Atharva Veda Sukta 8
Kanda 4Anuvaka 1Sukta 87 Mantras

Sukta 8

Rishi: Atharvanic tradition (hymn-seer not securely fixed in all anukramaṇīs)

Devata: Āpaḥ (Waters) as healing and lustre-conferring powers

Chandas: Triṣṭubh-like cadence (mixed; Atharvanic meters often irregular)

Dieser atharvavedische Hymnus wirkt als Weihe- und Heilwasserzauber: Durch abhiṣeka (Besprengung/Salbung) stärkt er den Empfänger, sodass Lebenskraft, Schönheit und gesellschaftlicher Glanz (vārchas) sichtbar zurückkehren. Im königlichen Rahmen festigt er die Herrschaft — indem er dem König eine nährende, „milchgleiche“ Essenz zuführt — und bannt zugleich rituell die mit dem Regieren verbundene Gefahr (Mṛtyu), sichert die Gefolgschaft des Volkes und die Ausdehnung in alle Himmelsrichtungen.

Sanskrit recitationAtharva Veda 4.8

Mantras

Mantra 1

राज्याभिषेकः। भू॒तो भू॒तेषु॒ पय॒ आ द॑धाति॒ स भू॒ताना॒मधि॑पतिर्बभूव । तस्य॑ मृ॒त्युश्च॑रति राज॒सूयं॒ स राजा॑ रा॒ज्यमनु॑ मन्यतामि॒दम्

Weihe zur Königsherrschaft (rājābhiṣeka). Als Seiender setzt er Milch unter die Wesen; so ist er zum Oberherrn der Geschöpfe geworden. Für ihn schreitet der Tod um das Rājasūya (rājasūya) herum: jener König möge diese Herrschaft als ihm gebührend anerkennen.

Mantra 2

अ॒भि प्रेहि॒ माप॑ वेन उ॒ग्रश्चे॒त्ता स॑पत्न॒हा। आ ति॑ष्ठ मित्रवर्धन॒ तुभ्यं॑ दे॒वा अधि॑ ब्रुवन्

Tritt heran; schweife nicht ab in Verlangen: gewaltig, einsichtig, Erschläger der Nebenbuhler. Nimm deinen Stand ein, Mehrer der Verbündeten; für dich haben die Götter ihren Spruch verkündet.

Mantra 3

आ॒तिष्ठ॑न्तं॒ परि॒ विश्वे॑ अभूषं॒छ्रियं॒ वसा॑नश्चरति॒ स्वरो॑चिः । म॒हत् तद् वृष्णो॒ असु॑रस्य॒ नामा वि॒श्वरू॑पो अ॒मृता॑नि तस्थौ

Ihn, der fest steht, haben alle umringt und geschmückt; in Glanz gekleidet schreitet er dahin, aus sich selbst leuchtend. Groß ist jener Name des Stieres, des herrischen Asura: in allgestaltiger Form steht er fest in den unsterblichen Kräften.

Mantra 4

व्या॒घ्रो अधि॒ वैया॑घ्रे॒ वि क्र॑मस्व॒ दिशो॑ म॒हीः । विश॑स्त्वा॒ सर्वा॑ वाञ्छ॒न्त्वापो॑ दिव्याः पय॑स्वतीः

Ein Tiger auf dem Tigersitz—schreite weit aus durch die mächtigen Himmelsrichtungen. Alle Völker sollen nach dir verlangen; die himmlischen Wasser, milchreich, sollen dich begehrend begleiten.

Mantra 5

या आपो॑ दि॒व्याः पय॑सा॒ मद॑न्त्य॒न्तरि॑क्ष उ॒त वा॑ पृथि॒व्याम्। तासां॑ त्वा॒ सर्वा॑साम॒पाम॒भि॑ षि॑ञ्चामि॒ वर्च॑सा

Jene Wasser, die himmlischen, die mit milchigem Saft frohlocken – sei es im Luftraum oder auch auf der Erde: mit all diesen Wassern, mit allen Wassern, besprenge ich dich, damit du mit Glanz und Lebenskraft bekleidet seist.

Mantra 6

अ॒भि त्वा॒ वर्च॑सासिच॒न्नापो॑ दि॒व्याः पय॑स्वतीः । यथासो॑ मित्र॒वर्ध॑न॒स्तथा॑ त्वा सवि॒ता क॑रत्

Über dich haben die himmlischen Wasser, reich an nährendem Saft, Glanz gesprengt. Wie du ein Mehrer der Freunde bist, so möge Savitar dich eben so gestalten (immerdar).

Mantra 7

ए॒ना व्या॒घ्रं प॑रिषस्वजा॒नाः सिं॒हं हि॑न्वन्ति मह॒ते सौभ॑गाय । स॒मु॒द्रं न सु॒भुव॑स्तस्थि॒वांसं॑ मर्मृ॒ज्यन्ते॑ द्वी॒पिन॑म॒प्स्व॑१न्तः

Durch dies, den Tiger ringsum umschlingend, treiben sie den Löwen zu mächtigem Glück. Wie man im Wasser den Leoparden poliert, feststehend wie ein Ozean, so bringen sie seinen Glanz von innen hervor.

Frequently Asked Questions

It consecrates a person—especially a king—by sprinkling empowered waters so that health, vitality, and visible lustre (vārchas) return, while prosperity and authority become socially established.

The hymn gathers all forms of water into one total power-source, implying that the consecration draws on a complete, cosmic reservoir of healing and radiance, not merely local water.

Its imagery is royal, but its mechanism—charging water and transferring vārchas by aspersion—also fits non-royal aims such as recovery after illness, restoring confidence/attractiveness, and removing dullness or inauspiciousness.

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