Rig Veda Sukta 78
Mandala 8Sukta 7810 Mantras

Sukta 78

Sukta 8.78

Devata

Indra

Dieser Indra-Hymnus bittet den Gott sieghafter Kraft, reichliche Soma-Freude, Wohlstand und die „Herden“ des Lichts zu bringen, die Leben und Einsicht tragen. Er preist Indra als unfehlbar und untrüglich – als einen, der den Zorn der Sterblichen und feindliche Absicht voraussieht und zügelt. Die Sukta gipfelt in einer innigen Vertrauenshandlung: Selbst die Sichel wird in Indras Hand gelegt, und man bittet ihn, die Ernte zu füllen, sei sie frisch eingebracht oder eingelagert.

Mantras

Mantra 1

पुरोळाशं नो अन्धस इन्द्र सहस्रमा भर । शता च शूर गोनाम् ॥

Bring uns, o Indra, tausend Maße des ausgepressten Soma (ándhas), und hundert, o Held, der Rinderherden (gónām), strahlend an Lichtstrahlen.

Mantra 2

आ नो भर व्यञ्जनं गामश्वमभ्यञ्जनम् । सचा मना हिरण्यया ॥

Bring uns die unterscheidende Mehrung; bring die Strahl‑Kuh und das Lebenshauch‑Ross als Salbung zu unserem Wachstum — zusammen mit goldgesinntem Denken.

Mantra 3

उत नः कर्णशोभना पुरूणि धृष्णवा भर । त्वं हि शृण्विषे वसो ॥

Und bring uns vieles, das das innere Hören verschönt; bring es herbei, du Kühner — denn du, o Herr der Fülle, hörst ja wahrlich.

Mantra 4

नकीं वृधीक इन्द्र ते न सुषा न सुदा उत । नान्यस्त्वच्छूर वाघतः ॥

Niemand, o Indra, vermag dich zu mehren — weder die guten Presser (des Soma) noch die guten Geber; und keinen anderen gibt es als dich, o Held, für den strebenden Sänger.

Mantra 5

नकीमिन्द्रो निकर्तवे न शक्रः परिशक्तवे । विश्वं शृणोति पश्यति ॥

Niemand vermag ihn niederzuschlagen, niemand den Mächtigen zu übertreffen: Indra hört alles und sieht alles.

Mantra 6

स मन्युं मर्त्यानामदब्धो नि चिकीषते । पुरा निदश्चिकीषते ॥

Er, vom Trug unüberwindlich, erkennt und bändigt den Zorn der Sterblichen; noch ehe er sich regt, erkennt er den feindseligen Impuls.

Mantra 7

क्रत्व इत्पूर्णमुदरं तुरस्यास्ति विधतः । वृत्रघ्नः सोमपाव्नः ॥

Durch Willenskraft ist sein Inneres bis zum Rand erfüllt; dem Opfernden gewährt der stürmische Vṛtrahan, der Vṛtra-Schlächter, überströmenden inneren Reichtum — er, der Soma trinkt und ihn in uns siegen lässt.

Mantra 8

त्वे वसूनि संगता विश्वा च सोम सौभगा । सुदात्वपरिह्वृता ॥

In dir, o Soma, sind alle Schätze gesammelt und jegliches Glück. Du bist der gute Geber, nicht abzuweisen—ein unfehlbarer Spender inneren Gedeihens.

Mantra 9

त्वामिद्यवयुर्मम कामो गव्युर्हिरण्ययुः । त्वामश्वयुरेषते ॥

Dich, o Soma, sucht mein Verlangen: es sucht die Fülle der Nahrung, es sucht die Strahlen der Erleuchtung und das helle Gold vollendeter Substanz; auch dich begehrt der Wille, der nach schnellen Kräften strebt.

Mantra 10

तवेदिन्द्राहमाशसा हस्ते दात्रं चना ददे । दिनस्य वा मघवन्त्सम्भृतस्य वा पूर्धि यवस्य काशिना ॥

O Indra, auf dich setze ich meine Hoffnung: in deine Hand lege ich selbst die Sichel. O Freigebiger, fülle uns—sei es vom Heutigen oder vom Aufgespeicherten—die Ernte des Wachstums mit deiner leuchtenden Kraft.

Frequently Asked Questions

It asks Indra for abundance—Soma-joy, wealth and “herds” of light—along with protection and a successful, full harvest.

It means Indra is portrayed as seeing through hidden motives and dangers; he can perceive human anger and hostile intent even before it fully forms, and can restrain its harm.

On the surface it is a prayer for agricultural success. Symbolically, it also points to Indra’s power to complete our efforts and bring ‘ripened’ results—growth, nourishment, and prosperity.

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