
Dieses Kapitel ist als göttliche Unterweisung gestaltet: Īśvara spricht zu Mahādevī und weist den Pilgerweg zu einem hervorragenden Heiligtum namens Gufeśvara. Der Ort liegt im nördlichen Teil von Hiranyā und wird als „unübertroffen“ gepriesen sowie ausdrücklich als „Vernichter aller Sünden“ bezeichnet. Der theologische Schwerpunkt liegt auf darśana (der heiligen Schau) als verwandelnder Handlung: Schon das bloße Sehen der Gottheit in Gufeśvara soll selbst schwerstes Verdienstmanko tilgen, in einer hyperbolischen phalaśruti ausgedrückt, die das Vertreiben von „Krores von Tötungen“ verheißt. So fungiert das Kapitel als knapper Knoten im heiligen Kartenwerk des Prabhāsa-kṣetra: Es benennt das Heiligtum, verortet es in der regionalen Sakralgeographie und kodiert seinen soteriologischen Wert durch ein starkes Reinigungsversprechen, ganz im Sinne der tīrtha-māhātmya-Tradition.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि गुफेश्वरमनुत्तमम् । हिरण्या उत्तरे भागे सर्वपातकनाशनम् । तं दृष्ट्वा मानवो देवि कोटिहत्यां व्यपोहति
Īśvara sprach: „Dann, o große Göttin, soll man zum unvergleichlichen Gupheśvara gehen. Im nördlichen Teil von Hiraṇyā vernichtet er alle Sünden. Wer ihn erblickt, o Göttin, wirft selbst die Schuld von ‚einem koṭi an Tötungen‘ von sich ab.“
Verse 253
इति श्रीस्कान्दे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये गुफेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनाम त्रिपञ्चाशदुत्तरद्विशततमोऽध्यायः
So endet das zweihundertdreiundfünfzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe Gupheśvaras“, im Prabhāsa-Khaṇḍa (Siebtes Buch) des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Ekāśītisāhasrī-Saṃhitā, innerhalb der Prabhāsakṣetra-Māhātmya (erster Teil).