Adhyaya 127
Prabhasa KhandaPrabhasa Kshetra MahatmyaAdhyaya 127

Adhyaya 127

Dieses Kapitel bietet eine knappe theologisch‑geographische Unterweisung: Īśvara spricht zu Devī und weist auf einen hervorragenden Liṅga namens Kṣemeśvara hin (auch im Rahmen der Māhātmya des Kṣemakareśvara gerühmt). Der Schrein wird durch relationale Koordinaten verortet: an der nördlichen Ecke in Bezug auf Kapāleśa, innerhalb des Wahrnehmungs‑ und Ritualbereichs, der mit Kapāleśas Stätte verbunden ist, in einer Entfernung von „fünfzehn Bögen“. Der Liṅga wird als mahāprabhāva (höchst wirksam) bezeichnet und ausdrücklich als sarva-pātaka-nāśana, Vernichter aller Sünden. Es folgt eine Ursprungserzählung: Ein mächtiger König namens Kṣemamūrti übte dort lange Tapas und errichtete den Liṅga mit Hingabe und konzentrierter Absicht. Das Darśana—das bloße Schauen—bringt kṣema (Wohlergehen und glückverheißende Beständigkeit), das Gelingen von Vorhaben, Gedeihen der gewünschten Ziele über Geburten hinweg und saubhāgya (günstiges Geschick). Ferner wird gesagt, dass allein der Anblick des Liṅga dem Verdienst einer Gabe von hundert Kühen gleichkommt, und es ergeht die Mahnung, wer die Frucht des kṣetra sucht, solle fortwährend bei diesem Liṅga Zuflucht nehmen.

Shlokas

Verse 1

ईश्वर उवाच । ततो गच्छेन्महादेवि क्षेमेश्वरमनुत्तमम् । तस्मादुत्तरकोणस्थं कपालेशाग्निगोचरे

Īśvara sprach: „Dann, o Große Göttin, soll man zum unvergleichlichen Kṣemeśvara gehen. Von dort liegt er im nördlichen Winkel, in der Nähe und im Blickfeld von Kapāleśa und Agni.“

Verse 2

धनुषां पंचदशके कपालेश्वरतः स्थितम् । लिंगं महाप्रभावं हि सर्वपातकनाशनम्

In einer Entfernung von fünfzehn dhanuṣ von Kapāleśvara steht ein Liṅga von großer Macht, der alle schweren Sünden vernichtet.

Verse 3

क्षेममूर्तिः पुरा राजा बभूव स महाबलः । तेन तत्र तपस्तप्तं चिरकालं महात्मना

In alter Zeit gab es einen König namens Kṣemamūrti, von großer Stärke. Dieser hochgesinnte Herrscher übte dort lange Zeit Askese.

Verse 4

ततः संस्थापितं लिंगं भक्त्या भावितचेतसा । तद्दृष्ट्वा क्षेममायाति कार्यं क्षेमेण सिद्ध्यति

Dann errichtete er, mit von Hingabe erfülltem Geist, einen Liṅga. Wer ihn erblickt, dem kommt kṣema—heilvolles Wohlergehen und Schutz—und jedes Vorhaben gelingt in heilsamer Fügung.

Verse 5

सर्वकामसमृद्धात्मा भूया ज्जन्मनिजन्मनि । एवं क्षेमेश्वरं लिंगं ख्यातं पातकनाशनम्

Möge man mit allen Wünschen erfüllt sein, Geburt um Geburt. So ist der Liṅga namens Kṣemeśvara bekannt, berühmt als Vernichter der Sünden.

Verse 6

सर्वकामप्रदं नृणां श्रुतं सौभाग्यदायकम् । दर्शनेनापि तस्यापि गोशतस्य फलं स्मृतम्

Man hört, dass es den Menschen alle Wünsche gewährt und glückverheißendes Gedeihen schenkt. Schon durch bloße Darśana (heilige Schau) gilt das Verdienst als dem Ertrag der Gabe von hundert Kühen gleich.

Verse 7

तस्मात्क्षेत्रफलाकांक्षी नित्यं तल्लिंगमाश्रयेत्

Darum soll, wer die Frucht des heiligen Kṣetra begehrt, stets bei jenem Liṅga Zuflucht nehmen.

Verse 127

इति श्रीस्कांदे महापुराण एकाशीतिसाहस्र्यां संहितायां सप्तमे प्रभासखण्डे प्रथमे प्रभासक्षेत्रमाहात्म्ये क्षेमंकरेश्वरमाहात्म्यवर्णनंनाम सप्तविंशत्युत्तरशततमोऽध्यायः

So endet das hundertundsiebenundzwanzigste Kapitel, genannt „Beschreibung der Größe des Kṣemaṅkareśvara“, im Prabhāsa-Khaṇḍa des Śrī Skanda-Mahāpurāṇa, innerhalb der Ekāśītisāhasrī-Saṃhitā, im ersten Teil mit dem Titel Prabhāsakṣetra-Māhātmya.