
Verse 2
वारे सोमस्य चाष्टम्यां यस्तं पूजयते नरः । स लभेद्वांछितान्कामान्मुक्तः स्यात्पातकेन हि
„Wer ihn an einem Montag und ebenso am Aṣṭamī (dem achten Mondtag) verehrt, erlangt die ersehnten Wünsche und wird wahrlich von Sünde befreit.“
Verse 254
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये घंटेश्वरमाहारत्म्यवर्णनंनाम चतुष्पञ्चाशदुत्तरद्विशततमोऽध्यायः
So endet das zweihundertvierundfünfzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe Ghaṇṭeśvaras“, im Prabhāsa-Khaṇḍa (Siebtes Buch) des Śrī Skanda Mahāpurāṇa, in der Ekāśītisāhasrī Saṃhitā, innerhalb der Prabhāsakṣetra Māhātmya (erster Abschnitt).