Rig Veda Sukta 139
Mandala 10Sukta 1396 Mantras

Sukta 139

Sukta 10.139

Devata

Savitṛ (with Pūṣan as associated power)

Dieser Hymnus verknüpft Savitṛs dämmernden Anstoß — sein stetiges Aufsteigen als Licht — mit Pūṣans leitender, schützender Bewegung, die alle Welten „sieht“ und hütet. Dann weitet er sich zu einer mythisch-rituellen Schau, in der die Wasser, der Gandharva (Viśvāvasu) und Indra an der Offenbarung des Ṛta mitwirken: verborgene Grenzen, leuchtende Horizonte und die Freisetzung gehemmter Reichtümer (amṛta/Energien) aus steinartigen Einschlüssen.

Mantras

Mantra 1

सूर्यरश्मिर्हरिकेशः पुरस्तात्सविता ज्योतिरुदयाँ अजस्रम् । तस्य पूषा प्रसवे याति विद्वान्त्सम्पश्यन्विश्वा भुवनानि गोपाः ॥

Savitṛ, dessen Haar die Sonnenstrahlen sind, geht vorn auf als unablässiges Licht. In seinem Antrieb schreitet Pūṣan, der Wissende, der alle Welten überschaut, der Hüter, der die Herden der Kräfte bewahrt.

Mantra 2

नृचक्षा एष दिवो मध्य आस्त आपप्रिवान्रोदसी अन्तरिक्षम् । स विश्वाचीरभि चष्टे घृताचीरन्तरा पूर्वमपरं च केतुम् ॥

Dieser Menschenschauer sitzt in der Mitte des Himmels, die beiden Welten und den Luftraum erfüllend. Er schaut auf die allhin wandernden, ghee-glänzenden Ströme und unterscheidet zwischen dem früheren und dem späteren Zeichen — zwischen dem, was war, und dem, was kommen wird.

Mantra 3

रायो बुध्नः संगमनो वसूनां विश्वा रूपाभि चष्टे शचीभिः । देव इव सविता सत्यधर्मेन्द्रो न तस्थौ समरे धनानाम् ॥

Wurzel des Reichtums, Sammelplatz der Schätze: alle Gestalten schaut er mit wirkmächtigen Kräften. Wie ein Gott steht Savitṛ im wahren Gesetz; wie Indra nimmt er Stand im Kampf um die Reichtümer des Seins.

Mantra 4

विश्वावसुं सोम गन्धर्वमापो ददृशुषीस्तदृतेना व्यायन् । तदन्ववैदिन्द्रो रारहाण आसां परि सूर्यस्य परिधीँरपश्यत् ॥

Die Wasser erblickten Viśvāvasu, den Gandharva des Soma; nach dem Gesetz des Ṛta regten sie sich und breiteten ihr Wirken weithin aus. Darauf erkannte Indra, jauchzend in ihrem Strom, dies; und er sah die umschließenden Grenzen, die lichten Horizonte rings um die Sonne.

Mantra 5

विश्वावसुरभि तन्नो गृणातु दिव्यो गन्धर्वो रजसो विमानः । यद्वा घा सत्यमुत यन्न विद्म धियो हिन्वानो धिय इन्नो अव्याः ॥

Viśvāvasu, der himmlische Gandharva, der das Weitenmaß des rajas ausmisst, möge uns davon künden. Sei es die Wahrheit oder was wir noch nicht wissen — unsere Gedanken anstoßend, möge er unsere Gedanken wahrlich behüten.

Mantra 6

सस्निमविन्दच्चरणे नदीनामपावृणोद्दुरो अश्मव्रजानाम् । प्रासां गन्धर्वो अमृतानि वोचदिन्द्रो दक्षं परि जानादहीनाम् ॥

Er fand den „Sasni“ am Tritt der Flüsse; er öffnete die Tore der steinernen Umhegungen. Der Gandharva verkündete die Unsterblichen Dinge jener Ströme; und Indra erkannte ringsum die Kraft und Kunst der Schlangen (ahi).

Frequently Asked Questions

Savitṛ is the main deity—the divine Impeller who raises the light and sets beings in motion. Pūṣan appears as an associated power who guides and protects within Savitṛ’s impulsion.

The hymn connects dawn-impulsion with Ṛta (cosmic order). The Waters and the Gandharva (Viśvāvasu) symbolize the lawful flow of revelation and the guarding/transmission of Soma-like inspiration.

It is a prayer for clear beginnings at dawn: right impulse (prasava), safe guidance on life’s paths, protection of one’s vital ‘herds’ (strength/prosperity), and the opening of what feels blocked or enclosed.

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