Adhyaya 8
Vishnu KhandaAyodhya MahatmyaAdhyaya 8

Adhyaya 8

Dieses Kapitel entfaltet eine theologische Wegbeschreibung. Agastya schildert zunächst die westlichen tīrthas Ratikunda und Kusumāyudha-kunda, wo das rituelle Bad (snāna) als Paar und das Spenden von Gaben für Wohlergehen sowie für Schönheit und glückverheißende Zeichen vorgeschrieben sind; besonders am Māgha śukla pañcamī sollen Eheleute mit Düften, Gewändern, Blumen und Opfergaben verehren. Dann wendet sich die Erzählung Mantreśvara zu, einem seltenen liṅga-Ort, der mit Rāmas ritueller Handlung und einer disziplinierten Vorbereitung auf den geistigen Aufstieg verbunden ist; eindringlich wird als Frucht verkündet, dass nach snāna und darśana dort keine Rückkehr in den Kreislauf der Wiedergeburten erfolgt. Nordwärts werden weitere Stationen benannt: Śītalā (Verehrung am Montag, Schutz vor Krankheit und Furcht), Devī Bandī (Lösung von Bindungen und königlichen Fesseln durch Gedenken und eine auf Dienstag ausgerichtete yātrā) sowie Devī Cuḍakī (Erfolg in zweifelhaften Vorhaben; Lampenopfer und Besuch am caturdaśī). Ferner zählt das Kapitel Mahāratna tīrtha auf (jährliche yātrā am Bhādrapada kṛṣṇa caturdaśī, Gaben und Nachtwache), Durbharā/Mahābhara saras (Śiva-Verehrung und Bhādrapada-Observanzen) und Mahāvidyā/Siddhapīṭha (monatliche yātrā an aṣṭamī/navamī, Mantra-japa über verschiedene Traditionen hinweg, homa/dāna und Reinigung in Navarātri). Eine Rāma-zentrierte Legende erklärt das Hervortreten von Dugdhēśvara am Kṣīra-kuṇḍ und die Benennung des Sītā-kuṇḍ und verheißt Läuterung und unvergängliches Verdienst durch snāna, japa, homa und die Verehrung von Sītā–Rāma–Lakṣmaṇa. Abschließend preist Vasiṣṭha Ayodhyā als höchste mokṣa-kṣetra und legt eine mehrtägige Pilgerdisziplin dar: Fasten, aufeinanderfolgende snānas, darśanas der Gottheiten, śrāddha, Verehrung der Brāhmaṇas, Gaben und geordneter Abschluss der yātrā.

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