
Dieses Adhyāya ist als knappe theologische Unterweisung gestaltet, die Īśvara der Mahādevī erteilt. Es verortet den besonderen Liṅga namens Māṇḍavyeśvara, gepriesen als Vernichter von Sünde und schweren Vergehen (mahāpātaka-nāśana). Der Schrein wird in Beziehung zu Siddheśa beschrieben: im Südosten/an der südlichen Ecke, in einer Entfernung von „drei Bogenlängen“ (dhanuṣ-tritaya), als Wegangabe für Pilger. Darauf folgt eine zeitgebundene Observanz: im Monat Māgha, am vierzehnten Mondtag (caturdaśī), soll der Verehrer Pūjā darbringen und eine Nachtwache (jāgaraṇa) halten. Die Verheißung im Stil einer phalāśruti lautet, dass derjenige, der dies mit Disziplin und Bhakti vollzieht, nicht in die sterbliche Existenz zurückkehrt. Das Kolophon nennt die Einordnung in die Prabhāsa Khaṇḍa und den Abschnitt Prabhāsakṣetramāhātmya.
Verse 1
ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि लिंगं पापप्रणाशनम् । सिद्धेशाद्दक्षिणे कोणे धनुषां त्रितये स्थितम् । माण्डव्येश्वरनामानं महापातकनाशनम्
Īśvara sprach: „Dann, o große Göttin, soll man zum sündentilgenden Liṅga gehen, der südlichen Ecke von Siddheśa zu, drei Bogenlängen entfernt—genannt Māṇḍavyeśvara, der Vernichter großer Sünden.“
Verse 2
माघे मासे चतुर्दश्यां पूजां जागरणं तथा । कुर्याद्योऽतीन्द्रियो मर्त्यो न स मर्त्ये पुनर्व्रजेत्
Am vierzehnten Mondtag des Monats Māgha gilt: Wer Verehrung darbringt und in Nachtwache wach bleibt, innerlich gezügelt, kehrt nicht wieder in das sterbliche Dasein zurück.
Verse 179
इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासज्ञेत्रमाहात्म्ये माण्डव्येश्वरमाहात्म्यवर्णनंनामैकोना शीत्युत्तरशततमोऽध्यायः
So endet das hundertneunundsiebzigste Kapitel, genannt „Darlegung der Größe Māṇḍavyeśvaras“, im ersten Teil, dem Prabhāsa-kṣetra-Māhātmya, innerhalb des siebten Khaṇḍa (Prabhāsa-Khaṇḍa) des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, in der Saṃhitā von einundachtzigtausend Versen.