
Sukta 1.160
As RV 1.160 (verify in Anukramaṇī)
Dyāvāpṛthivī (with Sūrya as the lawful mover between them)
Triṣṭubh (probable; verify)
Dieser Hymnus preist Dyāvā‑Pṛthivī (Himmel und Erde) als die universalen, wahrheitsstützenden Eltern, die den Zwischenraum tragen und Ordnung sowie Wohlergehen begründen. Sūrya erscheint als der reine, gesetzmäßige Beweger zwischen ihnen; zugleich deutet der Hymnus auf eine innere, reinigende Feuerkraft hin, die die Welten läutert und leuchtende Nahrung hervorbringt. Schließlich bittet der Seher die beiden um bṛhat (weite Größe), Ruhm, kṣatra (schützende Macht) und stärkende innere Kraft für die Gemeinschaft.
Mantra 1
ते हि द्यावापृथिवी विश्वशम्भुव ऋतावरी रजसो धारयत्कवी । सुजन्मनी धिषणे अन्तरीयते देवो देवी धर्मणा सूर्यः शुचिः ॥
Denn Himmel und Erde sind wahrlich allheilbringend, Friedensstifter; zwei seherische Mächte, die nach Ṛta die Mittelräume tragen. Zwischen ihnen bewegt sich die reine Sonne nach dem Gesetz — Gott und Göttin, die zwei wohlgeborenen Sitze des Erkennens.
Mantra 2
उरुव्यचसा महिनी असश्चता पिता माता च भुवनानि रक्षतः । सुधृष्टमे वपुष्ये न रोदसी पिता यत्सीमभि रूपैरवासयत् ॥
Weit ausgedehnt, die beiden Großen, nie versagend: Vater und Mutter behüten die Welten. Schön und fest gefügt sind die beiden festen Räume, die Rodasī, wenn der Vater sie ringsum durch Gestalten wohnen ließ.
Mantra 3
स वह्निः पुत्रः पित्रोः पवित्रवान्पुनाति धीरो भुवनानि मायया । धेनुं च पृश्निं वृषभं सुरेतसं विश्वाहा शुक्रं पयो अस्य दुक्षत ॥
Er, der Vahni, Träger des Feuers, der Sohn der beiden Eltern, mit dem inneren Läuterer begabt, reinigt, der Weise, die Welten durch Māyā, die gestaltende Schau. Aus ihm melken sie immerdar die helle, reine Nahrung: aus der Kuh des Überflusses, aus der Gesprenkelten, aus dem mächtigen Bullen, reich an Samen.
Mantra 4
अयं देवानामपसामपस्तमो यो जजान रोदसी विश्वशम्भुवा । वि यो ममे रजसी सुक्रतूययाजरेभिः स्कम्भनेभिः समानृचे ॥
Dieser ist der mächtigste unter den Göttern an Werken: der, welcher die beiden Welten zum Heil des Alls gebar. Er maß die beiden Weiten mit rechter, lichtvoller Einsicht; mit unvergänglichen Stützen festigte er sie, in vollkommener Harmonie gefügt.
Mantra 5
ते नो गृणाने महिनी महि श्रवः क्षत्रं द्यावापृथिवी धासथो बृहत् । येनाभि कृष्टीस्ततनाम विश्वहा पनाय्यमोजो अस्मे समिन्वतम् ॥
Ihr beiden, wenn wir euch besingen, o Mächtige, stiftet uns die weite Größe — weithin reichenden Ruhm und königliche Macht, o Himmel und Erde. Womit ihr die Völker allezeit ausbreitet, setzt jene bewundernswerte Kraft in uns ein und lasst sie in uns gemeinsam wachsen.
The hymn primarily praises Dyāvā-Pṛthivī—Heaven and Earth as a divine pair. It also highlights Sūrya (the Sun) as the pure one who moves between them according to cosmic law (dharma/ṛta).
This points to a purifying power born within the cosmic frame of Heaven and Earth—often understood as an inner fire-force (vahni/agni-like) that cleanses and transforms. The imagery expresses spiritual purification and the steady production of luminous nourishment (clarity and strength).
It asks Heaven and Earth to establish “vast greatness” (bṛhat), wide fame (śravas), and protective power (kṣatra), and to increase admirable inner force (ojas) within the worshippers and their community.
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